Richtung Osten

13.09.2020   27°sonnig

Das Wetter ist prima, eine spätsommerliche Hitzewelle steht an und wir steuern auf unzähligen kleinen Straßen unserem Zwischenziel entgegen: der Oberweißbacher Bergbahn. 1919 eröffnet, geht es per Seilwinde 1200 Meter steil den Berg hinauf. Wir erwischen den Capriowagen und lassen uns gemütlich den Berg hochziehen. Sehenswert auf alle Fälle, sein Essen und Trinken sollte man aber mitbringen. Trotz viel Geduld unsererseits mussten wir durstig den Berg hoch und wieder hinunter.

In Neuhaus am Rennweg wartet, im wahrsten Sinn des Wortes, die komplett aus Holz gebaute Kirche auf uns. Eigentlich wollte ich nur ein Foto machen, doch der Stadtführer hatte wohl Sonntagnachmittags nichts zu tun und bot uns eine kleine Führung durch die Kirche an. Von Außen sah sie schon toll aus, aber als er die vergoldeten Kronleuchter einschaltete und das warme Licht auf das durch die Zeit fast schwarze Fichtenholz fiel, erstrahlt sie und verströmt  ein heimeliges wohliges Gefühl.

Die Zeit rennt und unser Ziel ist noch fern. Durch undurchsichtige Kiefernwälder, bergauf, bergab, durch winzig kleine Dörfer mit verschieferten Häusern geht es im Eiltempo immer weiter östlich. Bis sich die Landschaft verändert, die Wälder sich mit riesigen Weizenfelder abwechseln, Berg und Tal leicht hügelig wird. Willkommen im Thüringer Vogtland. Mit den letzten Lichtstrahlen des rotverfärbten Himmels erreichen wir unser Ziel: das Zeulenrodaer Meer. sis