Fazit…Inseltraum und Orient

29.01.2023  -4° Deutschland

We are back. Gut gelandet im kalten Deutschland.

Die Malediven im Rückblick ein Traumurlaub, der sich mit seinen endlos weißen Stränden, unzählichen kleinen Inseln, den herrlich warmen Nächten, Badewannenwarmen Wasser und der grandiosen Unterwasserwelt fest in mein Herz geschlossen hat.

Gänsehaut überzieht mich immer wieder bei dem Gedanken an die großen weiß getupften wunderschönen Walhaie. Ihre Ruhe und Gelassenheit, das Zirpen und Knattern beim Abtauchen.

Wer Wasser mag, gerne taucht oder schnorchelt oder ruhig mit einem Buch jeden Tag seines Urlaubs am Strand liegen möchte, ist hier genau richtig. Man sollte den Partner mögen und sich mit ihm gerne beschäftigen und unterhalten wollen, der einen begleitet, andere Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es eher nicht.

Uns hat trotz aller Einschränkungen das deutlich günstigere Local Island Dhigurah besser gefallen, die Tuk-Tuk- Fahrten  einfach legendär. Beim Sovenirkaufen, ja es gibt eine Straße mit ca 5 Tourist- Shops, wartet man auf der Bank vor dem Laden bis jemand der vorbeikommt den Inhaber ruft und der einem den Laden aufschließt. Öffnungszeiten gibt es nicht, Preise auch nicht, alles verhandelbar. Und natürlich die wunderbaren Jungs der Tauchschule, die immer so ein bißchen wie Aqua-Man in klein aussahen mit ihren langen Haaren und den Bärten.

Überrascht und staunend denke ich an die erste Fahrt durch Dubai zurück. Die Riesenstraßen, das Chaos an der DubaiMall, die Vielfältigkeit der Bevölkerung, die Vielzahl der Hochhäuser. Egal wo, es war immer sauber und gefühlt immer sicher. Daumen hoch für Dubai.

So richtig in einem arabischen Land haben wir uns erst im Oman gefühlt, hier passen die Bauwerke und die Kleidung der Bevölkerung zu unseren Vorstellungen von Arabien. Die Protzigkeit des Sultans mit seinen 3 Superjachten und 12 Palästen wird mit Stolz toleriert, da auch viel für die Bildung und den Wohlstand der Bevölkerung getan wird. Jeder Omani ( Mann oder Frau) bekommt mit der Volljährigkeit ein Grunstück und bei der Heirat zusätzlich ein Haus geschenkt, Krankenversicherung gibt es für alle kostenlos, Bildung für Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Verzweifelt habe ich manchmal nach öffentlichen Toiletten gesucht. Männer und Frauen liegen hier räumlich oft weit auseinander. Dagegen liegt der PrayersRoom (Raum zum Beten) genau bei den Toiletten und war meist besser ausgeschildert. Man muss nur wissen, wonach man suchen soll.

Unsere Wünsche bezüglich Orient und Malediven sind erfüllt, auf der Bucketlist abgehakt. Neues Jahr, neues Glück vielleicht klappt es dann mit Hawaii. sis

Dhigurah

15.01.2023 tagsüber 31° nachts 26° wolkig

Tag 4 unseres Insellebens beginnt, wie sollte es anders sein, mit einem Bootstrip. Gut angezogen schnorcheln wir relaxt die Außenkante des Inselriffs entlang. Durch die Strömung gleiten wir ohne Anstrenung an unzähligen Fischschwärmen vorbei und sehen einen kleinen Schwarzspitzenhai am Riff entlangschwimmen.

Nach dem Trip wollen wir unseren Körpern eine Sonnenpause gönnen. Der Walhai gestern fordert seinen Tribut. Alles was beim Schnorcheln aus dem Wasser ragte färbt sich gen signalrot.

Also was tun: Inselrundfahrt mit den Inseltaxi.

Achtung. Gegenverkehr.

Straßen im herkömmlichen Sinn gibt es nicht. Alle Wege bestehen aus Sandpisten, die mal besser oder schlechter sind.

