Land unter!

21.01.2025  Regen, Sonne, heiß

Anstatt der letzten Urlaubssonne beim Aufgehen zuzusehen, liegen wir im Bett und hören dem Prasseln des Regens vor unserer Terrasse zu. Die letzten 2 Tage hat es immer mal wieder geregnet, was im Grunde nur eine Auswirkung auf das Schuhwerk hat. Statt Sandalen oder Turnschuhen sind Badelatschen oder FlipFlop angesagt, um durch die zahlreichen tiefen Pfützen zu kommen. Die Kleidung bleibt gleich, denn anstatt warm und feucht- ist es feucht und warm.

Meist sind wenige Minuten später die Regenwolken wieder weg und die Sonne trocknet alles.

Doch der Weg zum Flughafen, eigentlich nur noch eine Formalität, wird zur Rutschpartie. Regen volle Kraft vorraus. Eine dicke schwarze Wolke liegt über uns und es regnet, regnet, regnet. Blöd, da es keine Entwässerung auf den Straßen gibt und so schwimmt das Auto mehr, als es fährt, oft auch im Blindflug durch die aufstäubenden Wassermassen. Eine dicke schwarze Wolke hängt über der Halbinsel, sogar das Rollfeld wird zum See.

Als wir endlich 17.30 Uhr im Flugzeug sitzen  verabschiedet uns der Himmel  freundlicher mit einem kleinen blauen Flecken und etwas Abendsonne, es sind 31°.

Was bleibt nun vom Urlaub? Mexiko ist toll und eine Reise wert… vielleicht kommen wir irgendwann wieder.

Unsere Highlights:

Baden in den Cenoten (besonders, wenn man ohne Schwimmwesten schwimmen darf)

Mayastadt Uzmal (so friedlich entspannt und spannend)

Spaß beim Lucha Libre und Xocomilio

Izamal- die leuchtend gelbe Stadt in der Nachmittagssonne

Land und Leute kennenlernen z.B. auf einer alten Hacienda

Positiv: meist saubere Toiletten und immer Waschmöglichkeiten für die Hände ( man isst ja auch immer mit den Händen)

tolle Strände mit Hoch-Sommertemperaturen

Essen ( ich weiß immer noch nicht was was ist) lecker, aber ohne Tacos geht nichts

Fehlt nie auf dem Teller: Bohnenmus und Quacamole
Sonderbar: gefühlte Hähnchentacos mit Mole ( Schokoladensoße)

Negativ: besonders an der Küste unverschämt hohe Preise

Fazit: Wir sind happy mit unserem Urlaub und unseren Erlebnissen. Trotz größter Bedenken lief alles wie geplant. Wir waren viel mit dem Auto unterwegs ohne einen Kilometer selber zu fahren. Das hat sehr zur Entspannung innerhalb unserer Reisegruppe beigetragen.  Unsere Unterkünfte waren alle super bis okay. Wobei nicht die Teuerste, sondern die mit der größten Authentizität auch den größten Wohlfühleffekt hatte. Privatgeführte Touren sind toll, aber auch immer abhängig von der Symphatie untereinander und egal wie viel man plant manches hat man nicht in der Hand( z.B. 100 Tage Frau Scheinbaum).

9.10 Uhr 22.01.2025 Deutschland hat uns zurück, eine Stunde früher als geplant wegen Rückenwind.

Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, meine Gedanken und unsere Erlebnisse in Worte und Bilder zu fassen. Für mich, für später, aber auch für alle die im Geist mitgereist sind. Danke für eure lieben Komentare.

Ein letztes Mal. Hola.sis

Abschiedsbild am Strand

Hola.sis

Sonnenaufgang

19.01.2025  schön warm, sehr windig

Ich sitze am Strand und sehe der Sonne beim Aufgehen zu. Morgen ist der letzte volle Tag, bevor wir dann nach 2 Reisetagen Mittwoch wieder zu Hause sind. Ich bin traurig und glücklich zugleich. Traurig weil das Ende absehbar ist, die Reise zu Ende geht. Glücklich über die vielen schönen Momente, die Erlebnisse und Begegnungen. Da gibt es diese magischen Momente wie unsere Nacht auf der Hacienda mit glitzernden Glühwürmchen und Vollmond, oder das Schwimmen in der wundervollen Cenote, die Oldtimerfahrten in Havana aber auch die letzte Nacht hier im Hotel.

