19. Sep. Monkey Mia – Kalbarri
Wir verlassen die Delfine und fahren weiter Richtung Süden. In Denham sehen wir uns ein Ocean Park an. Der Name ist etwas hoch gegriffen. Es gibt Becken mit vielen verschiedenen Fischen, Schildkröten und Haien. Ein Guide erklärt recht ausführlich die Besonderheiten und das Leben dieser Tiere. Nächster Stopp ist Shell Beach. Ein Muschelstrand der durch die Meeresbrandung in vielen tausend Jahren entstanden ist. Es ist Ebbe. Das Meer weit weg . Nur weiße feine Muscheln so weit das Auge reicht. Unser Weg geht über den Highway nach Kabarri. Die Landschaft ändert sich immer mal wieder. Flaches Land mit Büschen und Sträuchern die in vielen Farben blühen. Ein schönes Bild. Dann rießige Getreidefelder ohne dass man auch nur ahnen kann wo eine Farm ist. In Kalbarri wollen wir eine Tour durch eine George machen um uns eine tolle Felswand mit einem Loch anzusehen. Wir sind etwas enttäuscht als wir feststellen müssen, dass es nicht möglich ist mit dem Auto dort hin zu fahren. Es gibt nur geführte Touren, ziemlich teuer . Na dann nicht. Also Campingplatz suchen. Warm anziehen, es ist sehr windig, und am Meer den Sonnenuntergang ansehen. Heute wollen wir mal Fisch essen gehen. Wir müssen uns beeilen, da um halb neun schon alles schläft. Zum Abschluß noch ein Glas Wein und eine Runde Stopp den Bus im Camper.
BäM
Delphine
18.09.2015 MonkeyMia- Bucht mit Campingplatz, Hotel und kleinen Strandhäusern und einem Info-center : hier soll es morgens 7.45 die Fütterung wilder Delphine geben.
Wir gehen gemeinsam mit vielen anderen Touristen morgens an den Strand. 7.30 alle Touristen versammelt mit suchenden Blicken auf das Wasser und die Bucht.
7.45 pünktlich erscheinen die ersten Rückenflossen im Wasser. Delphine.
Eine Rangerin des Nationalparks erzählt viel Wissenswertes über die Tiere, inzwischen sind es drei.
Alle Besucher dürfen mit den Füßen in das Wasser und die Delphine kommen bis auf 1-2 Meter direkt an den Strand. Es gibt für jeden von den Delphinen 3 Fische (aus der Hand von Touristen) und dann ist das Spektakel vorbei und die Delphine weg.
Wir entschließen uns, entgegen den gestrigen Planungen doch noch hier zu bleiben und ein wenig zu baden. Am Pier gibt es Schildkröten und Rochen, mit denen wollen wir zusammen baden, was uns auch gelingt.

Nach dem Frühstück geht es an den Strand und kurz bevor wir zum Nachmittagskaffee 13.00 in den Camper zurückwollen, passiert es. Die Delphine kommen mit der einsetzenden Flut in die Bucht zurück. Sie machen sich einen Spaß daraus zwischen den Badenden hin und her zu schwimmen und Jörg wir von Zweien eingekreist. Sie schwimmen so nah, das ich ihre kalte glatte Haut an meinem Bein spüren kann und Jörg einen Schreck bekommt, als ihn einer von hinten anstupst. Ich kann es nicht fassen: Gänze-Haut-Moment!!!!

Später sitzen wir alle am Strand, lesen, relaxen und keine 2 Meter entfernt im Wasser, spielen die Delphine fangen. Irgendwie unwirklich. Um 16.00 Uhr sind alle Delphine weg. Die Bucht sieht wieder aus wie jede x-beliebige.
