Monteverde

Die Fahrt führt uns heute wieder in den Norden. Auf der Panamerica geht es erstmal eine Weile der Küste entlang . Wir sehen große Palmölplantagen. Die Ölsamen werden mit einer langen Alustange abgeschnitten , anschließend von Arbeitern auf Ochsenkarren  geladen.  Danach werden sie zu einem größeren Container  an einem befahrbar Weg gebracht und dort umgeladen.

Wir verlassen die Küste und fahren in die Berge. Hier ist gerade Trockenzeit. Manche  Baüme sehen wie abgestorben aus, andere  verlieren komplett ihre Blätter um in voller Blüte dazustehen.  Beim ersten Regen wird dann alles wieder grün.  Aber trotz Trockenzeit sieht alles unglaublich grün aus.

Wir fahren über Schotterpisten langsam bergauf und bergab. Auf einer kleinen  Farm, mitten in den Bergen, lernen wir wie Kaffee, Bananen, Zuckerrohr  und Gemüse angebaut und verarbeitet wird.

Kaffeebohnen

Die Fahrt geht weiter in das Berdorf San Louis. In der Dunkelheit unternehmen wir noch eine Wanderung  um die nachtaktiven Tier zu sehen. So ganz viel lässt sich nicht blicken.  Aber kleine Frösche, Skorpion,  Tarantula und einiges mehr können wir gut beobachten

Heuschrecke

Manuel Antonio

Manuel Antonio ist der kleinste Nationalpark in Costa Rica und sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt . Er liegt direkt am Pazifik. 

Die Gegend war früher eine große  Bananen Plantage. Durch ein Virus sind die Bananen  abgestorben. Der Namensgeber war Pflücker auf der Plantage. Durch hohen Pestizid Einsatz ist er an einer Krebserkrankung  gestorben.  Zu Lebzeiten hat er noch dafür gesorgt dass die Gegend nicht wieder  bepflanzt  wird , sondern  als Naturschutz Gebiet ausgewiesen wird.

Beim Eintritt  wird man genau kontrolliert.  Es dürfen keine Lebensmittel oder Plastikflaschen  mit in den Park genommen  werden.  Wir werden schon von Weiskopf Kapuziner Affen empfangen. Die sind ganz schön frech und können einem schon mal die Tasche klauen. ( deshalb die Vorschrift mit den Lebensmitteln).

Die Wege im Park dürfen nicht verlassen werden. Es gibt so viele kleine Tiere, und die meisten sind gut getarnt. Ohne einen Gide hätten wir bestimmt nur die Hälfte gesehen. Es ist immer ganz lustig wenn plötzlich ca 10 Personen in die Höhe starren und man lange suchen muss bis man das Tier dann endlich auch sieht.im

Faultier

Unser Highlight  ist natürlich  das Faultier Tatsächlich  hat er sich auch mal kurz bewegt.

Heuschrecke

Im Park gibt es drei schöne Strände, an welchen man sich nach der Wanderung  wunderbar erholen  kann.

Quepos

Wir habe ja, nach einigem hin und her, eine Gruppenreise gebucht. Außer uns sind noch zwei Paare dabei.  Unser Reiseleiter spricht gut deutsch und erzählt gleich ganz viel.

Die Reise beginnt heute durch malerische Landschaften.  Es geht Richtung Pazifik. San Jose liegt etwas auf 1200 Metern.  Also geht es über gut ausgebaute Straßen  bergab . Unser erster Stop ist am Tacoles Fluss. Hier leben  riesige amerikanische Krokodile.

Nach einem kurzen Spaziergang, auf dem wir die ersten roten Aras sehen geht es weiter mit einer Bootstour. Ich kann mir die Namen der Vögel gar nicht alle merken ,die wir zu Gesicht bekommen. Das Highlight ist dann laut Reiseleiter  das große Krokodil. Tyson. Man gibt den Tieren hier Namen. Etwa 80 Jahre alt und ca. 4 m lang. Wirklich beeindruckend.

Der hatte keine Lust zu fliegen und ist auf dem Boot mitgefahren
Seeadler

Nachmittags fahren wir die meiste Zeit an der Küste entlang  bis zum Manuel Antonio Park. Hier  beziehen wir uns Hotel für die nächsten zwei Nächte. Bei 30 Grad freue ich mich auf den Pool,  nur um festzustellen dass das Wasser darin noch wärmer ist. Also nichts mit Erfrischung,  aber trotzdem schön.

Pure Verde Costa Rica

Reines Leben reiche Küste

Bevor wir die Reise beginnen noch ein paar allgemeine Infos.

