Puerto Viejo de Sarpique

Bevor unsere Reise weitergeht unternehmen wir noch eine Wanderung am Vulkan entlang. Besteigen darf man ihn nicht  mehr. Aus dem Krater kommen zu viel Gase. Da schon Menschen ums Leben gekommen  sind hat man den Aufstieg ganz verboten. Man kann gut an der Vegetation  erkennen welche Teile des Waldes bei dem letzten Ausbruch verbrannt waren. Hier wächst bis jetzt hauptsächlich Farn und Bambus.  Ein felsiger Fußweg führ über die erkaltete Lavamasse. Von einem Aussichtspunkt hat man einen sehr schönen Blick auf den Arenalsee und die sanfte Hügellandschaft.

Arenalsee

Wir fahren weiter nach Puerto Viejo de Sarpique. Sarpique ist ein Fluss der sich duch die Gegend schlängelt.  An manchen Stellen recht breit, aber z.Zt mit wenig Wasser. Unterwegs sehen wir noch mal ein Fautier im Baum hängen und kleine und große Leguane.

Bei San Miguel besichtigen wir eine organische Kaffefinca. Es ist eine kleine Genossenschaft zu der die Bauern ihre Bohnen bringen . Die Flanzen gedeihen hier auf einer Höhe von ca. 770 m  Wir lernen alles über die Kaffe Herstellung. Pflücken, sortieren, schälen, trocken ,rösten.  Auch über die verschiedenen  Sorten und die Qualität werden wir unterrichtet. Starbucks  verarbeitet wohl mit die schlechteste Qualität. Der gemahlene Kaffee wird  in eienen Baumwollfilter gegeben und mit 90 Grad heißen Wasser übergossen.

Später beziehen wir eine nich eien kleines Hotel mitten in einem kleinen Park.

Am Abend pflanzen wir dann noch einen Baum auf dem Gelände. Ob wir mal wieder kommen um zu sehen wie er gewachsen ist? Na ja es soll das Gewissen beruhigen  für.den langen Flug.

LA Fortuna Arenal Vulkan

Der heutige Tag steht eher im Zeichen der Entspannung.  Am späten Morgen fahren wir nach La Fortuna. Zunächst wieder zurück zur Küstenstraße.  Die Gegend hier ist geprägt vom Obstanbau und Rinderzucht.  Ich sehe geradezu die Gauchos zu Pferde die Herde zusammen treiben. Hätte ich vor vierzig Jahren auch gerne mal gemacht😀

Irgendwann geht es wieder rein in die Berge. Alles sehr kurvig. Vorbei an dem großen  Arenalsee . Dieser sieht aus als wäre er natürlich Ursprungs. Tatsächlich  ist es ein riesiger  Stausee. Das Wasser wird durch Tunnel in zwei Kraftwerke geleitet , die fast die Hälfte der Elektrizität  in Costa Rica  produzieren.

Arenal See

Von weitem sieht man immer wieder den Vulkan Arenal. Es ist der einzige Kegelvulkan auf der Insel. Mit 1643 m Höhe recht imposant. Lange hielt man ihn für erloschen. 1968 meldete sich der Vulkan mit einer gewaltigen Explosion  zurück und begrub zwei Orte unter Geröll und Asche. Dabei starben 78 Menschen. Der Nachbarort, welcher verschont blieb, nannte sich darauf hin um in den Namen Fortuna ( Glück)

Im Hotel erwartet uns ein toller Blick aus dem Zimmer direkt auf den Vulkan. Es gibt viele heiße  Thermalbecken auf dem Gelände. So lassen wir es uns am Nachmittag gut gehen.

Blick auf den Vulkan von unserm Zimmer

In Morgendämmerung werden wir von Büllafen geweckt. Und ja , sie brüllen wirklick. Leider sehe ich im Gebüsch keine. Am späten Vormittag unternehmen  wir eine kleine Wanderung  in einem privaten Park. Hier gibt es viele Vögel, Rotaugenfrösche, die ich leider nicht vor die Linse bekommen habe, Kaimane, Dreifingerfaultier und viele Schmetterlinge. Und am Abend höre ich es dann wieder. Das brüllen.

Kaiman

Riconde la Viaja Nationalpark

Vulkangebiet

Am frühen Morgen kann man es dann doch noch sehen. Nebelschwaden die über die Berghänge ziehen. Alles ist feucht und man hat das Gefühl von leichtem Srühregen. Doch um acht Uhr bricht sich die Sonne Bahn und die Wolken ziehen weiter.

Es geht wieder Richtung  Pazifik. Ausgerechnet die Straßen rund um Monteverde sind in einem schlechten Zustand.  Dabei kommen so viele Touristen hier hoch. Wir quälen uns über Schlaglöcher nach unten. Zum Glück haben wir einen sehr umsichtigen Busfahrer.

