Geburtshaus von Astrid Lindgrenspäteres Elternhaus
Der Himmel ist heute typisch weiß-blau mit kräftigem frischen Wind, aber es regnet nicht. Wir besuchen das Denkmal und das Geburtshaus inklusive einer sehr sehenswerten Ausstellung von Astrid Lindgren. Es gibt hier in der Nähe auch eine Art Freizeitpark mit Shows usw. Wir entscheiden uns aber für die erwachsene Variante. Im Museum gibt es ein kleines Cafe und es duftet…
Rathaus von Vimmerby
Ich warte im Cafe auf meine Reisegruppe. Der dazugehörige Park ist sehr groß und ich habe abgekürzt. Ich hoffe, sie werden mich finden und entschuldige mich hier mal ausgiebig für meine Extragänge. Normalerweise müssen sie immer auf mich warten. Zum Einen bin ich die Langsamste, zum Anderen gibt es immer noch ein tolles Fotomotiv, welches geknipst werden will.
So sieht es meistens aus…3 vorneweg und ich trotte hinterher.
Wohin die Reise heute gehen wird…Wir wissen es noch nicht. Bis zum 9. sind wir planlos. sis
Frustriert liege ich im Bett, warm in meine Decke eingekuschelt. Draußen ist es stockdunkel, kalt und der gefühlt eisige Wind rüttelt an unserer Zitrone. Den Tagesausklang hatte ich mir ganz anders vorgestellt.
Wir stehen auf dem Campingplatz in Vimmerby mitten in Småland, dem Geburtsort von Astrid Lindgren. In der Nähe der Drehorte von Michel Lönneberga und den Kinder aus Bullabü. Also reinstes Schweden- Traum- Wunderland.
Unser Plan sah 2 fahrfreie Tage auf dem Campingplatz und die Erkundung der Gegend mit dem Fahrrad vor. Jetzt kommt alles ganz anders. Dabei fing der Tag so gut an.
Auf unserem Seeplatz von letzter Nacht erwachen wir im Sonnenschein und der Tag beginnt mit einem Bad im See. 10.00 Uhr brechen wir Richtung Pipi Langstrumpf auf. Auf unserem Weg liegen der größte Wasserfall in Südschweden und ein Elchpark. Ganz “ Chinabus“ mäßig müssen wir diese Stopps natürlich mitnehmen ( LG an Axel…falls du das mal liest ;)).
Der Weg zum WasserfallDer Weg wieder hoch.Jörg wartet lieber oben.
Der Elchpark hat ein anderes Konzept wie der erste in Dalsland. Hier werden alle Besucher in Anhänger gesetzt und vom Traktor ins Gehege gefahren. Es gibt 12 Elche, der älteste 13 Jahre alt und der jüngste 3 Monate. Außerdem ist eine große Herde Rotwild und bei den Elchen eine Herde Dammwild zu sehen. Die Erklärungen erfolgen jeweils von Mutter, Vater und Sohn in Schwedisch, Deutsch und Englisch. Es ist ein komplettes Familienunternehmen und sie machen das sehr engagiert und sympathisch.
RotwildBaby Elch
Wir überlegen auf dem Rückweg, welcher Park uns besser gefallen hat. Können uns aber nicht festlegen, beide sind sehenswert.
Weiter geht’s zum Katthult Hof, dem Original-Drehort von Michel aus Lönneberga. Wir wollen etwas durchs Land fahren und nicht nur auf der breiten zweispurigen Hauptstraße komfortabel dahinrollen. Also einmal kleine Straße.
Was noch idyllisch beginnt, wird erst spannend, dann abenteuerlich. Die Straße wird immer schmaler, huppeliger, wie Berg- und Tal-Fahrt auf dem Rummelplatz.Erst fehlt der Mittelstreifen, schließlich auch die Seitenmakierung und am Ende will das Navi mehrfach in unbefestigte Waldwege abbiegen. Meine Navigation ist schon ausgefallen, kein Empfang. Ab und zu kommen auch mal wenige Autos entgegen, alles noch entspannt bis ein Holzlaster mit Speed um die Kurve biegt. Hier muss jemand weichen…und der sind wir. Zum Glück gibt es am Rand nur Büsche und keine Baumstämme. Als Klaus hinter uns kurz danach fehlt, vermuten wir schon schlimmstes, vom Unfall über Brechreiz ist gedanklich alles möglich. 10 min später ist er wieder da, alles gut.