Costa Rica. Ein kleines Land in Zentralamerika mit ca. 5,5 Millio en Einwohnern.  Auf der einen Seite der Pazifik,  auf der anderen das Karibische Meer.  Es gibt viele Vulkane  und Berges.  Die Baumgrenze endet erst ab 3000 Meter, deshalb ist alles grün. Schon lange wird Kaffe, Ananas  und Bananen exportiert, aber auch Gold und Silber findet man.  Heute lebt man zu 60 Prozent  vom Tourismus. 25 Prozent der Fläche stehen unter Naturschutz  oder sind Parks.  Es leben hier unzählige Vogelarten, Faultiere , Affen, Pumas und anderes mehr.Man lebt hier mit der Natur ,  also sehr nachhaltig . Der Strom kommt zu 100Prozent aus erneuerbaren Energien .

              Costa Rica

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir Montag am späten Nachmittag gut in  Costa Rica gelandet. Nochmals eine Stunde Fahrt und wir sind endlich im Hotel. Am Abend hatten wir das Bedürfnis uns noch etwas zu bewegen. Leider liegt das Hotel etwas abseits uns wir sind nicht ganz so weit gekommen.

Dienstag Vormittag machen wir uns auf den Weg die Innenstadt von San Jose zu besichtigen. Die Stadt ist Schachbrettartig aufgebaut.  Es herscht reger Betrieb und es ist laut. So ganz viel Bauten aus der Colonialzeit hat die Stadt nicht mehr  bieten. Zwischen Zement Fasaden gibt es aber noch einiges zu entdecken. 

Grand Hotel
Theater

Wir besuchen ein Museum welches  Bunkeratig drei Etagen unter dem Platz der Kultur liegt. Bei 28 Grad sehr angenehm.  Es gibt viel Goldobjekte und Zeitgeschichte zu sehen.

Selbst in der Stadt gibt es  schon jede Menge Vögel die ordentlich Krach machen. Ich hoffe es ist ein Vorgeschmack auf das,  was uns die nächsten Tage erwartet.

BäM

Land unter!

21.01.2025  Regen, Sonne, heiß

Anstatt der letzten Urlaubssonne beim Aufgehen zuzusehen, liegen wir im Bett und hören dem Prasseln des Regens vor unserer Terrasse zu. Die letzten 2 Tage hat es immer mal wieder geregnet, was im Grunde nur eine Auswirkung auf das Schuhwerk hat. Statt Sandalen oder Turnschuhen sind Badelatschen oder FlipFlop angesagt, um durch die zahlreichen tiefen Pfützen zu kommen. Die Kleidung bleibt gleich, denn anstatt warm und feucht- ist es feucht und warm.

Meist sind wenige Minuten später die Regenwolken wieder weg und die Sonne trocknet alles.

Doch der Weg zum Flughafen, eigentlich nur noch eine Formalität, wird zur Rutschpartie. Regen volle Kraft vorraus. Eine dicke schwarze Wolke liegt über uns und es regnet, regnet, regnet. Blöd, da es keine Entwässerung auf den Straßen gibt und so schwimmt das Auto mehr, als es fährt, oft auch im Blindflug durch die aufstäubenden Wassermassen. Eine dicke schwarze Wolke hängt über der Halbinsel, sogar das Rollfeld wird zum See.

Als wir endlich 17.30 Uhr im Flugzeug sitzen  verabschiedet uns der Himmel  freundlicher mit einem kleinen blauen Flecken und etwas Abendsonne, es sind 31°.

Was bleibt nun vom Urlaub? Mexiko ist toll und eine Reise wert… vielleicht kommen wir irgendwann wieder.

Unsere Highlights:

Baden in den Cenoten (besonders, wenn man ohne Schwimmwesten schwimmen darf)

Mayastadt Uzmal (so friedlich entspannt und spannend)

Spaß beim Lucha Libre und Xocomilio

Izamal- die leuchtend gelbe Stadt in der Nachmittagssonne

Land und Leute kennenlernen z.B. auf einer alten Hacienda

Positiv: meist saubere Toiletten und immer Waschmöglichkeiten für die Hände ( man isst ja auch immer mit den Händen)

tolle Strände mit Hoch-Sommertemperaturen

Essen ( ich weiß immer noch nicht was was ist) lecker, aber ohne Tacos geht nichts

Fehlt nie auf dem Teller: Bohnenmus und Quacamole
Sonderbar: gefühlte Hähnchentacos mit Mole ( Schokoladensoße)

Negativ: besonders an der Küste unverschämt hohe Preise

Fazit: Wir sind happy mit unserem Urlaub und unseren Erlebnissen. Trotz größter Bedenken lief alles wie geplant. Wir waren viel mit dem Auto unterwegs ohne einen Kilometer selber zu fahren. Das hat sehr zur Entspannung innerhalb unserer Reisegruppe beigetragen.  Unsere Unterkünfte waren alle super bis okay. Wobei nicht die Teuerste, sondern die mit der größten Authentizität auch den größten Wohlfühleffekt hatte. Privatgeführte Touren sind toll, aber auch immer abhängig von der Symphatie untereinander und egal wie viel man plant manches hat man nicht in der Hand( z.B. 100 Tage Frau Scheinbaum).