Zurück auf der Panamericana geht es wieder schneller voran. Dies Straße verbindet  ganz Zentralamerika. Da es keine Schienen gibt werden alle Güter hier transportiert.  Ein Truck folgt dem anderen.

In der Hafenstadt Liberia geht es wieder Richtung Nordost in die Vulkanregion. Der aktive Vulkan Ricon de la Vieja ist ein Schichtvulkan. Er hat nicht einen großen  Krater ,sondern mehrere  kleinere Krater. Tatsächlich  sieht es von weitem für uns  gar nicht wir ein Vulkan aus.

Am Nachmittag unternehmen  wir noch eine schöne  Wanderung durch den Nationalpark.  Der Rundweg führt uns  bergauf und bergab. Es gibt kleine Wasserfälle,  heiße Quellen,  blubbernde Schlammlöcher. Den Krater  kann man z. Zt nicht besteigen, da dort zuviel Gase ausgeschieden werden. Wir lernen nochmal viel über die heimischen Baumarten. Heute  sehen  wir leider nicht so viele Tiere.

Am nächsten Tag machen wir uns früh auf ( wegen der Hitze) . Wir wandern  an einem Flusslauf entlang zu einem Wasserfall. Auch hier wieder vorbei an heißen Quellen. 60 % des Stroms wird durch Wasserdampf aus Erdwärme  – Bohrungen bis 4 km Tiefe- erzeugt.

Zum Abschluß dann ein Bad in den Hot Pool’s. Kleine Pools , in welches heißes  Wasser einfließt. Zwischen 38 und 45 Grad. Bei einer Außentemperatur von 32 Grad echt toll. Gut das man auch im etwas kühleren Fluss baden kann.

39 Grad Hot Pool – gerade noch auszuhalten-, aber 45 Grad: Wer geht da rein?

Santa Elena Monteverde

Eigentlich  dachte ich der Nebelwald ist nebeliger, aber tatsächlich sind die Wolken noch ganz schön hoch und ziehen schnell über die Berge. Nebelwald entsteht, weil die feuchten Winde von der Karibik auf die kalten Berge treffen. Dort kondensiern sie und fallen als Nebel herab. Oft ist Nieselregen . Das feuchtwarme Klima führt zu einer üppigen, immergrünen Vegetation mit Planzen die nur hier gedeihen. Auf 1200 m Höhe herrschen ständig Temperaturen um die 25 Grad.

Würgefeigen ( Ficus Strangularis) schaffen es in einigen Jahre einen alten Baum zu zerstören.

Auf einer Wamderund durch einen Park suchen wir den Vogel Queztal. In dem Gebiet leben über 250 Vogelarten.  Ungeübt muss man oft lange in die Bäume schauen um welche zu entdecken. Außerdem sind viele auch gut getarnt. Wir haben aber Glück und können viele schöne Exemplare  sehen.

Queztal
Blauscheitel Moomot

Die Gegend ist mittlerweile eine Touristenhochburg. Es gibt viele Wanderwge aber auch Attraktionen wie Hängebrücke, Zipleine und ähnliches. Wir haben die Tour über die Hängebrücke gemacht.  Sehr beeindruckend.  Man geht insgesamt über sechs Stahlsteilbrücken und schaut auf das grüne Dach des Waldes. Da es Mittagszeit is, ist der Wald sehr still. Die Tier machen wohl alle ein Schläfchen. Das wirkt auf mich sehr beruhigend. Fast könnte man kleine Feen duch die Blätter fliegen sehn.

Santa Elena ist ein kleines Bergdorf ganz auf Tourimus ausgelegt. Restaurants,  Kaffees, Souvenirläden.

Monteverde

Die Fahrt führt uns heute wieder in den Norden. Auf der Panamerica geht es erstmal eine Weile der Küste entlang . Wir sehen große Palmölplantagen. Die Ölsamen werden mit einer langen Alustange abgeschnitten , anschließend von Arbeitern auf Ochsenkarren  geladen.  Danach werden sie zu einem größeren Container  an einem befahrbar Weg gebracht und dort umgeladen.

Wir verlassen die Küste und fahren in die Berge. Hier ist gerade Trockenzeit. Manche  Baüme sehen wie abgestorben aus, andere  verlieren komplett ihre Blätter um in voller Blüte dazustehen.  Beim ersten Regen wird dann alles wieder grün.  Aber trotz Trockenzeit sieht alles unglaublich grün aus.