Durch Zufall sitzen wir gestern Abend an der Bar mit zwei Pärchen zusammen. Später stellt sich heraus, dass eine kommt aus Bochum und ein sehr sympathisches älteres Pärchen aus Liverpol. Es gibt ein großes Hallo als klar ist, wir alle stammen vom alten Kontinent Europa  und wir gemeinsam über die Amis und die hohen Preise in Tulum stöhnen können. Es wird ein sehr lustiger, langer Abend. 

Jetzt gibt es Frühstück. Hola.sis

Chichen Itza- Auf den Spuren der Mayas

17.01.2025  31° die Sonne gibt alles

Wir erwachen in der Villa Arquelocica. Der Himmel ist verhangen und der Dunst der aufsteigenden Morgenfeuchte macht alles etwas diesig. Was sich nicht so toll anhört, ist für unsere Besichtigung von Chichen Itza ein großer Vorteil, auch wenn die Bilder der Pyramiden im Sonnenschein besser aussehen.

Wir waren gestern schon mal an der Ausgrabungsstätte. Der Regen war zum Glück nur kurz. In der Dunkelheit durften wir uns die punktuell erleuchteten Ruinen anschauen, durch das Areal spazieren und die LaserShow genießen. 30 bis 40 Personen stolzierten durch die Nacht, gut bewacht vom Ausgrabungspersonal, die beständig die Wege und das Gras ausleuchteten. Weniger weil wir stürzen könnten, sondern vielmehr, das keine Schlangen unsere Wege kreuzen. Nach dem Rundgang wurde die Geschichte der Mayas und die Besonderheiten von Chichen per Laser an die Pyramide geworfen. Die Spanischen Worte konnten wir nicht verstehen, die Bilder waren aber sehr eindrucksvoll. Wie besonders dieser Abend war, begreifen wir erst an diesem Morgen auf dem Gelände.

Nicht nur, dass die Gebäude heute morgen anders aussehen. Nein,  hier herrscht das übliche mexikanische  Chaos. Hunderte Händler bauen ihre Stände auf, Touristen wohin das Auge blickt, Guides die Touren anbieten. Was war das doch gestern hier so so ruhig und entspannt.

Trotzdem ist Chichen Itza einen Besuch wert, aber nach drei Stunden, die letzte im vollen Sonnenschein kann nur das Bad in einer Cenote mich zum Weitergehen bewegen. Mit brennenden Füßen und klatschnaß geschwitzt sitzen wir zur Mittagszeit wieder im Auto, auf dem Weg zum letzten Hotel dieser Reise.

Gefiederte Schlange
Totentempel
Kukulkań Pyramide
El Caracol – Das Observatorium
Heilige Cenote. Hier sollen Jungfrauen geopfert worden sein.

Bevor wir wieder zurück an der karibischen See sind, zeigt uns Manuel seine Lieblingscenote. Fast alleine schwimmen wir ( ohne Schwimmweste!) im klaren tiefblauen unterirdischen See. Das Wasser ist erfrischend kalt. Wir blicken durch das kleine Loch in der Decke in den blauen Himmel. So schön, hier will ich bleiben.

Der Abstieg zur Cenote

Unaufhaltsam dreht sich der Zeiger der Uhr  und wir müssen weiter. Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt und insgesamt 1200 Kilometern in den letzten 4 Tagen sind wir pünktlich zum Sonnenuntergang zurück in Tulum.

Die letzten  4 Tage lassen wir uns AI verwöhnen und so bereitet uns der Preis des Sundowners in Tulum jetzt auch keine Kopfschmerzen mehr….höchstens der Alkoholgehalt morgen früh…Hola.sis

Uxmal- Im Reich der Mayas

16.01.2025  31° sonnig

Heute tauchen wir tief in die MayaZeit ein. Sehr früh am Morgen geht es nach Uxmal. Eine sehr kompakte Mayastädte mit mehreren Pyramiden und Tempeln auf wenigen Quadratkilometern.  Zwei sind besonders imposant: der Tempel des Zauberers und der Gouverneurspalast.

Über die Anlage führt uns Richardo. Er spricht ein lustiges Deutsch und führt uns geduldig über die steilen Treppen hoch und runter. Sein häufigstes Wort ist:“Vorsicht.“

Tempel des Zauberers

Es ist angenehm über das Gelände zu laufen. Die großen Bäume spenden Schatten, Ricardo’s Erläuterungen sind kurzweilig und die vielen Leguane, lenken uns immer wieder von der verworrenen Geschichte um die Götter ab.

Gouverneurspalast
Es geht steil bergab…aber auch hoch.

Nach so viel trockenen Steinen wechseln wir zum Getränk der Götter und dessen Herstellung und Entwicklung bis zur leckeren Schokolade aus dem Supermarktregal – Kakao.

