CATUHIA

Ups, was habe ich denn da gebucht. Das war mein erster Gedanke als wir bei Brigittes Farm  in Cathuia ankamen. Eine freundliche Schweizerin mir Rastalocken begrüßt uns . Zeigt uns erstmal die Faultiere die in ihren Bäumen über dem Frühstücksplatz leben und sagt dann  wir müssen jetzt mit dem Auto zur  Lodge fahren. Steigt mal ein, neben dem Hund ist noch Platz, und stört euch nicht an den Pferdesachen. Wir fahren eine kurze  Strecke in den Wald. Dort stehen zwei kleine Holzhäuser.  Sonst gibt es nur Natur . Wir  merken schnell dass es eine kleine Oase ist. Das Meer ist nur 200 Meter entfernt und  der kleine Ort ist auch nicht weit weg. Zum Frühstück  müssen wir ca. 500 m laufen. Brigitte ist vor 40 Jahren dort hängen geblieben und hat die kleine Farm gegründet.  Sie bietet Reittouren , Nachtwanderungen und  Kochkurse an.

Unsere Lodge  und der Frühstücksplatz

Im Ort dudelt viel Raggee Musik. Man könnte auch denken man ist auf Jamaika. Das sind wohl noch die Überbleibsel längst vergangener Zeiten.

Wir lassen uns es zwei Tage gut gehen . Genießen den Sonnenaufgang auf der Terrasse.  Schauen den Affen beim klettern und Vögel beim Nestbau zu und gehen baden und noch ein bißchen wandern. So geht die Zeit schnell vorbei.

Wir hatten eine schöne Reise. Costa Rica ist ein  grünes Land , sauber und sicher. Allerdings auch teuer.  Die Entscheidung mit einer Gruppe zu reisen  war gut.  Ohne Guide  hätten wir bestimmt  nicht so viel über die Tier- und Pflanzenwelt gelernt. Auch hätten wir so maches Tier erst gar nicht gesehen. Ein Nachteil  ist allerdings das man wirklich  nur die typischen Touristen Ecken zu sehen bekommt und auch nur in Touristen  Plätzen Rast macht. Das hätten wir bestimmt ab und  zu  etwas anders gemacht.

In diesem Sinne

Pura Vida Costa Rica

Tortuguero

Tortugero ist eine Lagunenlandschaft , direkt an der Karibischen Küste. Durchzogen von vielen Kanälen und kleinen Wasserstraßen.

Der Weg dorthin ist mühselig.  Es geht ca 30 km über eine Schotterpiste. Durch große Bananenplantagen von Chiquita und Del Monte. Dann steigt man in ein Boot um und fährt zwei Stunden durch die Lagune um im Ort anzukommen.

Der Name Tortugero bedeuet Schildkrötenjäger. Jahrhundert  lebte der Ort vom Handel  mit Schildkröten.  In den 1950er Jahren  stand die Grüne Meersschildkröte kurz vor dem Assterben. Man  gründete den ca 35 km langen Nationalpark.  Entlang der Karibischen Küste ist es das wichtiste  Brutgebiet der Grünen Meeresschildkröte und der Karett Schildkröte. Der Strand darf Nachts nicht betreten werden und während der Brutzeit werden die Nester besonders bewacht.

Dies ist der einzige  Nationalpark,  welcher dauerhaft bewoht ist.   Mittlerweile gibt es  acht Lodgs mit 150000 Touristen im Jahr. Der Ort selbst ist klein und biete trotzdem alles was ein Tourist so braucht. Von Soueniers bis Streetfood.

Wir unternehmen kurze Wanderungen und erkunden die Lagune auf Bootstouren. Vom Boot aus beobachten wir Seeadler,  Reiher , Langhalsvogel, Klippfischer, Affen und noch so einiges. Die Lagunenlandschaft ist sehr beeindruckend. Viele Kanäle schlängeln sich durch die Tropen. Alles ist feucht heiß. Jede Nacht regnet es und ab April  wird es auch am Tag  immer wieder regnen. Niederschlag  6000 mm pro Jahr.

Ich finde das ganze etwas widersprüchlich. Tatsächlich achtet man sehr auf die Natur und ist umweltbewusst. Auf der anderen Seite ist es dann doch auch Massentourimus wenn hier so viele Menschen  im Jahr hinkommen.

Für uns endet die gemeinsame Reise mit den zwei Schweizer Paaren heute. Die Wege trennen sich. Wir fahren noch für zwei Tage an den Strand. Die einen kehren nach Hause zurück  und die anderen beiden reisen noch etwas weiter.