Wir fahren über Schotterpisten langsam bergauf und bergab. Auf einer kleinen  Farm, mitten in den Bergen, lernen wir wie Kaffee, Bananen, Zuckerrohr  und Gemüse angebaut und verarbeitet wird.

Kaffeebohnen

Die Fahrt geht weiter in das Berdorf San Louis. In der Dunkelheit unternehmen wir noch eine Wanderung  um die nachtaktiven Tier zu sehen. So ganz viel lässt sich nicht blicken.  Aber kleine Frösche, Skorpion,  Tarantula und einiges mehr können wir gut beobachten

Heuschrecke

Manuel Antonio

Manuel Antonio ist der kleinste Nationalpark in Costa Rica und sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt . Er liegt direkt am Pazifik. 

Die Gegend war früher eine große  Bananen Plantage. Durch ein Virus sind die Bananen  abgestorben. Der Namensgeber war Pflücker auf der Plantage. Durch hohen Pestizid Einsatz ist er an einer Krebserkrankung  gestorben.  Zu Lebzeiten hat er noch dafür gesorgt dass die Gegend nicht wieder  bepflanzt  wird , sondern  als Naturschutz Gebiet ausgewiesen wird.

Beim Eintritt  wird man genau kontrolliert.  Es dürfen keine Lebensmittel oder Plastikflaschen  mit in den Park genommen  werden.  Wir werden schon von Weiskopf Kapuziner Affen empfangen. Die sind ganz schön frech und können einem schon mal die Tasche klauen. ( deshalb die Vorschrift mit den Lebensmitteln).

Die Wege im Park dürfen nicht verlassen werden. Es gibt so viele kleine Tiere, und die meisten sind gut getarnt. Ohne einen Gide hätten wir bestimmt nur die Hälfte gesehen. Es ist immer ganz lustig wenn plötzlich ca 10 Personen in die Höhe starren und man lange suchen muss bis man das Tier dann endlich auch sieht.im

Faultier

Unser Highlight  ist natürlich  das Faultier Tatsächlich  hat er sich auch mal kurz bewegt.

Heuschrecke

Im Park gibt es drei schöne Strände, an welchen man sich nach der Wanderung  wunderbar erholen  kann.

Quepos

Wir habe ja, nach einigem hin und her, eine Gruppenreise gebucht. Außer uns sind noch zwei Paare dabei.  Unser Reiseleiter spricht gut deutsch und erzählt gleich ganz viel.

Die Reise beginnt heute durch malerische Landschaften.  Es geht Richtung Pazifik. San Jose liegt etwas auf 1200 Metern.  Also geht es über gut ausgebaute Straßen  bergab . Unser erster Stop ist am Tacoles Fluss. Hier leben  riesige amerikanische Krokodile.

Nach einem kurzen Spaziergang, auf dem wir die ersten roten Aras sehen geht es weiter mit einer Bootstour. Ich kann mir die Namen der Vögel gar nicht alle merken ,die wir zu Gesicht bekommen. Das Highlight ist dann laut Reiseleiter  das große Krokodil. Tyson. Man gibt den Tieren hier Namen. Etwa 80 Jahre alt und ca. 4 m lang. Wirklich beeindruckend.

Der hatte keine Lust zu fliegen und ist auf dem Boot mitgefahren
Seeadler

Nachmittags fahren wir die meiste Zeit an der Küste entlang  bis zum Manuel Antonio Park. Hier  beziehen wir uns Hotel für die nächsten zwei Nächte. Bei 30 Grad freue ich mich auf den Pool,  nur um festzustellen dass das Wasser darin noch wärmer ist. Also nichts mit Erfrischung,  aber trotzdem schön.

Pure Verde Costa Rica

Reines Leben reiche Küste

Bevor wir die Reise beginnen noch ein paar allgemeine Infos.

Costa Rica. Ein kleines Land in Zentralamerika mit ca. 5,5 Millio en Einwohnern.  Auf der einen Seite der Pazifik,  auf der anderen das Karibische Meer.  Es gibt viele Vulkane  und Berges.  Die Baumgrenze endet erst ab 3000 Meter, deshalb ist alles grün. Schon lange wird Kaffe, Ananas  und Bananen exportiert, aber auch Gold und Silber findet man.  Heute lebt man zu 60 Prozent  vom Tourismus. 25 Prozent der Fläche stehen unter Naturschutz  oder sind Parks.  Es leben hier unzählige Vogelarten, Faultiere , Affen, Pumas und anderes mehr.Man lebt hier mit der Natur ,  also sehr nachhaltig . Der Strom kommt zu 100Prozent aus erneuerbaren Energien .

