Manta, Manta

13.01.2023 29° sonnig, warm

Guten Morgen Sonnenschein, wir starten um 8.15 Uhr mit dem Tuk,Tuk zum Hafen.

Heute wollen und werden wir Manta’s sehen. Mit dem Boot geht es raus aufs Meer. Die Crew instruiert uns schnell zu sein, wenn das Go kommt.

Beim ersten Mal sind wir zu langsam. Mit den Füßen kaum im Wasser, kommt die Ansage wieder zurück. Ein paar Minuten später an einem neuen Platz heißt es wieder „Go“. Jörg verliert beim Reinspringen kurz die Orientierung und blickt beim Umdrehen genau in das große Maul des 1,50 breiten Mantas. Dont touch! wird da echt zur Herausforderung. Mit einem lauten Schreckensschrei lässt er uns an seinem Erlebnis teilhaben.

Wenig später haben wir dann unsere Körper und Schnorchel im Griff ( das letzte Mal ist auch schon 4 Jahre her) nur die Unterwasserkamera will noch nicht so wie gewohnt. So genießen wir die tollen Momente mit den Mantas, ohne Bilder für die Ewigkeit, sondern nur für uns.

Mal sehen welche tollen Fische uns noch über den Weg und dann hoffentlich vor die Linse schwimmen. sis

Malediven

12.01.2023  8.00 Uhr 28 ° schwül heiß

Male, die Haupstadt der Malediven begrüßt uns heiß. Beim ersten Schritt auf die Gangway schlägt uns schwüle, feuchtwarme Luft entgegen.

Der Flug mit Zwischenlandung in Doha verlief problemlos. Wir sind seit fast 24 Stunden unterwegs und noch nicht da.

Eigentlich sollen wir jetzt mit einem Speedboot auf „unsere Insel“ gebracht werden. Leider gibt es gefühlt 100 Personen mit Schildern aus den unterschiedlichsten Resorts, die auf die Flugankömmlinge warten, mit ihren Schildern winken und wild durcheinander schreien. Was für ein Chaos.

Da wir in ein Guesthouse und nicht in ein Resort wollen, gestaltet sich die Sache noch schwieriger. Wir sollen uns am Stand 34 melden, den gibt es aber garnicht mehr. Alle Stände wurden umbenannt. Hilfe…und nun?

Der Blick vor den Flughafen entschädigt schon mal. Türkisblaues Wasser und Sonnenschein.

Wir lesen unsere Unterlagen nochmal genau, finden die örtliche Agentur ( zum Glück steht der Name irgendwo ganz klein) bei der unser Bootticket hinterlegt ist und starten 11.00 nach Dhigurah.

Definitiv nichts für jemand mit Seekrankheit oder Rückenleiden. Wir werden gerüttelt und geschüttelt und mir wird ganz anders bei dem Gedanken, dass es jetzt 2 Stunden so geht. Keine 5 min später fordern die Anstrengungen der Reise ihren Tribut und wir fallen beide in einen tiefen Schlaf bis kurz vor Dhigurah.

Transport zum Guesthouse, Koffer und Meschen kommt alles auf die Ladefläche.
Weg von der Unterkunft zum Strand.

Badesachen an und reinspringen. Hurra, wir sind da. sis

Insel Traum

10.01.2023 5° Hessen, Deutschland

In meinem Traum sitze ich mit einer Blumenkette am Waikikistrand, fahre die gewundenen Straßen auf Maui entlang und sehe große Buckelwale vor den Küsten Hawaii’s.

Manchmal werden Träume wahr.

Aber nicht dieses Jahr.

Traum und Zeitmanagement passen einfach nicht. Also habe ich meine Bucketlist befragt und neu geträumt.

Einsame Inseln, weißer Sandstrand leuchtend blaues Wasser, bunte Fische, Schildkröten und Wale.

Dies alles hoffen wir auf den Malediven zu finden.

Morgen geht es los. Flug von Frankfurt über Doha nach Male, weiter mit dem Speedboot nach Dhigurah. Eine Einheimischen Insel mit kleinen einfachen Gästehäusern und hoffentlich guten Schnorchelmöglichkeiten.