Wir starten kurz danach zu einer Katamaran-Fahrt um den Tag ausklingen zu lassen und noch ein wenig mehr Tiere zu beobachten. Das Gebiet gehört zur Shark-Bay, Weltnaturerbe und Lebensraum vieler Haie, Dungons usw. Diese wollen nicht gefunden werden, aber die Sonne färbt das Meer in schwerfließendes Silber, später in Göldtöne. Die Segel flattern über unseren Köpfen, aus den Lautsprechern ertönt: A Beautiful Day, die Sonne geht unter. Mehr geht nicht.
Coral Bay und Carnarvon
Welcher Tag und welches Datum haben wir heute? Das ist eine der großen Herausforderungen, die uns als Camper und Dauerreisenden immer wieder gestellt wird. Da wir unseren Plan nur als Tipgeber betrachten und einen Tag vorraus sind, hilft uns dieser auch nicht weiter.
Also heute ist Donnerstag, der vorletzte in Australien. Gestern sind wir im Cape Range Nationalpark aufgebrochen und wir hatten große Sorgen. Eine Lampe im Cockpit unseres Campers leuchtete. Das hatten wir schon einmal und kurz danach fuhr er nicht mehr. Mehrere Anrufe bei der Hotline strapazieren unser „tolles“ Englisch und nach einigem hin-und her, kurz bevor der Mechaniker anrückt, ist sie wieder aus. Hoffentlich bleibt sie das auch.
Die gelbe Lampe trübt die Stimmung und wir bleiben nur kurz in Coral Bay, da wir eine größere Stadt mit einer Werkstatt vorziehen. So kommen wir am Abend in Carnarvon an, finden einen Grillplatz, schmeißen unsere Reste auf den BBQ und campen wieder mal wild im Bootshafen.
Genau hier wollen wir am frühen Morgen Fisch kaufen. 8.00 Uhr ist aber für die australischen Fischer zu früh und wir sehen nur ein paar Boote einlaufen, aber ohne Fisch.
In Carnarvon gibt es eine Jetty (Landungsbrücke, Mole, Bootsanleger) die historisch, sehr wackelig, aber mit einer Eisenbahn obendrauf ausgestattet ist. Nach einiger Suche finden wir diese und gehen die eine Meile auf der Jetty spazieren ohne die kleine Bimmelbahn auszuprobieren.
Gegen Mittag wird es Zeit wieder aufzubrechen und die nächsten 350 km bis nach MonkeyMia zu fahren.
Unterwegs halten wir noch kurz am Hamelin Pool an, dort sind Stromatoliten zu sehen, irgendwie erdgeschichtlich wichtig, aber nicht unbedingt sehenswert.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir das Resort MonkeyMia, dort soll es Delphine geben. Der Campingplatz ist hoffnungslos überfüllt. Wir quetschen unsere „schmalen“ Camper noch irgendwo hin und dank einer kleinen Sprachschwierigkeit und etwas Pragmatismus, wird das der günstigste und schönste Campingplatz unseres Urlaubs.
Zu später Stunde gibt es frische Garnelen und frisch gegrillten Fisch aus Carnarvon (gegen Mittag hatten wir dann doch noch ein Geschäft gefunden) und nette Gespräche mit Mitcampern in der Freiluftküche des Campingplatzes.
Tagsüber heiße 29 Grad, sis
Exmouth
14.9.-15.9.15
Die Nacht haben wir auf dem Parkplatz des Einkaufzentrums übernachtet.(hatten vorher einen schönen Platz gefunden, aber Wildcampen direkt vor der Polizeistation, das hat den Polizisten nicht gefallen. sis) Also gehen wir erst mal Vorräte auffrischen. Es ist alles ziemlich teuer. Also beschränken wir uns auf das Nötigste. Danach geht’s erst mal wieder zum Infocenter. Was kann man hier so alles sehen und erleben? Exmouth liegt direkt am Meer, mit dem Ningaloo Reef. Wir entscheiden uns in den Cape Range National Park zu fahren. Dort gibt es auch Campingplätze. Erster Stopp ist der Leuchtturm.
