Hurra….wir sind da. Nach 9 Stunden Flug, einem sehr kurzem Aufenthalt in Reykjavik landen wir in Newark, New Jersey…vor den Toren New Yorks. Im Flugzeug hatte ich mich mit dem Fotoapparat bewaffnet am Fenster positioniert und voller Vorfreude auf die Lichter New Yorks unter uns gewartet. Was dann kam war total enttäuschend, kilometerdicke tiefe Wolken, Regen und Dunkelheit lassen uns nichts erkennen. Es ist arschkalt, dunkel und naß…toller Empfang. Die Stimmung ist im Keller, ein Riesenauto (unsere Kategorie war nicht verfügbar…“nehmen sie einfach ein Großes ohne Aufpreis“) 12 spurige Highways, 0 Sicht und ein Navi was uns nicht versteht…wir es auch nicht, Hunger, müde…aber…hurra, wir sind gelandet.
Heute sieht die Welt schon besser aus. Unsere kleine Pension ist typisch amerikanisch. Die Sonne scheint und zum Frühstück schaut uns ein Eichhörnchen durchs Fenster auf den Tisch. Wir fahren Richtung Kanadische Grenze und Niragara Falls…mal sehen wie weit wir kommen. sis



Kategorie: Allgemein
Flughafen Amsterdam
Wir sind eingecheckt. Unsere Koffer mit dem perfekten Gewicht 22,9 kg von 23 erlaubten bis New York durchgebucht und wir hoffen mit 15 min Verspätung tatsächlich los fliegen zu können.
Der Flughafen ist entspannt und bunt, wo sonst kann man Blumenziebeln im Flughafen kaufen. sis



Die Vorfreude steigt!
Kurzer Überblick über unsere Route. In 4 Tagen geht’s los.

New York – Ostküste Kanadas
In 26 Tagen ist es soweit….wir starten zu unserer nächsten Reise.
Mit dem Flugzeug vom Amsterdam nach New York mit dem Auto zu den Niragara Fällen, Toronto, 2 Nächte im Nationalpark Algonquin mit Kanufahren und Wandern, in 4 Tagen zurück nach New York und dann mit dem Schiff nach Montreal, Flug zurück nach Amsterdam.
Die Vorbereitungen sind getroffen, zum ersten Mal habe ich die Unterkünfte nicht alle gebucht, wir wollen uns treiben lassen,sehen wie weit wir kommen, spontan sein….irgendwie macht mir das Bauchschmerzen….na ja…no risk- no fun. sis
Letzte Stunden
23.09.-24.09.2015 Perth-groß, laut, viele Menschen, noch mehr Boote, blauer Himmel, blauer Swanriver, schöner Kingspark mit phantastischen Blick auf die Skyline und Baustelle an Baustelle. Ein Besuch lohnt sich, aber besser noch 2-3 Jahre warten.
Wir genießen die Zeit, trinken German-Bier zum Abschied und stoppen den Bus…diesmal wirklich.
Es war eine super Zeit…danke an alle die virtuell mitgereist sind. sis
Wir haben viel gesehen und erlebt und werden immer gerne darüber reden. Bis bald in Deutschland. BäM
Perth
22.09.2015
Die Nacht verbringen wir in der Hangover Bay. Einer sehr schönen Bucht mit Grill und Picknickmöglichkeiten. Nach dem Sonnenuntergang bei den Pinnacles, leider ohne green Flash, war das die nächste Parkgelegenheit. Dort sehen wir in der Abenddämmerung ein Känguru in den Dünen stehen und ganz versonnen auf´s Wasser blicken, viel besser wie ein grünes Licht am Himmel.
Morgens nehme ich das letzte Bad im Meer und wir brechen auf Richtung Perth. Zum Abschied liegt eine große Schlange auf der Straße und wärmt sich in der Morgensonne.
Wir haben es nicht eilig und halten an mehreren Lookouts und in einem weiteren Nationalpark. Dort werden uns Koalas versprochen. Wir sehen sie dann auch. Zwei sind sogar wach und am Essen, verstecken sich aber hinter den Büschen oder drehen uns den Rücken zu, so dass wir nur mit viel Geduld ein gutes Bild bekommen.

Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Perth. Wir wissen nicht wohin und schauen uns die Stadt auf der Suche nach einem Stellplatz durchs Autofenster an. Viele Autos, Straßen, Gewirr sind wir gar nicht mehr gewohnt. Der Zufall führt uns zum Strand, letztes Bad für Manni und BäM und wir sehen noch einmal der Sonne beim Untergehen zusehen. SchöÖÖn.
sis
Die Jäger des grünen Lichtes
21.09.2015
Wir verabschieden uns mit dem letzten gemeinsamen Einkauf dieser Reise von Geraldton und machen uns auf den Weg nach Perth. Nach der gestrigen Planbesprechung ist klar: wir wollen heute Abend die Pinnacles (große Kalksäulen) im Sonnenuntergang ansehen und das grüne Licht. Die Westaustralier versammeln sich bei Sonnenuntergang zum Sonnenuntergangsgetränk und warten auf den magischen Moment, wenn die Sonne komplett im Meer versinkt und beim letzten Verglühen ein grünes Licht erscheint: „the green Flash“. Dieses Licht gibt es nicht immer, es bedarf der richtigen Luftfeuchtigkeit, die Sonne muss direkt im Meer untergehen usw. : also magisch und wir wollen es erleben. Ein netter Kiwi, der jetzt in Perth lebt hat uns die Pinnacles ans Herz gelegt und von seinem green Flash dort berichtet.
Ansonsten führt der Weg jetzt direkt am Meer entlang, das Rot der Erde wird heller und es gibt riesige Sanddünen. Wir hoffen gegen Mittag an einem großen Areal mit Wildblumen vorbeizukommen und dort weitere schöne Blumen zu sehen. Die Landschaft hat sich sehr verändert, es gibt riesige Weizenfelder und plötzlich mehr als eine Straße. Die LKW werden kleiner, nur noch maximal 35 Meter lang. Mein Job als Beifahrer hat sich von Fahreranimation in Kartenleser geändert (Mist …das kann ich doch gar nicht)
Auch die Temperaturen haben sich geändert, nachts in kalte 16 Grad, tagsüber haben wir jetzt 23 Grad.
sis
Kalbarri
Monkey Mia – Kalbarri
19. Sep. Monkey Mia – Kalbarri
Wir verlassen die Delfine und fahren weiter Richtung Süden. In Denham sehen wir uns ein Ocean Park an. Der Name ist etwas hoch gegriffen. Es gibt Becken mit vielen verschiedenen Fischen, Schildkröten und Haien. Ein Guide erklärt recht ausführlich die Besonderheiten und das Leben dieser Tiere. Nächster Stopp ist Shell Beach. Ein Muschelstrand der durch die Meeresbrandung in vielen tausend Jahren entstanden ist. Es ist Ebbe. Das Meer weit weg . Nur weiße feine Muscheln so weit das Auge reicht. Unser Weg geht über den Highway nach Kabarri. Die Landschaft ändert sich immer mal wieder. Flaches Land mit Büschen und Sträuchern die in vielen Farben blühen. Ein schönes Bild. Dann rießige Getreidefelder ohne dass man auch nur ahnen kann wo eine Farm ist. In Kalbarri wollen wir eine Tour durch eine George machen um uns eine tolle Felswand mit einem Loch anzusehen. Wir sind etwas enttäuscht als wir feststellen müssen, dass es nicht möglich ist mit dem Auto dort hin zu fahren. Es gibt nur geführte Touren, ziemlich teuer . Na dann nicht. Also Campingplatz suchen. Warm anziehen, es ist sehr windig, und am Meer den Sonnenuntergang ansehen. Heute wollen wir mal Fisch essen gehen. Wir müssen uns beeilen, da um halb neun schon alles schläft. Zum Abschluß noch ein Glas Wein und eine Runde Stopp den Bus im Camper.
BäM
Delphine
18.09.2015 MonkeyMia- Bucht mit Campingplatz, Hotel und kleinen Strandhäusern und einem Info-center : hier soll es morgens 7.45 die Fütterung wilder Delphine geben.
Wir gehen gemeinsam mit vielen anderen Touristen morgens an den Strand. 7.30 alle Touristen versammelt mit suchenden Blicken auf das Wasser und die Bucht.
7.45 pünktlich erscheinen die ersten Rückenflossen im Wasser. Delphine.
Eine Rangerin des Nationalparks erzählt viel Wissenswertes über die Tiere, inzwischen sind es drei.
Alle Besucher dürfen mit den Füßen in das Wasser und die Delphine kommen bis auf 1-2 Meter direkt an den Strand. Es gibt für jeden von den Delphinen 3 Fische (aus der Hand von Touristen) und dann ist das Spektakel vorbei und die Delphine weg.
Wir entschließen uns, entgegen den gestrigen Planungen doch noch hier zu bleiben und ein wenig zu baden. Am Pier gibt es Schildkröten und Rochen, mit denen wollen wir zusammen baden, was uns auch gelingt.

Nach dem Frühstück geht es an den Strand und kurz bevor wir zum Nachmittagskaffee 13.00 in den Camper zurückwollen, passiert es. Die Delphine kommen mit der einsetzenden Flut in die Bucht zurück. Sie machen sich einen Spaß daraus zwischen den Badenden hin und her zu schwimmen und Jörg wir von Zweien eingekreist. Sie schwimmen so nah, das ich ihre kalte glatte Haut an meinem Bein spüren kann und Jörg einen Schreck bekommt, als ihn einer von hinten anstupst. Ich kann es nicht fassen: Gänze-Haut-Moment!!!!

Später sitzen wir alle am Strand, lesen, relaxen und keine 2 Meter entfernt im Wasser, spielen die Delphine fangen. Irgendwie unwirklich. Um 16.00 Uhr sind alle Delphine weg. Die Bucht sieht wieder aus wie jede x-beliebige.
Wir starten kurz danach zu einer Katamaran-Fahrt um den Tag ausklingen zu lassen und noch ein wenig mehr Tiere zu beobachten. Das Gebiet gehört zur Shark-Bay, Weltnaturerbe und Lebensraum vieler Haie, Dungons usw. Diese wollen nicht gefunden werden, aber die Sonne färbt das Meer in schwerfließendes Silber, später in Göldtöne. Die Segel flattern über unseren Köpfen, aus den Lautsprechern ertönt: A Beautiful Day, die Sonne geht unter. Mehr geht nicht.