9.10 Uhr 22.01.2025 Deutschland hat uns zurück, eine Stunde früher als geplant wegen Rückenwind.

Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, meine Gedanken und unsere Erlebnisse in Worte und Bilder zu fassen. Für mich, für später, aber auch für alle die im Geist mitgereist sind. Danke für eure lieben Komentare.

Ein letztes Mal. Hola.sis

Abschiedsbild am Strand

Hola.sis

Sonnenaufgang

19.01.2025  schön warm, sehr windig

Ich sitze am Strand und sehe der Sonne beim Aufgehen zu. Morgen ist der letzte volle Tag, bevor wir dann nach 2 Reisetagen Mittwoch wieder zu Hause sind. Ich bin traurig und glücklich zugleich. Traurig weil das Ende absehbar ist, die Reise zu Ende geht. Glücklich über die vielen schönen Momente, die Erlebnisse und Begegnungen. Da gibt es diese magischen Momente wie unsere Nacht auf der Hacienda mit glitzernden Glühwürmchen und Vollmond, oder das Schwimmen in der wundervollen Cenote, die Oldtimerfahrten in Havana aber auch die letzte Nacht hier im Hotel.

Durch Zufall sitzen wir gestern Abend an der Bar mit zwei Pärchen zusammen. Später stellt sich heraus, dass eine kommt aus Bochum und ein sehr sympathisches älteres Pärchen aus Liverpol. Es gibt ein großes Hallo als klar ist, wir alle stammen vom alten Kontinent Europa  und wir gemeinsam über die Amis und die hohen Preise in Tulum stöhnen können. Es wird ein sehr lustiger, langer Abend. 

Jetzt gibt es Frühstück. Hola.sis

Ist jetzt Urlaub?

18.01.2025 Tulum 31° Sonne

Gestern Nachmittag haben wir im Dreams Resort und Spa Tulum eingecheckt. Man kommt hier nur mit einer Reservierungsbestätigung auf das Gelände. Und das ist riesig! Es verschluckt dich und spuckt dich erst nach dem Urlaub wieder aus.

Main Street zum Pool und Strand

Jetzt sind wir im Tulum der Familien und Partysüchtigen…und wieder falsch angezogen. Hier trägt man neon Farben: Bikini, Badehosen, Brillen, Haargummis…Hauptsache irgendetwas neon.

15.00 Uhr der Pool brodelt
Der gleiche Pool morgens um 10.00
Pool Nr. 2 etwas ruhiger
Wer ganz ruhig will…Strand

Hier gibt es alles was man brauchen könnte als Urlauber. 5 Bars, 6 Restaurants, Gym, Spa, Friseur, Geschäfte, sogar eine Kirche.

Es ist alles in so kleine Innenhöfe eingeteilt.

Ob ich jetzt in Mexiko, Bahamas oder Florida bin…kann man hier nicht mehr erkennen. Alles spricht Englisch, da die Mehrzahl der Urlauber Amerikaner oder Kanadier sind.

Eigentlich wollte ich noch schnorcheln mit Schildkröten oder die Ruinen von Tulum anschauen…aber hier aus der Anlage rauszukommen…irgendwie schwierig.

Mal sehen was noch geht und in der Zwischenzeit versuchen wir nicht über die Leguane zu stolpern, die überall herumliegen.

Perfekt getarnt.
Der hatte schlechte Laune oder war auf Weibersuche.

Hola.sis

Chichen Itza- Auf den Spuren der Mayas

17.01.2025  31° die Sonne gibt alles

Wir erwachen in der Villa Arquelocica. Der Himmel ist verhangen und der Dunst der aufsteigenden Morgenfeuchte macht alles etwas diesig. Was sich nicht so toll anhört, ist für unsere Besichtigung von Chichen Itza ein großer Vorteil, auch wenn die Bilder der Pyramiden im Sonnenschein besser aussehen.

Wir waren gestern schon mal an der Ausgrabungsstätte. Der Regen war zum Glück nur kurz. In der Dunkelheit durften wir uns die punktuell erleuchteten Ruinen anschauen, durch das Areal spazieren und die LaserShow genießen. 30 bis 40 Personen stolzierten durch die Nacht, gut bewacht vom Ausgrabungspersonal, die beständig die Wege und das Gras ausleuchteten. Weniger weil wir stürzen könnten, sondern vielmehr, das keine Schlangen unsere Wege kreuzen. Nach dem Rundgang wurde die Geschichte der Mayas und die Besonderheiten von Chichen per Laser an die Pyramide geworfen. Die Spanischen Worte konnten wir nicht verstehen, die Bilder waren aber sehr eindrucksvoll. Wie besonders dieser Abend war, begreifen wir erst an diesem Morgen auf dem Gelände.