Sarpique 

Heute steht der Besuch der Familie Gomes auf ihrer Finca auf dem Programm. Roberto hat vor 30 Jahren das Land gekauft und mit seiner Familie eine organische Farm gegründet. Nach und nach kam dann der Ökotourismus hinzu. Es wird Ananas, Zuckerrohr, Gemüse, Pfeffer und Zimt angebaut. Wir dürfen Ananas direkt vom Feld probieren. Super lecker. Es gibt jetzt eine Ananassorte die ist innen pink. Da kostet eine Frucht 20 Dollar. Schmeckt aber auch nicht  anders. Man versucht sehr im Einklang mit der Natur zu leben. Wir sehen Vögel, rote Frösche, grüne Frösche , große  Spinnen. 

Zum Mittagessen gibt es Fisch, den der Bauer zwei Stunden vorher aus dem Teich geholt hat.

Am Nachmittag  fahren wir in das  Tirimbina Regenwaldreserat. Eine kleinee Wanderung führt uns mal wieder über eine Hängebrücke. Hier haben wir gute Sicht auf den Fluss. Man kann ihn befahren. Auch Rafting Touren werden angeboten. Vorausgesetzt der Fluß führt genug Wasser. Anschließend  erklärt uns ein Guide alles wissenswerte  über den Anbau und die Verarbeitung von Kakao .

Nach wie vor ist vieles Handarbeit. Egal welche Früchte, sie werden per Hand geerntet. Auch weden die Setzlinge per Hand gepflanzt.

Roberto sucht Frösche
Baumgurke, sehr sauer

Puerto Viejo de Sarpique

Bevor unsere Reise weitergeht unternehmen wir noch eine Wanderung am Vulkan entlang. Besteigen darf man ihn nicht  mehr. Aus dem Krater kommen zu viel Gase. Da schon Menschen ums Leben gekommen  sind hat man den Aufstieg ganz verboten. Man kann gut an der Vegetation  erkennen welche Teile des Waldes bei dem letzten Ausbruch verbrannt waren. Hier wächst bis jetzt hauptsächlich Farn und Bambus.  Ein felsiger Fußweg führ über die erkaltete Lavamasse. Von einem Aussichtspunkt hat man einen sehr schönen Blick auf den Arenalsee und die sanfte Hügellandschaft.

Arenalsee

Wir fahren weiter nach Puerto Viejo de Sarpique. Sarpique ist ein Fluss der sich duch die Gegend schlängelt.  An manchen Stellen recht breit, aber z.Zt mit wenig Wasser. Unterwegs sehen wir noch mal ein Fautier im Baum hängen und kleine und große Leguane.

Bei San Miguel besichtigen wir eine organische Kaffefinca. Es ist eine kleine Genossenschaft zu der die Bauern ihre Bohnen bringen . Die Flanzen gedeihen hier auf einer Höhe von ca. 770 m  Wir lernen alles über die Kaffe Herstellung. Pflücken, sortieren, schälen, trocken ,rösten.  Auch über die verschiedenen  Sorten und die Qualität werden wir unterrichtet. Starbucks  verarbeitet wohl mit die schlechteste Qualität. Der gemahlene Kaffee wird  in eienen Baumwollfilter gegeben und mit 90 Grad heißen Wasser übergossen.

Später beziehen wir eine nich eien kleines Hotel mitten in einem kleinen Park.

Am Abend pflanzen wir dann noch einen Baum auf dem Gelände. Ob wir mal wieder kommen um zu sehen wie er gewachsen ist? Na ja es soll das Gewissen beruhigen  für.den langen Flug.

LA Fortuna Arenal Vulkan

Der heutige Tag steht eher im Zeichen der Entspannung.  Am späten Morgen fahren wir nach La Fortuna. Zunächst wieder zurück zur Küstenstraße.  Die Gegend hier ist geprägt vom Obstanbau und Rinderzucht.  Ich sehe geradezu die Gauchos zu Pferde die Herde zusammen treiben. Hätte ich vor vierzig Jahren auch gerne mal gemacht😀

Irgendwann geht es wieder rein in die Berge. Alles sehr kurvig. Vorbei an dem großen  Arenalsee . Dieser sieht aus als wäre er natürlich Ursprungs. Tatsächlich  ist es ein riesiger  Stausee. Das Wasser wird durch Tunnel in zwei Kraftwerke geleitet , die fast die Hälfte der Elektrizität  in Costa Rica  produzieren.

Arenal See

Von weitem sieht man immer wieder den Vulkan Arenal. Es ist der einzige Kegelvulkan auf der Insel. Mit 1643 m Höhe recht imposant. Lange hielt man ihn für erloschen. 1968 meldete sich der Vulkan mit einer gewaltigen Explosion  zurück und begrub zwei Orte unter Geröll und Asche. Dabei starben 78 Menschen. Der Nachbarort, welcher verschont blieb, nannte sich darauf hin um in den Namen Fortuna ( Glück)

Im Hotel erwartet uns ein toller Blick aus dem Zimmer direkt auf den Vulkan. Es gibt viele heiße  Thermalbecken auf dem Gelände. So lassen wir es uns am Nachmittag gut gehen.