Seit 2019, fast 4 Jahren die erste Flugreise. Ich bin super angespannt. Ach wären wir nur schon da. sis

Fazit…Deutschland unentdeckt…östliches Thüringen

Wir sind wieder zu Hause. Begeistert, erholt, ernüchtert…

Der Teil Thüringens weit ab der A4 hinter den Bergen des Thüringer Waldes hat mich mit seiner Schönheit begeistert: Grüne Wälder, viel Wasser, wenig Menschen. Die Septembersonne strahlte vom Himmel, es roch nach Kiefern, reifen Äpfeln und Heu… Kindheitserinnerungen wurden wach…der Duft der letzten Woche Sommerferien.

Stille Wanderungen, schwimmen im Stausee, paddeln, Boot fahren…vieles ist möglich. Fahrrad fahren würden wir wegen der Berge und den schlechten Wegen nur bedingt empfehlen.

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder campen möchte, findet an den Stauseen (besonders Hohenwarte) alles was er braucht. Auch Motorradfahrer werden die kleinen kurvigen Straßen lieben. Leider gibt es schöne Unterkünfte, einladende Restaurants oder Kneipen, nette Geschäfte zum Einkaufen… nur vereinzelt, verstreut.

Ernüchternd ist aber nicht die schlechte Infrastruktur, sondern mein Gefühl. Trotz dreimaliger Ortswechsel, naß-wackliger Kanutour, Wanderung fernab eingelaufener Wege bleibt die „Komfortzone Heimat“. Drei Autostunden Entfernung ist eben doch anders als 2 Flugtage, andere Sprache und andere Kultur….das Fernweh bleibt. sis

Rudolstadt – Provinzstadt mit Charme

18.09.2020  25° wolkenloser, blauer Himmel

Von allen unseren besuchten Städtchen ist Rudolstadt mir am sympatischsten. Schloss Heidecksburg wacht hoch auf einem Felsen über die Stadt. Der Blick von oben ist phantastisch und auch die Innenräume, besonders der Festsaal sind sehenswert.

Die großen Städte Thüringens Erfurt, Weimar, Jena in greifbarer Nähe, von den Wirren der Jahrhunderte scheinbar unbehelligt geblieben liegt es verträumt im Saaletal

Die Innenstadt mit Marktplatz und Schillerhaus wurde liebevoll restauriert. Obwohl Schiller nur insgesamt 11 Monate hier verbrachte, war diese Zeit für ihn (er lernte Goethe und seine Frau kennen) und für die Stadt, die heute offensiv mit “ Schillers heimliche Liebe“ wirbt, doch sehr wichtig.

Der „Saalestrand“ mit seinen einladenden Liegestühlen, leckeren Burgern und Getränken tut sein Übriges um sich hier wohlzufühlen. sis

Kanutour auf der Saale

17.09.2020 18° bewölkt bis heiter

Der Morgenwind zieht kalt ins Zimmer, der Himmel ist wolkenverhangen, Temperatursturz auf 10°. Ausgerechnet heute wollen wir Kanu fahren. Super.

Wir verlassen unser Hotel Saalestrand in Unterwellenborn. Zwei Tage gute Unterkunft, tolle Lage, leckeres Essen aber mit etwas DDR-Charme und Renovierungsstau.

Der helle Punkt am Berg ist das Hotel.

Der Weg führt nach Saalfeld für einen kleinen Spaziergang durch die sehenswerte Altstadt und weiter nach Rudolstadt. Auf der Festwiese erwartet uns ein Kanu. Die Einweisung ist knapp und spärlich, an die versprochenen, aber nicht vorhandenen Rettungswesten denken wir erst später…als es eng wird.

Die Saale führt teilweise wenig Wasser, mein Bootskapitän ist am Fluchen als er ins Wasser muss, weil wir festsitzen. Zweimal dreht sich unser Kanu in der Strömung. Definitiv nix für unerfahrene Kanuten.

Einsam paddeln wir den Fluss entlang, der Wettergott meint es gut mit uns 20° und ein paar Wölkchen am blauen Himmel, vereinzelt sehen wir Angler im Wasser, Silberreiher, roter Milan und viele viele Enten…sonst nichts.

Mein Mitfahrer will wieder auf festes Land und so erreichen wir in Rekordzeit das Uhlendorfer Wehr und fahren mit der Bahn nach Rudolstadt zurück.