Nicht nur, dass die Gebäude heute morgen anders aussehen. Nein,  hier herrscht das übliche mexikanische  Chaos. Hunderte Händler bauen ihre Stände auf, Touristen wohin das Auge blickt, Guides die Touren anbieten. Was war das doch gestern hier so so ruhig und entspannt.

Trotzdem ist Chichen Itza einen Besuch wert, aber nach drei Stunden, die letzte im vollen Sonnenschein kann nur das Bad in einer Cenote mich zum Weitergehen bewegen. Mit brennenden Füßen und klatschnaß geschwitzt sitzen wir zur Mittagszeit wieder im Auto, auf dem Weg zum letzten Hotel dieser Reise.

Gefiederte Schlange
Totentempel
Kukulkań Pyramide
El Caracol – Das Observatorium
Heilige Cenote. Hier sollen Jungfrauen geopfert worden sein.

Bevor wir wieder zurück an der karibischen See sind, zeigt uns Manuel seine Lieblingscenote. Fast alleine schwimmen wir ( ohne Schwimmweste!) im klaren tiefblauen unterirdischen See. Das Wasser ist erfrischend kalt. Wir blicken durch das kleine Loch in der Decke in den blauen Himmel. So schön, hier will ich bleiben.

Der Abstieg zur Cenote

Unaufhaltsam dreht sich der Zeiger der Uhr  und wir müssen weiter. Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt und insgesamt 1200 Kilometern in den letzten 4 Tagen sind wir pünktlich zum Sonnenuntergang zurück in Tulum.

Die letzten  4 Tage lassen wir uns AI verwöhnen und so bereitet uns der Preis des Sundowners in Tulum jetzt auch keine Kopfschmerzen mehr….höchstens der Alkoholgehalt morgen früh…Hola.sis

Uxmal- Im Reich der Mayas

16.01.2025  31° sonnig

Heute tauchen wir tief in die MayaZeit ein. Sehr früh am Morgen geht es nach Uxmal. Eine sehr kompakte Mayastädte mit mehreren Pyramiden und Tempeln auf wenigen Quadratkilometern.  Zwei sind besonders imposant: der Tempel des Zauberers und der Gouverneurspalast.

Über die Anlage führt uns Richardo. Er spricht ein lustiges Deutsch und führt uns geduldig über die steilen Treppen hoch und runter. Sein häufigstes Wort ist:“Vorsicht.“

Tempel des Zauberers

Es ist angenehm über das Gelände zu laufen. Die großen Bäume spenden Schatten, Ricardo’s Erläuterungen sind kurzweilig und die vielen Leguane, lenken uns immer wieder von der verworrenen Geschichte um die Götter ab.

Gouverneurspalast
Es geht steil bergab…aber auch hoch.

Nach so viel trockenen Steinen wechseln wir zum Getränk der Götter und dessen Herstellung und Entwicklung bis zur leckeren Schokolade aus dem Supermarktregal – Kakao.

Wir trinken frisch gemahlenen Kakao. Probieren ihn wahlweise mit Chili und Pfeffer ( so tranken ihn die Maya) oder mit Zucker. Ich fand ihn total lecker. Jörg ist eher traurig, dass die Mayas kein Bier gebraut haben.

Auf dem weitläufigen Gelände des Museums gibt es verschiedene einheimische Tiere zu sehen.

Bienen in Zuchthölzern
Der war nicht so gut drauf.

Dann sehen wir eine Regenzeremonie. Hätten wir nur nicht teilgenommen!

Später essen wir Pipil (Erdbraten) und probieren Limettensuppe.

Gruben für den Erdbraten
Mittagspause

Mit vollem Magen wollen wir nur noch ins nächste Hotel und ein bisschen baden.

Die Villa Arquelocica ist zwar nicht so toll wie die letzten 2 Haciendas, einen Pool hat sie und sie liegt nur 10 min von Chitzen Itza entfernt. Hier soll morgen unsere Reise auf den Spuren der Mayas weitergehen. 

Vorher informierte uns Manuel über die Möglichkeit am Abend an der LaserShow in Chichen Itza teilzunehmen, als Wiedergutmachung unserer ausgefallenen Ballonfahrt. Wir willigen ein und gerade als es losgehen soll….Regen.

Wir sind gespannt ob es stattfindet. Hola.sis