Wir trinken frisch gemahlenen Kakao. Probieren ihn wahlweise mit Chili und Pfeffer ( so tranken ihn die Maya) oder mit Zucker. Ich fand ihn total lecker. Jörg ist eher traurig, dass die Mayas kein Bier gebraut haben.

Auf dem weitläufigen Gelände des Museums gibt es verschiedene einheimische Tiere zu sehen.

Bienen in Zuchthölzern
Der war nicht so gut drauf.

Dann sehen wir eine Regenzeremonie. Hätten wir nur nicht teilgenommen!

Später essen wir Pipil (Erdbraten) und probieren Limettensuppe.

Gruben für den Erdbraten
Mittagspause

Mit vollem Magen wollen wir nur noch ins nächste Hotel und ein bisschen baden.

Die Villa Arquelocica ist zwar nicht so toll wie die letzten 2 Haciendas, einen Pool hat sie und sie liegt nur 10 min von Chitzen Itza entfernt. Hier soll morgen unsere Reise auf den Spuren der Mayas weitergehen. 

Vorher informierte uns Manuel über die Möglichkeit am Abend an der LaserShow in Chichen Itza teilzunehmen, als Wiedergutmachung unserer ausgefallenen Ballonfahrt. Wir willigen ein und gerade als es losgehen soll….Regen.

Wir sind gespannt ob es stattfindet. Hola.sis

Leguane, Flamingos, Krokodile

15.01.2025  27° gefühlt 37°

Seit gestern sind wir wieder geführt unterwegs. Unserer neuer und letzter Guide für diesen Urlaub heißt Manuel. Er ist ein 54 jähriger Schweitzer, der vor 20 Jahren durch Zufall in Mexiko hängen geblieben ist. Er betreibt mit einem Freund eine kleine Reiseagentur und will uns die wichtigsten Highlights von Yucatan in den nächsten Tagen zeigen. Er ist unser 2 in 1, Guide und Fahrer gleichzeitig.

Am zweiten Tag erwachen wir gut ausgeruht auf unserer magischen Hacienda und starten mit der Besichtigung einer Sisal-Fabrik.

Sisal wird aus Agaven hergestellt. Die Herstellung von Seilen aus Sisal war die Haupteinnahmequelle von über 1000 Haciendas in ganz Yucatan im 1900 Jahrhundert. Dabei heißen die Seile oder Fasern garnicht Sisal, sondern das ist der Name des Hafens, den es auch heute noch gibt.

Carlos zeigt uns den gesamten Betrieb und erklärt mit viel Enthusiasmus die Herstellung vom Blatt bis zum Seil. Die Mayas kannten die Herstellung der Fasern schon und nutzten sie z.B. zum Nähen inkl der scharfen Blattspitze.  Besonders die Maschine, die die Fasern aus dem Blatt gewinnt, hat es uns angetan. Sie ist von 1853 und noch in Betrieb.

Wenig später erklettern wir die Maya Ruinen von Ake und sehen den ersten Leguan aus der Nähe. Gestern hatten wir schon mehrere vorbei huschen sehen.

Es ist 10.00 Uhr und der Schweiß fließt. Es liegt nicht nur an der Temperatur, sondern an der hohen Luftfeuchtigkeit. Alles fühlt sich an wie Waschküche.

Zur Abkühlung geht es an den Golf von Mexiko. Wir sind jetzt einmal quer über die Halbinsel gefahren von der Karibischen See an den Golf von Mexiko.

In Celestun, nicht weit vom Meer, gibt es ein großes Naturschutzgebiet. Ein riesiger See mit Mangrovenwäldern rundherum. Wir fahren mit dem Boot auf den See und beobachten Flamingos, Pelikane, Krokodile, Reiher…und und und.

Sehr spät erreichen wir unsere heutige Hacienda. Natürlich wird der Pool getestet, eine willkommene Abkühlung nach einem tollen Tag.

Hola.sis

Bunt, bunter Mexiko

14.01.2025  27° schwül, heiß

Heute haben wir das Mexiko gesehen,  wie ich es mir vorgestellt habe:

Vallaloid
Reis, Schwein in Bananenblatt gegrillt
Markt in Vallaloid

Cenoten Suytun und Kaa’n

Nach einer langen, langen Fahrt durch nichts außer grün, kommen wir in unserer Hazienda an.

Nach ein paar Runden im Pool, essen wir im Restaurant und nur der kleine Kerl leistet uns Gesellschaft. Wir sind die einzigen Gäste im Hotel. Es ist sehr schön und ruhig. Nur das Zirpen der Grillen ist zu hören und der Rasen glitzert vor lauter Glühwürmchen. Was für ein schöner Tag.

