Smögen…muss man mögen;)

27.07.2025 20° Sonne, Wind

Heute morgen haben wir Göteborg hinter uns gelassen, immer weiter in den Norden die Westküste hoch. Unser Wunschziel ist Smögen: Influenzer Hotspot mit wunderschönen Holzhäusern und Fischerbooten zwischen rauen Felsen, zumindest haben wir solche Bilder gesehen.

Zwischen Malmö und Göteborg fehlte uns allen noch ein wenig das Schwedengefühl. Die Häuser, der Strand, alles sah so aus, wie wir es aus Dänemark kennen. Je weiter wir gen Norden kommen, umso mehr sieht die Umgebung wie in den „Inga Lindström“ Filmen aus. Felsen, grüne Wiesen, kleine Buchten, rot weiße Häuschen.

Smögen setzt hier noch einen drauf. Alle Bilder haben nicht gelogen.

Wilde schroffe Felsen, kleine weiße, rote, gelbe und blaue Holzhäuser dazwischen und obendrauf. Eine kleine Bucht an der nächsten. Wir fahren von Festland über die Brücke nach Smögen und wissen garnicht wo wir zuerst hinsehen sollen.

Bei soviel Oh gibt es natürlich auch ein Ach. Nicht nur wir wollen Smögen „mögen“. Ganze Autokolonen schieben sich die kleine Straße in beide Richtungen. Wir sind früh dran und finden zwei schöne Parkplätze nebeneinander und nach einem kurzen Fußmarsch Richtung Hafen erklärt sich auch das Chaos. Dieses Wochenende ist genau hier ein Festival mit riesiger Bühne und irgendwelchen bekannten schwedischen Acts und natürlich auch vielen, vielen Besuchern.

Trotzdem ist das Städtchen sehenswert und liebenswert. Es duftet überall nach einer Mischung aus frischen Waffeln und Krabben. Kleine Lädchen laden zum Bummeln ein und alle sind super entspannt.

Oberhalb auf den Felsen Richtung Meer, ist man dann ganz weit weg von allem, nur der Wind und das Meer.

Ein perfekter Tag mit perfekten Sonnenuntergang. Morgen verlassen wir die Küste und fahren gen Norden ins Landesinnere. sis

Ein Seerosenteich oben auf den Felsen.

Göteborg

26.07.2025  22° Sonne

Wenn du nicht mehr weißt, welcher Wochentag ist, fängt der Urlaubsmodus an.

19.00 Uhr, Samstag, ich sitze am Hafen, vor mir liegt die City von Göteburg. Ein wenig muss ich schon überlegen, welchen Tag wir haben.

Gestern sind wir mit zwei kleinen Stopps am Flugzeugmuseum von Ängelholm und am Mellbystrand Richtung Göteborg gerast. Wir sparsamen Deutschen wollten über die Brücke in Göteborg keine Maut bezahlen und haben uns so kreuz und quer mit Google durch die Stadt lotsen lassen. Mit drei verschiedenen Anlaufstellen (entweder zu weit weg oder voll) sind wir dann glücklich und schweißgebadet an unseren Stellplatzfavoriten direkt gegenüber der Stadt angekommen. Und siehe da, genügend Platz, schöne Aussicht, Fähranleger direkt in die Stadt…alles perfekt.

Auf den wilden Ritt, erstmal ein Longdrink.

Göteborg entpuppt sich als sehr viel größer als erwartet und das nächste Mal nehmen wir die Brücke und die Maut.

Mit dem HopOn-HopOff Boot schipperten wir heute durch den Hafen und die Kanäle der Stadt. Besonders Haga mit seinen vielen Kaffee’s, riesigen Zimtschnecken und kleinen Boutiquen ist einen Besuch wert. Natürlich gab es dort auch eine Fika, bevor es wieder ins Boot und weiter durch die Stadt ging. Göteborg- überraschend schön, gesellig und Lebensmittellastig (gefühlt ist die ganze Stadt ein einziges Restaurant/Cafe) unbedingt einen Besuch wert. sis

Stadtteil Haga
Fischkirche
Fika
Mellbystrand
Flugmuseum mit Flugsimulator

Schön Mittendrin

24.07.2025  sonnig (endlich) und angenehm warm

Pläne sind zum Ändern da und nirgendwo  funktioniert das besser als beim Campen.