Da wir uns weigern die unbefestigten Wege zu fahren, irren wir gefühlt stundenlang durch den Wald, bis die erste befestigte Straße in unserer Richtung kommt und die Kilometerzahl auf dem Navi endlich abnimmt.
Michels Schuppen
Der Hof ist immer noch ein Bauernhof. Es gibt Kühe, Schweine, Ziegen, Hühner und ganz viele Menschen, die sich, wie wir, alles anschauen wollen. Außerdem ist er da wieder, dieser typisch schwedische Geruch nach frischgebackenen Zimtschnecken. Kaum gerochen sofort schlägt der Magen Alarm…Hunger.
Wenig später stehen wir am Campingplatz in Vimmerby. Der Platz ist leider fast voll, 3 Nächte nicht möglich. Wir entscheiden uns für eine Nacht und bekommen einen aufgeweichten, nassen Stellplatz oben am Berg. Hier geht der Platz weiter und weiter….Menschen über Menschen. Ich finde es furchbar. Gut, dass wir unsere Pläne ändern mußten.
Hatten wir den ganzen Tag Glück mit dem Wetter. Es regnet immer nur beim Fahren. Sieht es jetzt schlechter aus. „Todesmutig“ grillen die Männer den gestern im Hafen von Gränna gekauften Fisch. Der Wind wird immer stärker und zwischendurch gibt es immer wieder Regenschauer. Entspannt essen sieht anders aus. Ich hoffe auf einen neuen Tag und der Himmel schickt zur Versöhnung einen Regenbogen. sis
Gränna eine kleine, typisch schwedische Stadt am Vättern mit einer ganzen Straße voller Zuckerstangen-Läden. Einer schöner als der andere. In jedem Laden gab es eine Zuckerbäckerwerkstatt und man konnte beim Kochen, Kneten, Rollen und Schneiden der Zuckerstangen zuschauen. Es roch nach Karamel, warmen Zuckersirup…süß und lecker. Fast schon eine willkommene Abwechslung war da der Knächebrot- Laden mit seinem Backofen und den vielen Sorten, die man auch alle kosten durfte.
Die eine oder andere Leckkerei fand auch den Weg in unsere Camper. Wie konnte das nur passieren?
Vättern…fast viermal größer als der Bodensee
Nach süß wird es technisch. In Huskvarna ist die Firma Husqvarna beheimatet. Es gibt ein Firmenmuseum und einen Teil der alten Schmiedehäuser, die heute Kunsthandwerker beheimaten. Die Schmiedehäuser waren sehr schön, leider hatten die Künstler fast alle ihre Läden zu.
Das Museum bietet auf 2 Etagen unzählige Exponate aus den Werkshallen von Husqvarna. Die Firma besteht seit 1689 und hat ihre Anfänge 1609 als Hersteller von Jagt- und Kriegsgewehren. In den über 300 Jahren wurden und werden Nähmaschinen, Herde, Bügeleisen, Fahrräder, Motorräder, Kettensägen, Rasenmäher und viele andere Sachen hergestellt.
Ich fand den ersten Teil des Tages und den Wasserfall neben dem Museum viel besser…bei Jörg war es bestimmt andersherum.