Hola.sis

Das Paradies für die Schönen und Reichen

13.01.2025 Tulum 31° Sonne, Wind

Es ist traumhaft schön.

Doch die Schönheit hat ihren Preis. Haben wir in Mexiko City am Abend lecker für 25 € zusammen gegessen, kostet hier das gleiche Essen 110 €. Es ist ein „Must to be“ für Influencer und Poser. Die Mädels sehen alle aus wie aus einem Katalog entstiegen mit winzigen Bikinis und einem gehäckelten kleinem Etwas ( natur oder beige) darüber und die jungen Männer wie frisch aus dem Gym. Geld scheint keine Rolle zu spielen.

Unser alternatives Camp ist eine der wenigen Ausnahmen vor Ort. Ansonsten gibt es meist nur exklusive Hotels und Bars.

Frühstück ist zum Glück inklusive und so starten wir gesund und lecker in den Tag.

Der Strandspaziergang danach ist herrlich, nur als wir nach einem Lokal für den Abend an der Straße Ausschau halten, kommen wir nicht mehr an den Strand, sondern müssen die Straße bis zu unserem Camp zurück. Der Strand ist hermetisch abgeriegelt und nur durch das jeweilige Hotel begehbar.

Wir verbringen den Rest des Tages am Strand.

Allerdings nicht auf den Liegen sondern im Sand. Liegen kosten 100 € am Tag.

Unserem Urlaubsfeeling tut das keinen Abbruch. Es ist warm, sonnig, mit einem erfrischenden Wind vom Meer. Es riecht nach Meer und Salz und es ist nur das Wellenrauschen zu hören. Herrlich.

Morgen früh 8.00 Uhr geht es weiter. Unsere Rundreise beginnt und bringt uns als erstes nach Valladolid. Ein nettes Pärchen aus der Schweiz wohnt ein Zelt gegenüber und erzählte uns, es ist überall günstiger als hier, aber auch nirgendwo so schön.

Hola.sis

Tulum

12.01.2025  30°

Der Landeanflug auf Tulum ist spektakulär, man sieht nichts außer grün, soweit das Auge reicht.

Wir landen im Sommer. Schon beim Verlassen des Flugzeugs schlägt uns die heiß, feuchte Luft entgegen.

Wir diskutieren ein wenig über Taxi oder Mietwagen, nach den anstrengenden Tagen in MexikoCity liegen bei uns die Nerven etwas blank.

Die Entscheidung fällt aufs Taxi. Der Weg zum Hotel ist lang, ca 1 Stunde sagt das Navi. In Mexiko dauert irgendwie alles 1 Stunde.

Am Ende der Hotelzone erreichen wir unsere Unterkunft und freuen uns über die letzten Sonnenstrahlen über dem Dschungel.

Unser Pool
Zimmereingang
Dusche
Badezimmer

Nach dem Umziehen, leider ist es schon dunkel, essen wir am Strand.

Morgen heißt es ausruhen und relaxen bevor die Reise weiter geht.

Hola.sis

Willkommen in Mexiko-City

09.1.2025 20° sonnig

Wir haben es geschafft. 16.00 Uhr blicken wir aus unserem Hotelzimmer direkt auf den Zocalo ( den Zentralen Platz in Mexiko- City) und auf die beeindruckende Kadedrale.

Der Verkehr und die Massen an Menschen sind Wahnsinn. Alles redet und hupt  durcheinander. Die Frequenz des mexikanischen Spanisch ist deutlich erhöht. Lauter und viel viel schneller. Englisch oft Fehlanzeige. Puhhh, das kann ja lustig werden.

Wir müssen uns erstmal orientieren und überlegen, was wir machen und wo es Essen für den Abend gibt.

Hola.sis

¡Hola Kuba Y Mexiko!

1.01.2025 Deutschland -2°

Es geht wieder los! Eine Nacht noch… dann starten wir in Richtung Mexiko mit seinen alten Mayapyramiden und den langen weißen Karibikstränden.

Die Planung gestaltete sich schwieriger als gedacht. Pauschalangebot gibt es viele, aber diese sind teuer und unflexibel. Wir mögen es lieber flexibel und so günstig wie möglich.

Ein preisgünstiger Tip war ein StoppOver auf Kuba einzulegen und dort ein paar Tage Strand und Kultur zu genießen. Ob und wie sinnvoll dieser Abstecher wird…wir lassen uns überraschen.

Gesundheitlich lief es in den letzten Wochen auch nicht optimal. So reisen wir jetzt mit einem gebrochenen Arm und Rippen, sowie pochenden Backenzahn. Hola sis.