Vor hier sehen wir in weiter Ferne Wale aus dem Wasser springen.
Auch am Turtle Center wird Halt gemacht. Es ist allerdings nur ein Strandabschnitt an dem die Schildkröten ihre Eier ablegen. Zurzeit ist weit und breit nichts zu sehen, da sie die meiste Zeit im Wasser verbringen. Am Eingang des Nationalparks müssen wir schon einmal einen Campingpatz buchen. Wir ergattern den letzten des Tages. Wildcampen ist verboten. Im Park gibt es nur eine Straße mit vielen Abzweigungen zu wunderschönen Buchten. Aus den Büschen hüpfen Kängurus heraus und es laufen jede Menge Emus herum. In einer der Buchten legen wir uns in den warmen Strand. Beim Schnorcheln sehen wir die tollsten Fische. Es schillert in allen Farben. Große, kleine, lange, alles vertreten. Die Strömung ist ziemlich stark, so dass wir aufpassen müssen, wo wir hingetrieben werden. Wir genießen den Nachmittag am Strand.
Gegen Abend müssen wir unseren Campingplatz aufsuchen. Plötzlich läuft was Stacheliges direkt vor unser Auto und spielt totes Tier. Ein Echidna. Sieht aus wie ein großer Igel mit ganz langer spitzer Nase.
Da wir schon so viele tote Tiere auf dieser Straße gesehen haben, fahren wir jetzt vorsichtig weiter. Der Campingplatz, nur ein Stellplatz für das Auto, liegt direkt am Meer, wir können aus dem Auto die Wellen sehen. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Auch Emus gibt es viele.
Die Nacht war stürmisch und kalt, aber schon am frühen Morgen klettern die Temperaturen und wir entscheiden uns, einfach noch einen Tag und eine Nacht hier zu bleiben. Wir genießen den Tag am und im Wasser. Lassen uns von der Sonne (fast) verbrennen und faulenzen. Erst nachdem die Sonne rot glühend im Meer verschwunden ist verlassen wir den Strand.
BäM
Unterwegs
13.09.2015 Wir sind wieder on Tour. Irgendwie erwische ich immer die Berichte über die Fahrtage. Nach einer Nacht auf einem Campground im Karijine NP sehen wir uns, die für uns letzte zugängliche Schlucht mit Wasserfall an, Joffre Falls. Man kann auch in diese Schlucht klettern, aber sie ist mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad, Stufe 5, ausgeschrieben und wir hatten gestern beschlossen, dass Stufe 4 uns genügend abverlangt. (selbst die Männer wollen nicht) Also noch ein paar schöne Bilder gemacht und zurück auf die Straße wieder Richtung Indischer Ozean. Das nächste Ziel ist Exmouth, an der Küste und Eingang zum Ningaloo Reef. Dort wollen wir noch einmal schnorcheln, 2 Tage faulenzen und baden. Wir hoffen das Wetter erlaubt es uns.
Es ist zwar wunderschön, meist wolkenloser sonniger Himmel, aber die Temperaturen nehmen deutlich ab. Besonders nachts und am frühen Morgen muss man sich jetzt wärmer anziehen ( kleine Strickjacke ). Ihr wundert euch wahrscheinlich schon, warum wir immer so früh aufstehen? Wir haben uns den äußerlichen Gegebenheiten angepasst, die Sonne geht um ca 18.00 Uhr unter, 19.00 Uhr ist es stockduster (Winter halt), da bleibt nur noch etwas kochen, essen, eine kleine Runde „den Bus stopen“ und dann ins Bett. Und wer um 22.00 Uhr ins Bett geht ist spätestens 6.00 Uhr zum Sonnenaufgang fit. Das muss man auch bei den langen geraden Straßen, fahren mit Übermüdung geht hier gar nicht.