Kleiner See in Huskvarna
Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Stellplatz für die Nacht. Diesmal parken wir direkt an einem kleinen See. Der Wind ist unangenehm und ab und zu regnet es…also wird im Camper gekocht und nicht gegrillt, geschwommen aber trotzdem. sis
3.-4.08.2025 Göta Kanal, 21° sonnig mit etwas Regen
Wir fahren gen Süden, oder doch Westen? Auf alle Fälle Richtung Ostsee und Richtung Heimat. Gestern war nun endgültig Halbzeit für unseren Urlaub, das heißt: seit Stockholm befinden wir uns auf der Rückreise. Bis es soweit ist, wollen wir uns noch ein paar Highlights vom Schweden ansehen. Gestern begannen wir mit dem „Jahrtausendbauwerk von Schweden“. So seit 2020 der offizielle Name. 1810 angefangen zu bauen und nach 30 Jahren und mit Hilfe von über 7000 Bauarbeitern fertiggestellt. Es von den Schweden als das beliebteste Urlaubziel in einer Umfrage gewählt worden. Warum diese vollmundige Einführung? Wenn man nicht aufpasst, fährt man einfach vorbei ohne es gesehen zu haben. Es ist der Göta-Kanal. Eine künstliche Wasserstraße, die die Verbindung von der westlichen Ostsee bei Göteborg und der östlichen Ostsee nahe Stockholm bildet und alle großen Seen des Landes verbindet. Die Schwierigkeit dabei bilden der große Höhenunterschied von maximal 91 Metern zwischen den Seen und dem Meer. Dies wird mit 58 Schleusen ausgeglichen. Wir machen Halt an den Schleusen in Berg und fahren mit dem Fahrrad einige Kilometer links und rechts am Kanal entlang. Er liegt idyllisch zwischen Feldern und Wiesen. Ab und zu gibt es kleine Dörfer und Häuser mit Parkähnlichen Gartenanlagen. An kleinen Stegen kann man im Kanal baden und an den vielen Schleusen Segelboote oder auch große Ausflugsschiffe ( die geradeso reinpassen) beim Schleusen beobachten. Vor 200 Jahren wirtschaftlich ein Meilenstein, vergleichbar mit dem Eisenbahnbau in Amerika, heute einfach nur schön.
Heute rollen wir weiter am Vättern See entlang nach Gränna. Das soll die Zuckerstangen- Hauptstadt von Schweden sein, und nach Husqvarna, der Kettensägen- Stadt. sis
Der erste ungläubige und zaghafte Blick gen Himmel bestätigt die Wettervorhersage, Sonne, leichte Bewölkung, kein Regen. Juhu, die Freude ist groß!
Als hätten wir nie etwas anderes gemacht fahren wir heute Tunelbanan Richtung Altstadt (gestern haben wir ja ausgiebig geübt) und buchen uns als Erstes ein Ausflugsschiff Richtung Schären. Die Tour startet am Nachmittag und so haben wir genügend Zeit durch das Schloss und die Gamla Stan (Altstadt) zu bummeln.
Am Schloss wird der Vorplatz plötzlich abgesperrt und als neugierige Touristen bleiben wir natürlich stehen. Gleich muss hier etwas passieren. Es kommt aber keine königliche Hoheit, oder so, vorgefahren sondern die tägliche Wachablösung beginnt.
Königspalast
Die Altstadt ist wunderschön, viele kleine Läden und Restaurants laden zum Verweilen ein. Der typisch schwedische Duft von Zimtschnecken und Waffeln zieht durch die verwinkelten Gassen.
Das Wetter wird immer schöner. Am späten Nachmittag schippern wir zwischen den Schäreninseln und genießen den Moment.
Unser Ausflugsschiff
Nach einem Abendessen in der Stadt geht es zurück zum Stellplatz. Wir sind alle platt und freuen uns bei Zitrone und Klaus zu sein. Doch die Sonne steht tief am Horizont und trotz schmerzender Füße will ich den Sonnenuntergang sehen. Ich laufe Richtung Sonne los und nach kurzer Zeit finde ich den perfekten Ort für den heutigen Tagesausklang, einen Badeplatz mit Sonnenuntergang, wie für mich gemacht. Danke Stockholm. sis
Jeder Urlaub sollte sie haben, die besonderen Momente, die berühren, einfach schön sind, unvergesslich sich ins Gehirn brennen und an trüben Tagen zu Hause, die Sonne wieder scheinen lassen. Wenn man sie gemeinsam erlebt, sind sie noch besser…weil man dann sagen kann…weißt du noch.
So ein Moment ist jetzt: Picasso Skulptur in Kristinehamn am Vänern. Mangels anderer besichtigungswürdiger Stopps halten wir hier. Und sind total verzaubert, hier ist es schön. Nicht so unbedingt die Skulptur, die seit 1965 schon hier steht, sondern vom Ort.
Die Sonne scheint fast wolkenlos vom Himmel, das Wasser des Vänern glitzert leicht vor sich hin und scheint am Horizont endlos wie ein Meer. Die breiten Sonnenliegen laden zum Verweilen ein und eine kleine Badebucht zum Füße ins Wasser halten. Ein kleiner Junge spielt mit seinem Vater Steine flitschen im Wasser, perfekter Ort für eine perfekte Pause. Vor dem Weiterfahren gönnen wir uns noch ein leckeres Eis. Das Leben könnte so schön sein, leider werden bald dunkle Wolken am Camperhimmel aufziehen…aber dazu später mehr.