Unsere letzte Unterkunft überrascht. Moderne Häuschen mit Anbindung an die SaalemaxxTherme. Also rein ins Wasser und relaxen. sis

Hohenwartestausee

16.09.2020  29° sonnig, leicht bewölkt

7.00 Uhr Morgennebel zieht die Berge hinab und liegt bleischwer auf dem See, doch kurze Blitzer von hellem Blau lassen schönes Wetter erahnen. Zwei Stunden später pflügt unser Boot sanft schnurrend durch den Stausee. Das Wasser spiegelt den Himmel und rechts und links türmen sich bewaldete Berge auf. In unzähligen Biegungen schlängelt sich der See dahin und vielleicht ist das doch Kanada und nicht Thüringen? sis

Burg Burgk

15.09.2020  30° wolkenloser blauer Himmel

Es ist heiß und wir wandern. Den Reiseplaner sollte man feuern!!

11.00 Uhr geht es unterhalb des Parkplatzes von Burg Burgk los. Immer an der Saale entlang. Im schattigen Wald lässt es sich gut laufen und 16.00 Uhr haben wir das Schloss, den Koberfelsen und die Saaleschleife von allen Seiten und Höhenmetern gesehen.

Die Landschaft ist wundervoll.

40 Minuten Autofahrt später berghoch und bergab baden unsere müden Wanderfüße im Hohenwartestausee und wir haben unser neues Heim bezogen. Ein anstrengender aber wunderschöner Tag.  sis

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Zeulenroda

14.09.2020  27°sonnig

Gestern Abend im letzten Licht der Sonne funkelte uns eine Stadt entgegen. Das große ungewöhnliche  Rathaus thront in mitten der Häuser und nach vielen kleinen Dörfern und nicht vorhandener Gastronomie wächst meine Hoffnung auf etwas Shopping und lecker Essen.

Leider enttäuscht Zeulenroda bei Tageslicht. Eine Kleinstadt mit viel Leerstand, Angebote für Touristen sind wenig vorhanden.

Anders 500m außerhalb am See, dort steht das BioSeeHotel, hier bleiben keine Wünsche offen und nach einer Fahrradtour auf nicht vorgandenen Fahrradwegen, relaxen wir am Pool und sitzen in der Sonne, bis diese hinter den Hügeln verschwindet.

Morgen reisen wir weiter.  sis

Richtung Osten

13.09.2020   27°sonnig

Das Wetter ist prima, eine spätsommerliche Hitzewelle steht an und wir steuern auf unzähligen kleinen Straßen unserem Zwischenziel entgegen: der Oberweißbacher Bergbahn. 1919 eröffnet, geht es per Seilwinde 1200 Meter steil den Berg hinauf. Wir erwischen den Capriowagen und lassen uns gemütlich den Berg hochziehen. Sehenswert auf alle Fälle, sein Essen und Trinken sollte man aber mitbringen. Trotz viel Geduld unsererseits mussten wir durstig den Berg hoch und wieder hinunter.

In Neuhaus am Rennweg wartet, im wahrsten Sinn des Wortes, die komplett aus Holz gebaute Kirche auf uns. Eigentlich wollte ich nur ein Foto machen, doch der Stadtführer hatte wohl Sonntagnachmittags nichts zu tun und bot uns eine kleine Führung durch die Kirche an. Von Außen sah sie schon toll aus, aber als er die vergoldeten Kronleuchter einschaltete und das warme Licht auf das durch die Zeit fast schwarze Fichtenholz fiel, erstrahlt sie und verströmt  ein heimeliges wohliges Gefühl.

Die Zeit rennt und unser Ziel ist noch fern. Durch undurchsichtige Kiefernwälder, bergauf, bergab, durch winzig kleine Dörfer mit verschieferten Häusern geht es im Eiltempo immer weiter östlich. Bis sich die Landschaft verändert, die Wälder sich mit riesigen Weizenfelder abwechseln, Berg und Tal leicht hügelig wird. Willkommen im Thüringer Vogtland. Mit den letzten Lichtstrahlen des rotverfärbten Himmels erreichen wir unser Ziel: das Zeulenrodaer Meer. sis