Im Plan standen zwei Tage auf der Halbinsel Kullaberg in der Nähe von Mölle. Wunderschöner Landstrich immer in Sichweite zum Meer, leider finden das auch alle anderen. Stellplätze, Campingplätze…alles sehr voll. Zu voll für uns. Und nun?

Den kurzen Weg von Landskrona zur Halbinsel verschönern wir mit zwei Stopps. Erst an der Citadelle von Landskrona und dann am Schloss von Kapperup. Am Schoss gibt es ein wunderschönes Gartenkaffee und dort genießen wir unsere erste „Fika“. Das ist die schwedische Variante von Kaffeepause.

Öresund/Ostsee
Wunderschöner Schlossgarten
Fika

Kurz vor Mölle wird klar, daß es schwierig wird, eine gute Stellmöglichkeit für Zitrone und Klaus zu finden. So heißen jetzt unsere beiden Camper.

Wir entscheiden auf der anderen Seite der Halbinsel zurück zu fahren und landen mitten auf der Insel bei einem alten Bauernhof, der seine Wiese als Campingplatz und Festivalgelände nutzt. Weitläufig stehen hier ein paar Camper und es gibt auch 2-3 Zelte. Wir liegen den Rest des Tages in der Sonne und staunen am Abend über die vollkommene Stille.

Gestern noch am Meer…gibt es heute nur Bäume und Wiesen, anders.schön!

Trotz des lauschigen Plätzchen wollen wir morgen weiter und werden Kullaberg allen anderen überlassen. sis

Malmö = ekeliges Essen

24.07.2025 Landskrona 10.00 Uhr 21°

Nein, in Malmö kann man bestimmt auch super und lecker essen, aber die zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit nach der Öresundbrücke ist das „Disgustin Food Museum“ und das wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Schon als die Schiebetür aufgeht schlägt uns ein irgendwie eigenartig ekeliger Geruch entgegen. Hier gibt es allerlei ungewöhnliche, stinkende, eklige Essensbräuche aus aller Welt zu bestaunen und auch zum Probieren. 

Wir testen uns durch schwarze Ameisen, Mehlwürmer, Stinkwanzen, Ziegenmagenkäse, Stinkefrucht, Harkal ( fermentierter Hai) Surströmming ( Stinkefisch aus Schweden) und vieles andere. Jeder hat einen anderen Ekelfavorit und Martina schwört noch Stunden später Stinkefrucht auf der Zunge zu schmecken. Ein ungewöhnliches Museum, wer sich immer schon gefragt hat, wie sich Essensprüfungen im Dschungelcamp anfühlen, sollte es unbedingt mal besuchen.

Ansonsten ist Malmö, entspannt und schön. Wir fahren zurück zum Parkplatz mit der historischen Museumsbahn und eine halbe Stunde später halten wir in Landskrona die Füße bei strahlenden Sonnenschein in die Ostsee.

Willkommen in Schweden. sis

Großstadt auf dänisch

22.07.2025 feucht warme 21°

Die Stadt platzt aus allen Nähen, im Kreutzfahrtterminal liegen mindestens 2 riesige Schiffe, die ihre Menschenflut in die Stadt spülen. Kleine bunte Wimpel, winkende Regenschirme und Schilder werden durch die Luft geschwenkt und von kleinen Menschengruppen verfolgt. Was für ein Spektakel. Die Wachablösung in Schloss Amalienborg wird dabei fast zum Nebenschauplatz.

Der Himmel lockte uns am Morgen mit Sonne in die Stadt und öffnet am Nachmittag seine Regenschleusen. Wir genießen den Tag trotzdem….

und  ich kröne meinen Tag mit dem ersten Bad in der Ostsee.