Einen anderen besonderen Moment hatte ich gestern. Mein Wunsch war die kleine Sauna auf dem See zu besuchen und als klar war…wir können sie mieten…gab es für mich kein Halten. Die Zitronenbesatzung machte sich alleine auf den Weg, da die anderen zwei sich das Geschehen lieber vom sicheren Ufer anschauen wollten. Wie recht sie hatten.
Zum Schlüssel für die Sauna gehörten noch ein Bootsschlüssel, Boot, Streichhölzer und Holz. Beladen mit Saunasachen, Sekt und Gläsern versuchten wir auf den See zu rudern und am Haus anzulegen. Garnicht so einfach. Nach ein paar extra Runden ums Haus war das Boot fest und alles trockenen Fußes angekommen. Der Rest war einfach nur schön.
Nach dem Sonnenuntergang und ausgiebigem Schwitzen beschlossen wir getrennt zum Ufer zu kommen. Jörg im Boot und ich schwimmend. Was für ein Abenteuer. sis
15.00 Uhr leise prasselt der Regen aufs Camperdach. Ich liege schön eingemummelt in der Zitone auf dem Bett. Alles ist ringsum still…Mittagspause.
Wir sind am See LillaLe, ein kleiner See unweit der norwegischen Grenze. Hier gibt es Seen, Wälder und Seen und Wälder.
Der Grund unseres Aufenthaltes ist groß, vierbeinig, mit Kulleraugen und einer Samtschnauze: Moose, Ålg oder Elch genannt.
Heute morgen besuchten wir die Dalslands Moose Ranch. Hier leben 16 Elche in einen sehr großen eingezäunten Wildgehege und 3 mal am Tag gibt es eine Fütterung, zu der die Elche freiwillig kommen können.
11.00 Uhr sind wir zur Stelle und füttern mit frischen Birkenzweigen die 6 erschienen Jungelche, welche größer als erwartet sind. Auch die Schnauze und das Fell dürfen gestreichelt werden, wenn man sich traut.
Anschließend spazieren wir durch den Wald und entdecken noch den ein oder anderen Elch (meist weibliche) mit Kids.
Die Dame hatte kein Bock auf ein Bild mit mir.
Weiter geht es über Berg und Tal bis zu einem kleinen Teich und vorbei an unzähligen Heidelbeer- und PreiselbeerSträuchern.
Zurück am Camper setzt der prognostizierte Regen ein und wir erholen uns von der Wanderung bei einer Fika ( diesmal ohne großartigen schwedischen Kuchen).
Die Männer überlegen noch ob sie ihre mitgebrachten Angeln ausprobieren wollen und ich will auf alle Fälle, die kleine Sauna auf dem See testen…aber alles der Reihe nach…wir haben ja Urlaub. sis
Das kleine Haus mitten auf den See ist die Sauna.Sonnenuntergangs- Junkies
Ups, was habe ich denn da gebucht. Das war mein erster Gedanke als wir bei Brigittes Farm in Cathuia ankamen. Eine freundliche Schweizerin mir Rastalocken begrüßt uns . Zeigt uns erstmal die Faultiere die in ihren Bäumen über dem Frühstücksplatz leben und sagt dann wir müssen jetzt mit dem Auto zur Lodge fahren. Steigt mal ein, neben dem Hund ist noch Platz, und stört euch nicht an den Pferdesachen. Wir fahren eine kurze Strecke in den Wald. Dort stehen zwei kleine Holzhäuser. Sonst gibt es nur Natur . Wir merken schnell dass es eine kleine Oase ist. Das Meer ist nur 200 Meter entfernt und der kleine Ort ist auch nicht weit weg. Zum Frühstück müssen wir ca. 500 m laufen. Brigitte ist vor 40 Jahren dort hängen geblieben und hat die kleine Farm gegründet. Sie bietet Reittouren , Nachtwanderungen und Kochkurse an.
Unsere Lodge und der Frühstücksplatz
Im Ort dudelt viel Raggee Musik. Man könnte auch denken man ist auf Jamaika. Das sind wohl noch die Überbleibsel längst vergangener Zeiten.
Wir lassen uns es zwei Tage gut gehen . Genießen den Sonnenaufgang auf der Terrasse. Schauen den Affen beim klettern und Vögel beim Nestbau zu und gehen baden und noch ein bißchen wandern. So geht die Zeit schnell vorbei.
