
Ein kleiner See im Nirgendwo des Algonquin Parks mit einer Blockhütte. Eine genaue Adresse gibt es nicht, nur GPS Koordinaten und eine etwas dürftige Zeichnung. Der Weg von Toronto hier in die Wildnis wird erst schön als die Autoschlangen aufhören, die Straßen kleiner werden und die Bäume bunter. 300 km weiter im Norden ist die Welt gelb, rot, grün und umgeben von Seen und Tümpeln. 12.30 Uhr ist Treffpunkt in der Blockhütte. Wir sind gespannt was uns erwartet.

In der Hütte treffen wir auf unsere Gruppe für die nächsten Tage, 3 Schweizer, mit uns 5 Deutsche und eine Kanadierin. Wir werden uns bemühen die nächsten Tage englisch zu sprechen, damit Paula in Kanada auch etwas versteht….verrückte Welt.
Nach einem leckeren Essen geht es mit unserer ersten Kanutour los. Keine 2 Minuten später müssen schon 2 pitschnaß umkehren, da das Boot kentert, bei 12 Grad Luft und 10 Grad Wassertemperatur keine Freude. Wir gehen auch baden, später… völlig freiwillig nach einem entspannten Saunagang am Nachmittag.

Saunahaus mit der einzigen Dusche
Die Hütte hat 5 Schlafzimmer, 2 Toiletten, ein großes Wohn- und Esszimmer und eine Küche. Was es nicht gibt ist Strom, warmes WWasser und Handyempfang. Essen wird auf dem Feuer gekocht, Wärme kommt aus dem Kamin, beleuchtet wird mit Kerzen und Petroleumlampen. Auch die Sauna wird mit Ofen beheizt, der einen Wasserbehälter heizt zum Duschen.



Nach dem Abendbrot paddeln wir alle gemeinsam in einem großen Kanu auf den See, sehen die Sonne untergehen, hören auf die Stimmen der Tiere und paddeln im Mondschein zurück. Ich bin romantisch verzückt….


Die letzten Stunden des Tages lassen wir vor dem Kamin auf dem riesigen weichen Sofa bei Kerzenschein und Tee ausklingen. Jetzt doch in Deutsch…Paula schläft schon. sis