Blick auf den Vulkan von unserm Zimmer

In Morgendämmerung werden wir von Büllafen geweckt. Und ja , sie brüllen wirklick. Leider sehe ich im Gebüsch keine. Am späten Vormittag unternehmen  wir eine kleine Wanderung  in einem privaten Park. Hier gibt es viele Vögel, Rotaugenfrösche, die ich leider nicht vor die Linse bekommen habe, Kaimane, Dreifingerfaultier und viele Schmetterlinge. Und am Abend höre ich es dann wieder. Das brüllen.

Kaiman

Riconde la Viaja Nationalpark

Vulkangebiet

Am frühen Morgen kann man es dann doch noch sehen. Nebelschwaden die über die Berghänge ziehen. Alles ist feucht und man hat das Gefühl von leichtem Srühregen. Doch um acht Uhr bricht sich die Sonne Bahn und die Wolken ziehen weiter.

Es geht wieder Richtung  Pazifik. Ausgerechnet die Straßen rund um Monteverde sind in einem schlechten Zustand.  Dabei kommen so viele Touristen hier hoch. Wir quälen uns über Schlaglöcher nach unten. Zum Glück haben wir einen sehr umsichtigen Busfahrer.

Zurück auf der Panamericana geht es wieder schneller voran. Dies Straße verbindet  ganz Zentralamerika. Da es keine Schienen gibt werden alle Güter hier transportiert.  Ein Truck folgt dem anderen.

In der Hafenstadt Liberia geht es wieder Richtung Nordost in die Vulkanregion. Der aktive Vulkan Ricon de la Vieja ist ein Schichtvulkan. Er hat nicht einen großen  Krater ,sondern mehrere  kleinere Krater. Tatsächlich  sieht es von weitem für uns  gar nicht wir ein Vulkan aus.

Am Nachmittag unternehmen  wir noch eine schöne  Wanderung durch den Nationalpark.  Der Rundweg führt uns  bergauf und bergab. Es gibt kleine Wasserfälle,  heiße Quellen,  blubbernde Schlammlöcher. Den Krater  kann man z. Zt nicht besteigen, da dort zuviel Gase ausgeschieden werden. Wir lernen nochmal viel über die heimischen Baumarten. Heute  sehen  wir leider nicht so viele Tiere.

Am nächsten Tag machen wir uns früh auf ( wegen der Hitze) . Wir wandern  an einem Flusslauf entlang zu einem Wasserfall. Auch hier wieder vorbei an heißen Quellen. 60 % des Stroms wird durch Wasserdampf aus Erdwärme  – Bohrungen bis 4 km Tiefe- erzeugt.

Zum Abschluß dann ein Bad in den Hot Pool’s. Kleine Pools , in welches heißes  Wasser einfließt. Zwischen 38 und 45 Grad. Bei einer Außentemperatur von 32 Grad echt toll. Gut das man auch im etwas kühleren Fluss baden kann.

39 Grad Hot Pool – gerade noch auszuhalten-, aber 45 Grad: Wer geht da rein?

Santa Elena Monteverde

Eigentlich  dachte ich der Nebelwald ist nebeliger, aber tatsächlich sind die Wolken noch ganz schön hoch und ziehen schnell über die Berge. Nebelwald entsteht, weil die feuchten Winde von der Karibik auf die kalten Berge treffen. Dort kondensiern sie und fallen als Nebel herab. Oft ist Nieselregen . Das feuchtwarme Klima führt zu einer üppigen, immergrünen Vegetation mit Planzen die nur hier gedeihen. Auf 1200 m Höhe herrschen ständig Temperaturen um die 25 Grad.

Würgefeigen ( Ficus Strangularis) schaffen es in einigen Jahre einen alten Baum zu zerstören.

Auf einer Wamderund durch einen Park suchen wir den Vogel Queztal. In dem Gebiet leben über 250 Vogelarten.  Ungeübt muss man oft lange in die Bäume schauen um welche zu entdecken. Außerdem sind viele auch gut getarnt. Wir haben aber Glück und können viele schöne Exemplare  sehen.

Queztal
Blauscheitel Moomot

Die Gegend ist mittlerweile eine Touristenhochburg. Es gibt viele Wanderwge aber auch Attraktionen wie Hängebrücke, Zipleine und ähnliches. Wir haben die Tour über die Hängebrücke gemacht.  Sehr beeindruckend.  Man geht insgesamt über sechs Stahlsteilbrücken und schaut auf das grüne Dach des Waldes. Da es Mittagszeit is, ist der Wald sehr still. Die Tier machen wohl alle ein Schläfchen. Das wirkt auf mich sehr beruhigend. Fast könnte man kleine Feen duch die Blätter fliegen sehn.