Das Sonnenaufgang-und Untergangsleben hat noch einen Nebeneffekt: Ich habe schon gefühlte 150 Bilder von tollen, romantischen, atemberaubenden Sonnenauf-und -untergängen gemacht. Hoffentlich weiß ich dann noch was, wann, wo war.
On the Road zwischen Tom Price und Exmouth, 11.00 Uhr, 25 Grad sis
Karijini Nationalpark
Das hatten wir auch noch nicht. Auf dem Parkplatz im Nichts erleben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang. Kurze Zeit später machen wir uns auf den Weg. Nach einigen Kilometern ändert sich die Landschaft. In der Ferne ist ein Gebirgszug zu sehen. Rechts und links blüht Gestrüpp fliederfarben und rot und duftet sehr intensiv.

Wir fahren zum Visitor Center um uns zu informieren welche Teile des Parks wir besuchen können . Schon dieses Center ist sehenswert. Von außen kaum zu erkennen , innen viel Information über die Natur , die Schluchten und das Leben hier. Wir lassen uns zwei Wanderkarten geben und fahren zum Parkplatz. Eincremen, Wanderschuhe an, Hut auf und los geht’s. Bis zum Rand der Schlucht ist noch ganz einfach, aber schon der Blick nach unten macht schwindelig. In 100 Meter Tiefe ist ein Fluß und da wollen wir hin. Es geht sehr steil bergab. Zum Teil nur über kleine Felsvorsprünge und Leitern an den Hängen. Doch wir alle schaffen es hinab, wandern durch die wunderschöne Schlucht, baden am Ende im Felspool und machen uns zufrieden auf den Rückweg zum Camper.
Später fahren wir zur nächsten Schlucht, leider geht es dort nur über rote huppelige Pisten. Der Ranger hatte bestätigt, das es für unsere Camper möglich wäre diese zu fahren. Wir hatten zwischendurch starke Bedenken, aber trotz einiger loser Schrauben, genießen wir am Ende einen atemberaubenden Blick in 7 verschiedene Schluchten. Der Weg hat sich gelohnt. Eine weitere Wanderung lassen wir, da diese Schluchten noch tiefer und enger sind, als die von heute morgen.
BäM, sis
Vom Niemandsland ins Nichts
11.09.15 Heute müssen wir Kilometer machen. Von Broome geht es nach Port Hedland und weiter in den Karijine Nationalpark. Wir wollen fahren bis es dunkel wird und sehen, wie weit wir dann gekommen sind. Lange haben wir überlegt, ob wir überhaupt diesen Schlänker ins Landesinnere überhaupt machen sollen. Leider sind die Naturwunder immer mit harter Arbeit in Form von anstrengenden oft mehrstündigen Wanderungen verbunden. Bei 40 Grad in der Sonne will ich mir das nur antun, wenn es danach auch „WAU“ macht. Aber ein netter Italiener hat so viel vom Nationalpark geschwärmt und die freundliche Dame vom I-Site hat unsere Bedenken bezüglich der unbefestigten Straßen ausgeräumt. Also geht es 7 Uhr los. Dachten wir bisher die Gegend ist verlassen und einsam, so sollte es noch schlimmer kommen. Wir fahren seitlich an der großen Sandwüste vorbei, 610 km, mit genau 2 Roadhouses (Möglichkeiten zum Tanken und etwas zu Trinken) und sonst nichts. Eins hat den bezeichnenden Namen „Sandfire“, die Sandstürme sehen auch aus wie Feuer von weitem, rote Wolken verdunkeln den Himmel oder kleine Wirbelstürme von Sand fegen in der Ferne übers Land.
Danach kommt Port Hedland, der große Hafen zum Verladen aller Bodenschätze, die aus den Minen im Umland gefördert werden. Hier ist alles etwas größer. Wir müssen ca. 15 Minuten warten bis ein 3 Kilometer langer Zug über dem Bahnsteig gefahren ist, die Straßen haben Beleuchtung und es sind nur diese riesigen Roadtrains unterwegs, LKW`s mit bis zu 4 Anhängern.