Öresundbrücke

Ein schöner Tag. sis

Kopenhagen

21.07.2025   22.00 Uhr  19°

Wir sind angekommen am ersten Step unserer Reise. In Sichtweite der Öresundbrücke und 20 min Fahrradweg von der Innenstadt halten wir zwei Nächte am Jachthafen von Kopenhagen.

Der Platz ist nicht günstig, brechend voll, fest in deutscher Hand, doch super gelegen und zum Abendessen haben wir uns mit frischem Fisch im nahegelegenen Restaurant verwöhnen lassen.

Das Wetter wechselt von Nieselregen zu Regen und zurück, aber die Luft ist angenehm warm.

Mein Kopf muss noch abschalten, heute während der Autofahrt wurden noch fleißig E-mails geschrieben. Abschalten im Flieger geht irgendwie schneller.

Also alles noch verbesserungswürdig…wir haben ja noch Zeit.

Beruhigend schön…Jachthafen bei Nacht. sis

Schweden

20.07.2025  schwüle 28°

Ich habe lange überlegt, ob ich über unser neues Abenteuer schreiben möchte.

Jetzt sitze ich im Camper Richtung Hamburg , draußen geht gerade die Welt unter. Der Himmel schüttet alles, was er hat, auf uns herunter, es stürmt und regnet. Urlaubsstimmung ???

Okay, dann doch Blog schreiben, auf die kommenden Wochen fokussieren und hoffen mit jedem Meter mehr zwischen unserem Camper und unserer Heimat steigt das Reisefieber.

Sonst meist mit dem Flieger unterwegs, geht es diesen Sommer mit unserer Zitrone 🍋  über Dänemark und die Öresundbrücke nach Schweden, einmal im Uhrzeigersinn rundherum.

Zitrone 🍋

Unsere Reisegruppe besteht aus 2 Campern und vier Zweibeiner. Wir hoffen auf tolle Landschaft, Entspannung, ein bisschen Abenteuer, schönes Wetter und ich möchte baden…wo immer es geht.

Den Sturm und Regen haben wir hinter uns gelassen….vor uns lichtet sich der Himmel und schickt ein einladendes Abendrot.

So kann es weitergehen 😉 sis

CATUHIA

Ups, was habe ich denn da gebucht. Das war mein erster Gedanke als wir bei Brigittes Farm  in Cathuia ankamen. Eine freundliche Schweizerin mir Rastalocken begrüßt uns . Zeigt uns erstmal die Faultiere die in ihren Bäumen über dem Frühstücksplatz leben und sagt dann  wir müssen jetzt mit dem Auto zur  Lodge fahren. Steigt mal ein, neben dem Hund ist noch Platz, und stört euch nicht an den Pferdesachen. Wir fahren eine kurze  Strecke in den Wald. Dort stehen zwei kleine Holzhäuser.  Sonst gibt es nur Natur . Wir  merken schnell dass es eine kleine Oase ist. Das Meer ist nur 200 Meter entfernt und  der kleine Ort ist auch nicht weit weg. Zum Frühstück  müssen wir ca. 500 m laufen. Brigitte ist vor 40 Jahren dort hängen geblieben und hat die kleine Farm gegründet.  Sie bietet Reittouren , Nachtwanderungen und  Kochkurse an.

Unsere Lodge  und der Frühstücksplatz

Im Ort dudelt viel Raggee Musik. Man könnte auch denken man ist auf Jamaika. Das sind wohl noch die Überbleibsel längst vergangener Zeiten.

Wir lassen uns es zwei Tage gut gehen . Genießen den Sonnenaufgang auf der Terrasse.  Schauen den Affen beim klettern und Vögel beim Nestbau zu und gehen baden und noch ein bißchen wandern. So geht die Zeit schnell vorbei.

Wir hatten eine schöne Reise. Costa Rica ist ein  grünes Land , sauber und sicher. Allerdings auch teuer.  Die Entscheidung mit einer Gruppe zu reisen  war gut.  Ohne Guide  hätten wir bestimmt  nicht so viel über die Tier- und Pflanzenwelt gelernt. Auch hätten wir so maches Tier erst gar nicht gesehen. Ein Nachteil  ist allerdings das man wirklich  nur die typischen Touristen Ecken zu sehen bekommt und auch nur in Touristen  Plätzen Rast macht. Das hätten wir bestimmt ab und  zu  etwas anders gemacht.