Santa Elena ist ein kleines Bergdorf ganz auf Tourimus ausgelegt. Restaurants,  Kaffees, Souvenirläden.

Monteverde

Die Fahrt führt uns heute wieder in den Norden. Auf der Panamerica geht es erstmal eine Weile der Küste entlang . Wir sehen große Palmölplantagen. Die Ölsamen werden mit einer langen Alustange abgeschnitten , anschließend von Arbeitern auf Ochsenkarren  geladen.  Danach werden sie zu einem größeren Container  an einem befahrbar Weg gebracht und dort umgeladen.

Wir verlassen die Küste und fahren in die Berge. Hier ist gerade Trockenzeit. Manche  Baüme sehen wie abgestorben aus, andere  verlieren komplett ihre Blätter um in voller Blüte dazustehen.  Beim ersten Regen wird dann alles wieder grün.  Aber trotz Trockenzeit sieht alles unglaublich grün aus.

Wir fahren über Schotterpisten langsam bergauf und bergab. Auf einer kleinen  Farm, mitten in den Bergen, lernen wir wie Kaffee, Bananen, Zuckerrohr  und Gemüse angebaut und verarbeitet wird.

Kaffeebohnen

Die Fahrt geht weiter in das Berdorf San Louis. In der Dunkelheit unternehmen wir noch eine Wanderung  um die nachtaktiven Tier zu sehen. So ganz viel lässt sich nicht blicken.  Aber kleine Frösche, Skorpion,  Tarantula und einiges mehr können wir gut beobachten

Heuschrecke

Manuel Antonio

Manuel Antonio ist der kleinste Nationalpark in Costa Rica und sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt . Er liegt direkt am Pazifik. 

Die Gegend war früher eine große  Bananen Plantage. Durch ein Virus sind die Bananen  abgestorben. Der Namensgeber war Pflücker auf der Plantage. Durch hohen Pestizid Einsatz ist er an einer Krebserkrankung  gestorben.  Zu Lebzeiten hat er noch dafür gesorgt dass die Gegend nicht wieder  bepflanzt  wird , sondern  als Naturschutz Gebiet ausgewiesen wird.

Beim Eintritt  wird man genau kontrolliert.  Es dürfen keine Lebensmittel oder Plastikflaschen  mit in den Park genommen  werden.  Wir werden schon von Weiskopf Kapuziner Affen empfangen. Die sind ganz schön frech und können einem schon mal die Tasche klauen. ( deshalb die Vorschrift mit den Lebensmitteln).

Die Wege im Park dürfen nicht verlassen werden. Es gibt so viele kleine Tiere, und die meisten sind gut getarnt. Ohne einen Gide hätten wir bestimmt nur die Hälfte gesehen. Es ist immer ganz lustig wenn plötzlich ca 10 Personen in die Höhe starren und man lange suchen muss bis man das Tier dann endlich auch sieht.im

Faultier

Unser Highlight  ist natürlich  das Faultier Tatsächlich  hat er sich auch mal kurz bewegt.

Heuschrecke

Im Park gibt es drei schöne Strände, an welchen man sich nach der Wanderung  wunderbar erholen  kann.

Quepos

Wir habe ja, nach einigem hin und her, eine Gruppenreise gebucht. Außer uns sind noch zwei Paare dabei.  Unser Reiseleiter spricht gut deutsch und erzählt gleich ganz viel.

Die Reise beginnt heute durch malerische Landschaften.  Es geht Richtung Pazifik. San Jose liegt etwas auf 1200 Metern.  Also geht es über gut ausgebaute Straßen  bergab . Unser erster Stop ist am Tacoles Fluss. Hier leben  riesige amerikanische Krokodile.

Nach einem kurzen Spaziergang, auf dem wir die ersten roten Aras sehen geht es weiter mit einer Bootstour. Ich kann mir die Namen der Vögel gar nicht alle merken ,die wir zu Gesicht bekommen. Das Highlight ist dann laut Reiseleiter  das große Krokodil. Tyson. Man gibt den Tieren hier Namen. Etwa 80 Jahre alt und ca. 4 m lang. Wirklich beeindruckend.

Der hatte keine Lust zu fliegen und ist auf dem Boot mitgefahren
Seeadler

Nachmittags fahren wir die meiste Zeit an der Küste entlang  bis zum Manuel Antonio Park. Hier  beziehen wir uns Hotel für die nächsten zwei Nächte. Bei 30 Grad freue ich mich auf den Pool,  nur um festzustellen dass das Wasser darin noch wärmer ist. Also nichts mit Erfrischung,  aber trotzdem schön.