Autos gibt es auch keine. Nur einige wenige Pikups, meist in sehr schlechten Zustand. Außerdem Roller , Motorräder und Tuk Tuks. Diese sind mit Elekromotor und werden zum Transport für alles genutzt., inklusive uns.

Wir fahren durch dichtes Gebüsch an die Inselspitze. Traumstrand, soweit das Auge reicht.

Der Traum hat auch Schattenseiten. Auf allen Local Islands ist aus religiösen Gründen Alkohol strengstens verboten. Eigentlich müsste das Lied also heißen: Es gibt kein Bier…auf den Malediven…

Als Zweites muss man ein wenig auf die Kleidung achten, es gibt Bikini-verbot. Zumindest an den meisten Stränden.

Ab unserem Hotel links darf man, rechts nicht. Ist ein bißchen wie FKK an der Ostsee.

Was mich am meisten betrübt sind die fehlenden Sonnenuntergänge. Der Himmel und auch das Wasser sind immer etwas diesig. Keine zischende Sonne, die im Meer versinkt. Aber das ist ja, Jammern auf sehr hohem Niveau. Schön ist’s trotzdem.sis

Malediven

12.01.2023  8.00 Uhr 28 ° schwül heiß

Male, die Haupstadt der Malediven begrüßt uns heiß. Beim ersten Schritt auf die Gangway schlägt uns schwüle, feuchtwarme Luft entgegen.

Der Flug mit Zwischenlandung in Doha verlief problemlos. Wir sind seit fast 24 Stunden unterwegs und noch nicht da.

Eigentlich sollen wir jetzt mit einem Speedboot auf „unsere Insel“ gebracht werden. Leider gibt es gefühlt 100 Personen mit Schildern aus den unterschiedlichsten Resorts, die auf die Flugankömmlinge warten, mit ihren Schildern winken und wild durcheinander schreien. Was für ein Chaos.

Da wir in ein Guesthouse und nicht in ein Resort wollen, gestaltet sich die Sache noch schwieriger. Wir sollen uns am Stand 34 melden, den gibt es aber garnicht mehr. Alle Stände wurden umbenannt. Hilfe…und nun?

Der Blick vor den Flughafen entschädigt schon mal. Türkisblaues Wasser und Sonnenschein.

Wir lesen unsere Unterlagen nochmal genau, finden die örtliche Agentur ( zum Glück steht der Name irgendwo ganz klein) bei der unser Bootticket hinterlegt ist und starten 11.00 nach Dhigurah.

Definitiv nichts für jemand mit Seekrankheit oder Rückenleiden. Wir werden gerüttelt und geschüttelt und mir wird ganz anders bei dem Gedanken, dass es jetzt 2 Stunden so geht. Keine 5 min später fordern die Anstrengungen der Reise ihren Tribut und wir fallen beide in einen tiefen Schlaf bis kurz vor Dhigurah.

Transport zum Guesthouse, Koffer und Meschen kommt alles auf die Ladefläche.
Weg von der Unterkunft zum Strand.

Badesachen an und reinspringen. Hurra, wir sind da. sis

Insel Traum

10.01.2023 5° Hessen, Deutschland

In meinem Traum sitze ich mit einer Blumenkette am Waikikistrand, fahre die gewundenen Straßen auf Maui entlang und sehe große Buckelwale vor den Küsten Hawaii’s.

Manchmal werden Träume wahr.

Aber nicht dieses Jahr.

Traum und Zeitmanagement passen einfach nicht. Also habe ich meine Bucketlist befragt und neu geträumt.

Einsame Inseln, weißer Sandstrand leuchtend blaues Wasser, bunte Fische, Schildkröten und Wale.

Dies alles hoffen wir auf den Malediven zu finden.

Morgen geht es los. Flug von Frankfurt über Doha nach Male, weiter mit dem Speedboot nach Dhigurah. Eine Einheimischen Insel mit kleinen einfachen Gästehäusern und hoffentlich guten Schnorchelmöglichkeiten.

Seit 2019, fast 4 Jahren die erste Flugreise. Ich bin super angespannt. Ach wären wir nur schon da. sis