In diesem Sinne

Pura Vida Costa Rica

Tortuguero

Tortugero ist eine Lagunenlandschaft , direkt an der Karibischen Küste. Durchzogen von vielen Kanälen und kleinen Wasserstraßen.

Der Weg dorthin ist mühselig.  Es geht ca 30 km über eine Schotterpiste. Durch große Bananenplantagen von Chiquita und Del Monte. Dann steigt man in ein Boot um und fährt zwei Stunden durch die Lagune um im Ort anzukommen.

Der Name Tortugero bedeuet Schildkrötenjäger. Jahrhundert  lebte der Ort vom Handel  mit Schildkröten.  In den 1950er Jahren  stand die Grüne Meersschildkröte kurz vor dem Assterben. Man  gründete den ca 35 km langen Nationalpark.  Entlang der Karibischen Küste ist es das wichtiste  Brutgebiet der Grünen Meeresschildkröte und der Karett Schildkröte. Der Strand darf Nachts nicht betreten werden und während der Brutzeit werden die Nester besonders bewacht.

Dies ist der einzige  Nationalpark,  welcher dauerhaft bewoht ist.   Mittlerweile gibt es  acht Lodgs mit 150000 Touristen im Jahr. Der Ort selbst ist klein und biete trotzdem alles was ein Tourist so braucht. Von Soueniers bis Streetfood.

Wir unternehmen kurze Wanderungen und erkunden die Lagune auf Bootstouren. Vom Boot aus beobachten wir Seeadler,  Reiher , Langhalsvogel, Klippfischer, Affen und noch so einiges. Die Lagunenlandschaft ist sehr beeindruckend. Viele Kanäle schlängeln sich durch die Tropen. Alles ist feucht heiß. Jede Nacht regnet es und ab April  wird es auch am Tag  immer wieder regnen. Niederschlag  6000 mm pro Jahr.

Ich finde das ganze etwas widersprüchlich. Tatsächlich achtet man sehr auf die Natur und ist umweltbewusst. Auf der anderen Seite ist es dann doch auch Massentourimus wenn hier so viele Menschen  im Jahr hinkommen.

Für uns endet die gemeinsame Reise mit den zwei Schweizer Paaren heute. Die Wege trennen sich. Wir fahren noch für zwei Tage an den Strand. Die einen kehren nach Hause zurück  und die anderen beiden reisen noch etwas weiter.

Sarpique 

Heute steht der Besuch der Familie Gomes auf ihrer Finca auf dem Programm. Roberto hat vor 30 Jahren das Land gekauft und mit seiner Familie eine organische Farm gegründet. Nach und nach kam dann der Ökotourismus hinzu. Es wird Ananas, Zuckerrohr, Gemüse, Pfeffer und Zimt angebaut. Wir dürfen Ananas direkt vom Feld probieren. Super lecker. Es gibt jetzt eine Ananassorte die ist innen pink. Da kostet eine Frucht 20 Dollar. Schmeckt aber auch nicht  anders. Man versucht sehr im Einklang mit der Natur zu leben. Wir sehen Vögel, rote Frösche, grüne Frösche , große  Spinnen. 

Zum Mittagessen gibt es Fisch, den der Bauer zwei Stunden vorher aus dem Teich geholt hat.

Am Nachmittag  fahren wir in das  Tirimbina Regenwaldreserat. Eine kleinee Wanderung führt uns mal wieder über eine Hängebrücke. Hier haben wir gute Sicht auf den Fluss. Man kann ihn befahren. Auch Rafting Touren werden angeboten. Vorausgesetzt der Fluß führt genug Wasser. Anschließend  erklärt uns ein Guide alles wissenswerte  über den Anbau und die Verarbeitung von Kakao .

Nach wie vor ist vieles Handarbeit. Egal welche Früchte, sie werden per Hand geerntet. Auch weden die Setzlinge per Hand gepflanzt.

Roberto sucht Frösche
Baumgurke, sehr sauer