              Costa Rica

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir Montag am späten Nachmittag gut in  Costa Rica gelandet. Nochmals eine Stunde Fahrt und wir sind endlich im Hotel. Am Abend hatten wir das Bedürfnis uns noch etwas zu bewegen. Leider liegt das Hotel etwas abseits uns wir sind nicht ganz so weit gekommen.

Dienstag Vormittag machen wir uns auf den Weg die Innenstadt von San Jose zu besichtigen. Die Stadt ist Schachbrettartig aufgebaut.  Es herscht reger Betrieb und es ist laut. So ganz viel Bauten aus der Colonialzeit hat die Stadt nicht mehr  bieten. Zwischen Zement Fasaden gibt es aber noch einiges zu entdecken. 

Grand Hotel
Theater

Wir besuchen ein Museum welches  Bunkeratig drei Etagen unter dem Platz der Kultur liegt. Bei 28 Grad sehr angenehm.  Es gibt viel Goldobjekte und Zeitgeschichte zu sehen.

Selbst in der Stadt gibt es  schon jede Menge Vögel die ordentlich Krach machen. Ich hoffe es ist ein Vorgeschmack auf das,  was uns die nächsten Tage erwartet.

BäM

Land unter!

21.01.2025  Regen, Sonne, heiß

Anstatt der letzten Urlaubssonne beim Aufgehen zuzusehen, liegen wir im Bett und hören dem Prasseln des Regens vor unserer Terrasse zu. Die letzten 2 Tage hat es immer mal wieder geregnet, was im Grunde nur eine Auswirkung auf das Schuhwerk hat. Statt Sandalen oder Turnschuhen sind Badelatschen oder FlipFlop angesagt, um durch die zahlreichen tiefen Pfützen zu kommen. Die Kleidung bleibt gleich, denn anstatt warm und feucht- ist es feucht und warm.

Meist sind wenige Minuten später die Regenwolken wieder weg und die Sonne trocknet alles.

Doch der Weg zum Flughafen, eigentlich nur noch eine Formalität, wird zur Rutschpartie. Regen volle Kraft vorraus. Eine dicke schwarze Wolke liegt über uns und es regnet, regnet, regnet. Blöd, da es keine Entwässerung auf den Straßen gibt und so schwimmt das Auto mehr, als es fährt, oft auch im Blindflug durch die aufstäubenden Wassermassen. Eine dicke schwarze Wolke hängt über der Halbinsel, sogar das Rollfeld wird zum See.

Als wir endlich 17.30 Uhr im Flugzeug sitzen  verabschiedet uns der Himmel  freundlicher mit einem kleinen blauen Flecken und etwas Abendsonne, es sind 31°.

Was bleibt nun vom Urlaub? Mexiko ist toll und eine Reise wert… vielleicht kommen wir irgendwann wieder.

Unsere Highlights:

Baden in den Cenoten (besonders, wenn man ohne Schwimmwesten schwimmen darf)

Mayastadt Uzmal (so friedlich entspannt und spannend)

Spaß beim Lucha Libre und Xocomilio

Izamal- die leuchtend gelbe Stadt in der Nachmittagssonne

Land und Leute kennenlernen z.B. auf einer alten Hacienda

Positiv: meist saubere Toiletten und immer Waschmöglichkeiten für die Hände ( man isst ja auch immer mit den Händen)

tolle Strände mit Hoch-Sommertemperaturen

Essen ( ich weiß immer noch nicht was was ist) lecker, aber ohne Tacos geht nichts

Fehlt nie auf dem Teller: Bohnenmus und Quacamole
Sonderbar: gefühlte Hähnchentacos mit Mole ( Schokoladensoße)

Negativ: besonders an der Küste unverschämt hohe Preise

Fazit: Wir sind happy mit unserem Urlaub und unseren Erlebnissen. Trotz größter Bedenken lief alles wie geplant. Wir waren viel mit dem Auto unterwegs ohne einen Kilometer selber zu fahren. Das hat sehr zur Entspannung innerhalb unserer Reisegruppe beigetragen.  Unsere Unterkünfte waren alle super bis okay. Wobei nicht die Teuerste, sondern die mit der größten Authentizität auch den größten Wohlfühleffekt hatte. Privatgeführte Touren sind toll, aber auch immer abhängig von der Symphatie untereinander und egal wie viel man plant manches hat man nicht in der Hand( z.B. 100 Tage Frau Scheinbaum).

9.10 Uhr 22.01.2025 Deutschland hat uns zurück, eine Stunde früher als geplant wegen Rückenwind.

Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, meine Gedanken und unsere Erlebnisse in Worte und Bilder zu fassen. Für mich, für später, aber auch für alle die im Geist mitgereist sind. Danke für eure lieben Komentare.

Ein letztes Mal. Hola.sis

Abschiedsbild am Strand

Hola.sis