Fazit und ein paar lustige Anekdoten

Wir sind gelandet, zurück in Deutschland. Die Reise war toll und anstrengend.

Unbedingt zu empfehlen: Fahrradfahren in New York, Toronto, Niragara Fälle, Tousend Islands, Kingston, Quebec!!, New Scotica und auf jeden Fall Kanu fahren im Algonquin Park.

Nicht zu empfehlen: Autofahren in Großstädten ohne richtiges Navi, für eine Nacht bei Sturm in die Hamptons zu fahren.

Wir sind glücklich, dass alles gut verlaufen ist und wir gesund und munter, mit neuen Erfahrungen zurück sind. Danke für das Feedback zu unserem Blog. Unten gibt es zum Abschluss noch ein paar gesammelte Anektoden.

1. Mein Name ist Betty.

Starbucks hat sich in Laufe unserer Reise zum beliebtesten Anlaufpunkt für eine Pause entwickelt. Immer verfügbares gutes Internet, eine brauchbare Toilette und leckerer Kaffee inkl. des sehr einladenden Kaffeduftes führten zu häufigen Besuchen.

Es gab nur ein Problem: unsere Namen. Beim Kaffee bestellen wird man nett nach dem Namen gefragt und wartet anschließend auf den Becher mit dem richtigen Namen. Jörg und insbesondere Silke, für Amerikaner und auch Kanadier ganz schwierig. Nachdem ich es mehrfach in unterschiedlichen Betonungen probiert hatte (besser als Zeke wurde es nicht) begann ich mich umzubenennen und bingo…Betty klappt super.

2. Kannst du es auch sehen?

In unserer zweiten Nacht mit dem Kanu auf dem See, warteten wir alle geduldig und still auf den Elch. Im Unterholz des Waldes knackte es gewaltig und wir fühlen und hoffen der Elch kommt ans Ufer. Plötzlich kommt auf der linken Seite im Wasser in der Ferne etwas auf uns zu. Es sieht groß aus. Flüsternd verständigen wir uns. Wir alle sehen es, es kommt weiter auf uns zu. Was es ist, lässt sich im Dunst des Abends nicht ausmachen. Ein Elch? Spannung! Dann ist es weg. Scheinbar spurlos untergetaucht, ohne Welle, wie verschluckt vom See. Wir fühlen unter dem Boot im Wasser etwas. Dann ist wieder alles still und ruhig. Flüsternde Unruhe im Boot, nachfragen untereinander: du hast es doch auch gesehen? wo ist es hin? was war das?

Die Anspannung weicht, Vermutungen werden flüsternd geteilt von Touri-schreck über Außerirdische ist alles dabei. Wir müssen leise kichern und am Ende der Fahrt fragt Paula ( unsere Kanadierin) was los war…sie habe kein Wort verstanden und das ganze Boot hätte vibriert von unserem Gekichere.

Was es genau war…bis heute nicht geklärt. Vermutlich ein Biber mit Ästen im Maul…oder Nessi von Loch Ness?

3. Lost in New York

Wenn man zu zweit reist und der Eine oder der Andere ab und zu stehen bleibt oder wo anders hinrennt, kann man sich auch mal verlieren. Den für mich schlimmsten Fall von „Lost“ gab es am ersten Abend in New York. Es war schon dunkel und wir wollten zurück zu unseren Airbnb Unterkunft im Williamsburg, einem Stadtteil von New York. Kurz vorher hatten wir uns neue Fahrräder geliehen und über den besten Weg gesprochen, es gab 2 Optionen, rechts oder links nach der Straßenkreuzung. Also los. Die Ampel wird hell. Wir fahren los. Ich muss mehreren Fußgängern ausweichen und sehe Jörg nicht mehr. Irgendwie weiß ich auch nicht mehr ob links oder rechts…Mist…und nun? Ich bleibe stehen. Am Besten warte ich, er wird ja merken, dass ich nicht hinter ihm fahre. 10 Minuten später warte ich immer noch. Es ist dunkel, rechts von mir ein noch dunkler Park. Anrufen? Geht nicht sein Akku war vorhin leer. Da kommt jemand auf dem Fahrrad….das könnte er sein? Biegt kurz vor mir in den Park! Hinterher? Lieber nicht?! Was tun? Gedanken rattern. Nach weiteren 15 Minuten sehe ich ihn. Endlich!!! Mir fällt ein Stein vom Herzen, ihm vielleicht auch…aber Männer sind ja so pragmatisch.

4.Alzheimer

In Halifax haben wir eine nette ältere Lehrerin, die unsere Gruppe als Guide begleitet. Sie heißt Paula (anscheinend ein beliebter Name in Kanada) und trotz ihres guten akzentfreien Deutsches, sucht sie immer mal nach einer Vokabel…oder verliert den Faden. Sie entschuldigt sich für die „Senioren Moments“. Und meint anschließend, dass das doch viel besser im Englischen klingt wie „Alzheimer“ im Deutschen. sis

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Autor: sis

Hallo, ich bin Silke und ich liebe die Welt und das Reisen. Meine Reisen plane ich meist selber und genieße das Gefühl schon vorab gedanklich in das Land meiner Wahl einzutauchen. Gern benutze ich dafür Reiseblogs, freue mich über Infos aus erster Hand aber auch über Tipps zu Dingen, die man nicht machen sollte. So möchte ich hiermit auch allen helfen und mitnehmen auf meine Reisen.

2 Kommentare zu „Fazit und ein paar lustige Anekdoten“

  1. Hallo ihr Beiden.
    Vielen Dank dass ihr uns an eurer Reise habt teilhaben lassen. Silke du hast alles so gut beschrieben. Ich hatte das Gefühl live dabei zu sein. Und nochmals danke für die tollen Fotos.

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