13.08.2025


Schweden verabschiedet uns mit Morgenrot, blauem Himmel und schönsten Sonnenschein. Für Klaus samt Mannschaft ist es die erste Fahrt mit einem großem Schiff. Egal ob Kreuzfahrt oder Fähre alles Neuland.
Wir sind schneller als gedacht auf dem Schiff und frühstücken im Camper mit Meerblick.



Unsere 7 Stunden verbringen wir mit essen, reden, in der Sonne dösen und spielen. Abends haben wir oft gemeinsam Karten gespielt. Wobei Axel beim Romeè der unangefochtene Sieger war und wir anderen manchmal einfach etwas anderes spielen wollten.
Zeit: ein Fazit zu ziehen. Schweden ist riesig und lässt sich wunderbar mit dem Wohnmobil bereisen. Jeder von uns hat eine andere Lieblingslandschaft. Axel fand es unterhalb des Vättern schön. Martina die Schärenlandschaft und Smögen. Mir gefielen die vielen Seen. Jörg fand es überall schön, wo nicht soviel Wind war.
Was würde ich anders machen? Nicht mehr in der Hauptsaison reisen, sondern lieber Juni oder Ende August/ Anfang September. In den Wäldern ist der Herbst bestimmt auch sehr schön. Auf den Hauptreiserouten war es sehr voll und häufig fühlte es sich an wie Urlaub in Deutschland.
Manchmal hatte ich ein unbehagliches Gefühl mit so vielen Landsleuten Schweden zu vereinnahmen. Seit gestern Abend in Kåseberga ist dieses Gefühl etwas gemildert. Auf unserem Stellplatz kamen auf einmal ganz viele Italiener zusammen. Wir Deutschen sind doch nette, ruhige, ordentliche Touris.
Unsere kleine Reisegruppe inklusive Zitrone und Klaus hat gut funktioniert, wenn auch mal die Fetzen flogen. Sowohl innerhalb der Camper wie auch Mannschaftsweise. Gemeinsam reisen ( besonders so lange) erfordert immer Toleranz und die Bereitschaft Kompromisse zu schließen. Die Zitrone wäre wohl gerne mehr Chinabus gewesen und hätte sich öfter von den Übernachtungsmöglichkeiten überraschen lassen. Klausi’s Festplatte war nach 3 Wochen teilweise überfüllt und der Wunsch nach längeren Stehzeiten, Sanitäranlagen und Mittagsschäfchen (zumindest bei einem Teil) sehr groß. Trotz allem bleibt ein positives, spaßiges Grundgefühl.

Nach 3 1/2 Wochen gibt es noch Reserven im Kleiderschrank. Unsere langen Hosen liegen (bis auf eine) noch ungenutzt im Schrank. In Schweden trägt man im Sommer kurz. Nur bei längeren abendlichen Sitzen im Freien wird es sehr kalt. Eine Jacke oder Pullover, sowie ein Regenumhang sollte man aber immer dabei haben. Das Wetter kann binnen Minuten umschlagen, von Sonne zu Regen oder umgekehrt.
Ist Schweden eine Reise wert? Auf alle Fälle und für jeden ist etwas dabei, ob Städtereise, Camping oder Ferienhaus am See. Echtes Outdoor-Feeling, einsam am See im Wald, haben wir nicht gefunden, gibt es aber bestimmt, tiefer und abseits aller befestigten Wege. Für uns ist das Abenteuer erstmal abgeschlossen. Auf Wiedersehen Schweden, bestimmt irgendwann mal, vielleicht als Rentner mit viel Zeit.
18.30 legt unsere Fähre in Travemünde an. Den Abend lassen wir heute am Hafen ausklingen.

Liebe Grüße an alle die mitgelesen haben und so gedanklich mitgereist sind. Ich hoffe ihr hattet soviel Spaß beim Lesen, wie ich beim Schreiben. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Auf zu neuen Abenteuern!.sis





























































