Weiter geht’s bis die Dunkelheit uns auf einen Parkplatz am Straßenrand zwingt, ca. 760 km geschafft und fix und fertig. Bis zum Nationalpark sind es noch 150 km.
Gute Nacht aus den Irgendwo, warme 29 Grad, sis
Broome
9.09.2015 und 10.09.2015 wir sind angekommen. Indischer Ozean. Türkisblaues Wasser. Alles wunderbar.
Broome erwartet uns mit azurblauen Wasser und der ersten Wolke seit Tagen. Wir haben erst einmal am wunderschönen Cable Beach gebadet. Gott sei Dank, denn am nächsten Morgen nach dem „Catch oft the day“ = jellyfish (gefährliche Quallen) war das Baden verboten. Bevor wir am zweiten Tag an den Strand fuhren, konnten wir dank Mc Donald Nachrichten aus der Heimat empfangen und neue Einträge in den Blog stellen. Dort erreichte uns auch die Nachricht vom neuen Bürgermeister. Leider haben wir die Party nur knapp verpasst. Gut gelaunt gingen wir auf Shoppingtour. Broome ist die Stadt der Perlen. Wir haben einige schöne Souvenirs erstanden. Es gab zu viel Perlen: noch etwas ausgiebiger geshoppt und wir hätten den Urlaub wegen finanzieller Impotenz beenden müssen.
Abends sehen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand und essen in Erinnerung an unseren 5. Mitreisenden „Fisch and Chips“. (Es hätte dir gefallen, Aaron!) Der Himmel glüht im tiefsten Rot und uns fällt der Abschied von Broome am nächsten Tag sehr schwer.
J, sis, BäM, M
Quer durchs Land

8.09.2015 5.30 geht die Sonne auf und wir stehen mit ihr auf. Gestern mussten wir zum 3. Mal die Uhr umstellen (1 ½ Stunden vor) doch unser Körper lässt sich nicht so leicht umstellen. Ich traue mich bei den ersten Sonnenstrahlen in das erfrischende Nass des Old River. Die Stelle ist als Badestelle ausgezeichnet, aber gestern beim Flug erzählte uns Sam, der Pilot, es gibt jede Menge Freschies (kleinere Frischwasserkrokodile) im Fluss und im Stausee. Nur kurz und nah am Ufer, zum Glück ist das Wasser glasklar, dauert die Erfrischung im Wasser. Der Wasserkessel pfeift schon als ich zurück komme und 7.00 Uhr sitzen wir alle abfahrbereit in den Campern. Heute stehen 650 km auf dem Plan, quer durch Westaustralien, damit wir hoffentlich morgen das Blau des Indischen Ozeans sehen.
Es läuft gut auf der Straße, während Jörg fährt, tippe ich diese Zeilen in den Computer. Es ist zwar ab und zu etwas holprig, aber die Straßen sind größtenteils Schnurgerade.

Rechts und links sehen wir viele Affenbrotbäume, sie wachsen hauptsächlich in Westaustralien und begrüßten uns schon an der Grenze. Ihre Stämme sehen aus wie dicke Flaschen mit einem Gewirr von langen Ästen auf dem Kopf, manchmal stehen zwei ganz dicht zusammen und sehen aus wie ein Liebespaar. Außerdem gibt es jede Menge Termitenhügel. Schon im Kakadu-NP haben wir viele gesehen, riesige Kathedralhügel- ähnlich wie die Sagrada Familia in Barcelona (nur nicht so hoch)-, dann welche die Grabsteinen glichen und streng nach der Sonne ausgerichtet waren. Später standen sie wie Säulen an der Straße und Witzbolde hatten hin und wieder welche mit T-Shirts verkleidet. Jetzt sind wir bei Hügeln, die eher wie ein großer Elefantenhaufen aussehen. Jörg meint: die hätten sich aber nicht viel Mühe gegeben.

