Auf zu neuen Abenteuern

09.01.2025  22° mir ist kalt

Noch eine Stunde bis zum Abflug nach Mexiko City. Die Abflughalle hat gefühlte 10°. Der Tag fing früh an, kurz nach 6.00 Uhr in tiefster Dunkelheit sind wir mit dem Taxi von Jibacoa nach Havanna zum Flughafen gefahren.

Den gestrigen Tag verbrachten wir anders als erwartet, nicht schnorchelnd am Strand sondern windgeschützt am Pool, glücklich über jeden Sonnenstrahl, der es durch die Wolken schaffte. Es stürmte. Am Strand wehte die rote Fahne für Badeverbot und die Wellen rollten donnernd über die Riffkante zum Strand. Immer noch schöneres Wetter als in Deutschland, aber irgendwie nicht so karibisch, wie erwartet.

Weder Rum noch Zigarren schaffen es in unser Gepäck. Nur der neue Hut. Sorry Patrick.

So what…. das Bücherregal des Hotels war gut gefüllt, auch mit deutscher Literatur, und die Bar zauberte nach ihren Möglichkeiten immer neue Cocktailkompositionen (irgendeine Zutat fehlte wahrscheinlich immer). Nur der dicke Pullover und die lange Hose müssen Überstunden schieben. Außerdem eine gute Vorbereitung auf Mexiko City, hier soll es auch nicht warm sein.

Heute morgen kurz vor Havanna zeigte sich dann Kuba von seiner besten Seite. Die aufgehende Sonne zauberte die Wolken rosa und den aufklarenden Himmel in türkis, sanft wiegten sich dazu die Palmen am Wegesrand.

Ich bin ein bisschen wehmütig. Kuba hat mein Herz berührt, diese Lebensfreude und Liebenswürdigkeit trotz aller Umstände.

Besonders Havanna mit seinen Oldtimern und alten Kolonalgebäuden, bunten Häuserfassaden, an jeder Ecke Musik, trotz Dreck und Verfall könnte die schönste Stadt sein, die ich bisher besucht habe. Wenn da nicht… natürlich…das „Embargo“  wäre.

Sogar am mangelnden Fischfang ist es Schuld, da durch das Embargo das Meer rund um Kuba leer ist. (Kubanische Politikeraussage im Fernsehen). Nicht an den Nußschalen der Fischer und dem Verbot größere Boote zu haben. Diese Anektode gab Abel zum Besten auf die Zustände angesprochen.

Wir sitzen in der Zwischenzeit im proppevollen Flugzeug, eine mexikanische Fluggesellschaft. Jeder reist hier mit Handgepäck und so versuchen die Flugbegleiter verzweifelt alles unterzubringen, ein bisschen chaotisch. Hoffentlich kein Ausblick auf unseren weiteren Reiseverlauf.

Sieht aus wie ein Flugzeugfriedhof.

Wir sind glücklich und erstaunt, dass auf Kuba alles geklappt hat, jeder Transfer, jede Verabredung wurde pünktlich eingehalten. Nie gab es das Gefühl “ lost“ zu sein. Aus unseren 7 Tagen , in unserem Tempo und mit dem ausgewogenen Verhältnis zwischen Information und Erholung war alles perfekt. Doch…

…Kuba muss man wollen. Wir werden Adios sagen und nicht auf Wiedersehen und ich bin mir nicht sicher, ob ich jemanden zu einer Reise raten würde.

Hola.sis

Playa Jibacoa, Kuba

7.01.2025  22° Sonne, Wolken, Wind

Seit gestern sind wir in Jibacoa, etwa 50 km von Havanna am Altantischen Ozean. Eine Bucht gelegen zwischen Bergen und Meer mit einem vorgelagerten Riff. Fast die gesamte Bucht ist belegt von unserem Hotel „Memories“. 18 Bungalos mit jeweils 14 Zimmern, also Platz für fast 500 Personen. Gefühlt sind vielleicht 150 Gäste da, davon die eine Hälfte Deutsche und die andere Hälfte Kanadier. Die Anlage ist sehr schön, könnte aber überall auf der Welt stehen, nur beim Essen wird man daran erinnert auf Kuba zu sein. Für kubanische Verhältnisse paradisisch für unsere sehr überschaubar.

Die nächsten 2 Tage werden wir schlafen, lesen, chillen, uns ausruhen…was man also so macht im Urlaub.

Hola.sis

Vinalés

3.01.2025  26° sonnig, leicht bewölkt

18.00 Uhr irgendwo auf der A4 Richtung Havanna ist es ganz still im Auto, nur das eintönige Brummen des Motors ist zu hören.  Wir, Jörg und ich sitzen bequem auf der Rückbank „unseres“ Chevrolet Belair aus dem Jahr 1955 und hängen unseren Gedanken nach. Vorne muss Eduardo, unser Chauffeur, versuchen sein Auto gut über diese LochanLoch Straße zu steuern und unser Guide Abel freut sich mal nichts mehr erzählen zu müssen. Seit 8.00 Uhr heute morgen hat er uns mit Informationen über das Leben der Kubaner versorgt und sehr geduldig alle unsere Fragen beantwortet.

Den ganzen Tag haben wir zusammen verbracht, uns das Tal von Vinalés, eine Tabakplantage, Indianerhöhlen und Prähistorische Zeichnungen angeschaut, typisch kubanisches Essen probiert und Freunde von Eduardo besucht.

Ein sehr schöner Tag, der Lust auf mehr macht. Abel wird uns morgen nochmal begleiten, wenn wir Havanna besichtigen.

Eine Stunde später fahren wir die gleichen, holprigen, dunklen  Straßen wie gestern abend in Havanna entlang. Die zum Teil baufälligen vergitterten Häuser sind gleich, das dunkle Gewimmel der Fußgänger ist gleich und doch ist mein/unser bedrückendes Gefühl von gestern weg. Heute weiß ich wie mein Bett aussieht und das die Gegend unserer Wohnung zwar sündhaft teuer ist, aber alles bietet was man sich für einen entspannten Abend wünscht, kalte Getränke und leckeres Essen.

Hola, sis.

¡Hola Kuba Y Mexiko!

1.01.2025 Deutschland -2°

Es geht wieder los! Eine Nacht noch… dann starten wir in Richtung Mexiko mit seinen alten Mayapyramiden und den langen weißen Karibikstränden.

Die Planung gestaltete sich schwieriger als gedacht. Pauschalangebot gibt es viele, aber diese sind teuer und unflexibel. Wir mögen es lieber flexibel und so günstig wie möglich.

Ein preisgünstiger Tip war ein StoppOver auf Kuba einzulegen und dort ein paar Tage Strand und Kultur zu genießen. Ob und wie sinnvoll dieser Abstecher wird…wir lassen uns überraschen.

Gesundheitlich lief es in den letzten Wochen auch nicht optimal. So reisen wir jetzt mit einem gebrochenen Arm und Rippen, sowie pochenden Backenzahn. Hola sis.