Wir hatten eine schöne Reise. Costa Rica ist ein grünes Land , sauber und sicher. Allerdings auch teuer. Die Entscheidung mit einer Gruppe zu reisen war gut. Ohne Guide hätten wir bestimmt nicht so viel über die Tier- und Pflanzenwelt gelernt. Auch hätten wir so maches Tier erst gar nicht gesehen. Ein Nachteil ist allerdings das man wirklich nur die typischen Touristen Ecken zu sehen bekommt und auch nur in Touristen Plätzen Rast macht. Das hätten wir bestimmt ab und zu etwas anders gemacht.
Tortugero ist eine Lagunenlandschaft , direkt an der Karibischen Küste. Durchzogen von vielen Kanälen und kleinen Wasserstraßen.
Der Weg dorthin ist mühselig. Es geht ca 30 km über eine Schotterpiste. Durch große Bananenplantagen von Chiquita und Del Monte. Dann steigt man in ein Boot um und fährt zwei Stunden durch die Lagune um im Ort anzukommen.
Der Name Tortugero bedeuet Schildkrötenjäger. Jahrhundert lebte der Ort vom Handel mit Schildkröten. In den 1950er Jahren stand die Grüne Meersschildkröte kurz vor dem Assterben. Man gründete den ca 35 km langen Nationalpark. Entlang der Karibischen Küste ist es das wichtiste Brutgebiet der Grünen Meeresschildkröte und der Karett Schildkröte. Der Strand darf Nachts nicht betreten werden und während der Brutzeit werden die Nester besonders bewacht.
Dies ist der einzige Nationalpark, welcher dauerhaft bewoht ist. Mittlerweile gibt es acht Lodgs mit 150000 Touristen im Jahr. Der Ort selbst ist klein und biete trotzdem alles was ein Tourist so braucht. Von Soueniers bis Streetfood.
Wir unternehmen kurze Wanderungen und erkunden die Lagune auf Bootstouren. Vom Boot aus beobachten wir Seeadler, Reiher , Langhalsvogel, Klippfischer, Affen und noch so einiges. Die Lagunenlandschaft ist sehr beeindruckend. Viele Kanäle schlängeln sich durch die Tropen. Alles ist feucht heiß. Jede Nacht regnet es und ab April wird es auch am Tag immer wieder regnen. Niederschlag 6000 mm pro Jahr.
Ich finde das ganze etwas widersprüchlich. Tatsächlich achtet man sehr auf die Natur und ist umweltbewusst. Auf der anderen Seite ist es dann doch auch Massentourimus wenn hier so viele Menschen im Jahr hinkommen.
Für uns endet die gemeinsame Reise mit den zwei Schweizer Paaren heute. Die Wege trennen sich. Wir fahren noch für zwei Tage an den Strand. Die einen kehren nach Hause zurück und die anderen beiden reisen noch etwas weiter.
Heute steht der Besuch der Familie Gomes auf ihrer Finca auf dem Programm. Roberto hat vor 30 Jahren das Land gekauft und mit seiner Familie eine organische Farm gegründet. Nach und nach kam dann der Ökotourismus hinzu. Es wird Ananas, Zuckerrohr, Gemüse, Pfeffer und Zimt angebaut. Wir dürfen Ananas direkt vom Feld probieren. Super lecker. Es gibt jetzt eine Ananassorte die ist innen pink. Da kostet eine Frucht 20 Dollar. Schmeckt aber auch nicht anders. Man versucht sehr im Einklang mit der Natur zu leben. Wir sehen Vögel, rote Frösche, grüne Frösche , große Spinnen.
Zum Mittagessen gibt es Fisch, den der Bauer zwei Stunden vorher aus dem Teich geholt hat.
Am Nachmittag fahren wir in das Tirimbina Regenwaldreserat. Eine kleinee Wanderung führt uns mal wieder über eine Hängebrücke. Hier haben wir gute Sicht auf den Fluss. Man kann ihn befahren. Auch Rafting Touren werden angeboten. Vorausgesetzt der Fluß führt genug Wasser. Anschließend erklärt uns ein Guide alles wissenswerte über den Anbau und die Verarbeitung von Kakao .
Nach wie vor ist vieles Handarbeit. Egal welche Früchte, sie werden per Hand geerntet. Auch weden die Setzlinge per Hand gepflanzt.