Es ist jetzt 12 Uhr und die Sonne brennt. Seit 3 Tagen haben wir keine Wolke am Himmel gesehen, trotzdem ist die Temperatur etwas angenehmer, vor allem nachts. Heute Nacht haben wir die Decken heraus gekramt, bisher hatten wir sie noch nicht benötigt gehabt.
Wir werden hoffentlich morgen in Broome ankommen und dort auch eine Möglichkeit finden Internet zu nutzen. Wir sind alle gespannt auf den Verlauf der Bürgermeisterwahl, falls noch nicht geschehen, könnte uns das ja mal jemand mitteilen, und auch sonstige Nachrichten / Kommentare sind immer willkommen. Dann haben wir wenigstens das Gefühl nicht ganz so weit weg zu sein. Danke an alle die bisher geschrieben haben
15.00 Uhr immer noch on Tour, zwischendurch war uns das M-Mobil mal abhanden gekommen. Dort hat der Fahrer gewechselt und jetzt geht etwas schneller voran. Meist fahren wir zwischen 100-110 km, und wir müssen vorsichtig sein, da jede Menge Tiere unterwegs sind. Tote Kühe, Schweine und Kängurus sieht man immer wieder, dazu kommen oft freilaufende Pferde am Straßenrand. Vor 2 Tagen wollte sich sogar ein Esel von uns überfahren lassen, der überlegte sich erst kurzfristig vor unserem Camper über die Straße zu gehen.
Irgendwo im nirgendwo, 35 Grad , bis jetzt 530 km sis
Über den Bungle Bungles
07.09.15 Wir wollen heute hoch hinaus: fliegen über den Bungle Bungles. Eine besondere Felsformation, die so abseits liegt, dass sie erst um 1980 entdeckt worden ist und später wegen ihrer Einzigartigkeit als Weltnaturerbe eingestuft wurde. Es gibt nur 2 Wege sie zu sehen: fliegen oder mit einem Allradfahrzeug die einzige 200 km lange Straße fahren. Nach einigen Überlegungen…ob und wie…entscheiden wir uns für ein kleines Motorflugzeug mit max. 5 Passagieren.
Den Flug buchen wir im Informationszentrum von Kununurra, welches wir am frühen Morgen noch vor der Öffnung erreichen. Das gibt es, glaube ich, nur in Australien, du fährst morgens um kurz nach 8.00 Uhr los, 100 km weit, der Camper wird zusätzlich an der Grenze nach Westaustralien gründlich durchsucht, unsere Zwiebeln, die Gurke und der Honig schaffen den Grenzübertritt nicht und bist um 8.30 Uhr in Kununurra am I-Site. Toll oder??!! Wir können zaubern!
Unser Pilot holt uns 13.30 Uhr am Touristencenter ab, vorher decken wir uns mit neuen Obst-und Gemüse ein und versuchen ein wenig zu shoppen, was aber am mageren Angebot oder an den horrenden Preisen, scheitert. In der Nähe von Kununurra werden die einzigen rosa Diamanten weltweit abgebaut. Wir (BäM und ich) träumen von ein paar kleinen rosa Ohrsteckern, aber die 600.000 Dollar nur für die Steine waren dann doch zu viel.
Unser Pilot ist sehr nett (Sam) und das Flugzeug ist klein, sehr klein.
Bevor wir einsteigen dürfen müssen wir auf die Waage (super toll… ) Okay, wir 4 dürfen einsteigen und los geht es. Wir fliegen über den Lake Argyle, einem 90 km langen Stausee, über die Diamantenmine, viele Berge, Schluchten, riesige Rinderfarmen und die Bungle Bungles. Nach holprigen und etwas wackligen 2 Stunden sind wir auf der Erde zurück. Für mich war das heute der absolute Knaller!!!
















