Lover’s Paradis

20.01.2022  27°  23.00 Uhr Thulhagiri

Wir liegen auf unserer Terrasse, ein warmer, erfrischender Wind geht. Das Rauschen der Brandung und die Musik der Band in der Bar vermischen sich. Über uns der Sternenhimmel. Morgen verlassen wir unseren Bungalow und die Malediven. Irgendwie doch Schade.

Mein Highlight im Bungalow, die Außendusche.

Was bleibt sind zwei grundverschiedene Erfahrungen.

Dhigurah: +nette, stets gut gelaunte Menschen, Walhaie, Mantas, wenig Deutsche (wir haben nur 3 getroffen) – Wahnsinnige Anreise, wenig Komfort, Verpflegung mit Lücken.

Thulhagiri: + Barfußinsel(im Restaurant, den Bars überall Sand)“only Adult“, viele Frischverliebte und Fischverheiratete aller Nationalitäten, immer nur einen Steinwurf von Essen und Trinken entfernt – InfluenzerHotspot (hat heute durch das Possieren am Strand immer wieder für Unterhaltung gesorgt), ansonsten passiert hier wenig.

Die Malediven sind „eine“ Reise wert. Wir verlassen die Inseln mit einzigartigen Erfahrungen, aber es wird ein Good Bye und nicht ein Aufwiedersehen. Preis und Aufwand sind für den Erlebnis- und Erholungsfaktor doch eher hoch.

TSCHÜSS du schöne Inselwelt und HALLO Orient heißt es morgen für uns. sis

Vom Insel Traum zur Trauminsel

19.01.2023  29° stürmisch, heiß  Dhigurah/ Thulhagiri Island

Nach 7 Tagen ausgiebig schlafen, bereitet uns der Start des Speedboots um 6.30 keine Schwierigkeiten. Der Himmel ist bewölkt und es weht eine steife Brise. Noch finden wir den Wind erfrischend.

Wenig später bedaure ich nicht mit dem Wasserflugzeug geflogen zu sein. Wir hatten es kurz überlegt uns aber wegen des Preises (hauptsächlich deswegen) und der unklaren Wetterlage dagegen entschieden.

Das Speedboot rast über die stürmische, rauhe See, d.h. eigentlich fliegt es und wir mit ihm. Es hebt uns immer wieder aus den Sitzen, um dann umso härter auf die nächste Welle zu knallen und uns auf die Sitze. Als nach einer Stunde meine Fitnessuhr zu dem großartigen Workout gratuliert, ist meine Stimmung am Boden. Die Luft ist stickig und riecht leicht nach Diesel, ich sitze am Fenster aber aufschieben geht nicht, die Gischt spritzt links und rechts meterhoch. Zum Glück haben wir nicht gefrühstückt.

Kurz vor Male wird die See ruhiger. Trotzdem hat die Fahrt 30 min länger gedauert.

Am Flughafen erwartet uns das gleiche wilde Durcheinander, aber wir wissen ja jetzt, wie es geht und sitzen 10.00 Uhr im nächsten Boot, auf zur nächsten Insel. Das ging ja mal problemlos. Das Boot ist etwas kleiner und nicht so schnell, deshalb wackelt es  weniger schmerzvoll.

30 min später sind wir auf Thuhalgiri. Mini- Insel, 300m lang, 200m breit, 2 Bars, 1 Restaurant, 2 Pools 78 Bungalows. Davon 37 über dem Wasser und genau so einen düfen wir die nächsten 2 Tage unser Zuhause nennen.

Der Blick ist fantastisch.

Das Loch im Tisch.

An der Beachbar lassen wir die Sonne untergehen( diesmal mit Alkohol), auch wenn diese sich hinter dicken Wolken versteckt. sis

Müßiggang

Schlafen, Frühstück, Schnorcheln, Schlafen, Strand, Abendessen, Schlafen.

Der Urlaubsmodus hat uns voll erfasst. Wir genießen und werden uns erst am Donnerstag wieder melden von Thulhagiri Island unserer nächsten und letzten Unterkunft auf den Malediven und bevor es weiter in den Orient geht

Zuvor noch ein paar Eindrücke aus unserem jetzigen Guesthaus.

Der vorletzte Balkon gehört uns. Alle Restaurants und Guesthäuser haben diese wunderbare Beleuchtung am Abend.
Rezeption und Aufenthaltsraum
Unsere Haustiere
Flughund( sieht aus wie eine große Fledermaus) mit dem Kopf in einer Palme
Für das richtige Urlaubsfeeling gibt es auch Cocktails ( natürlich ohne Alkohol)
Gestern noch bemängelt, hat sich die Sonne heute Abend richtig vie Mühe gegeben, wenn auch ohne Zisch.

Selbst die Walhaie meinten es heute morgen gut mit uns und gewährten uns nochmal einen Blick auf sie. Erst unser Kleiner von vorgestern ( zumindest bin ich der Meinung ihn wiedererkannt zu haben) und dann ein anderer etwas größerer.

Der Kleine hatte wohl keine Lust auf viele Leute und verschwand ziemlich schnell wieder in der Tiefe als zu viele Boote und Leute kamen. Der Große schien es fast zu genießen und anstatt in die Tiefe zu schwimmen kam er höher und blieb auch fast an einer Stelle stehen.

Der Menschenandrang und das Gewusel im Wasser war unglaublich. Alles was sich halbwegs über Wasser halten konnte, versuchte einen Blick auf den Walhai zu erhaschen. Wilde Wasserschlacht, Gedränge mit Armen, Beinen, Flossen und Kameras.

In der Mitte der Fisch, der alles zu genießen schien. Auf unserem Boot haben wir schon Witze gemacht, dass die Fische bestimmt eine Liste haben, wer die meisten Follower sammelt.

Wir haben noch Schilkröten auf unserer “ Must see“ Wunschliste. Ob wir es schaffen, erfahrt ihr Donnerstag. sis

Dhigurah

15.01.2023 tagsüber 31° nachts 26° wolkig

Tag 4 unseres Insellebens beginnt, wie sollte es anders sein, mit einem Bootstrip. Gut angezogen schnorcheln wir relaxt die Außenkante des Inselriffs entlang. Durch die Strömung gleiten wir ohne Anstrenung an unzähligen Fischschwärmen vorbei und sehen einen kleinen Schwarzspitzenhai am Riff entlangschwimmen.

Nach dem Trip wollen wir unseren Körpern eine Sonnenpause gönnen. Der Walhai gestern fordert seinen Tribut. Alles was beim Schnorcheln aus dem Wasser ragte färbt sich gen signalrot.

Also was tun: Inselrundfahrt mit den Inseltaxi.

Achtung. Gegenverkehr.

Straßen im herkömmlichen Sinn gibt es nicht. Alle Wege bestehen aus Sandpisten, die mal besser oder schlechter sind.

Autos gibt es auch keine. Nur einige wenige Pikups, meist in sehr schlechten Zustand. Außerdem Roller , Motorräder und Tuk Tuks. Diese sind mit Elekromotor und werden zum Transport für alles genutzt., inklusive uns.

Wir fahren durch dichtes Gebüsch an die Inselspitze. Traumstrand, soweit das Auge reicht.

Der Traum hat auch Schattenseiten. Auf allen Local Islands ist aus religiösen Gründen Alkohol strengstens verboten. Eigentlich müsste das Lied also heißen: Es gibt kein Bier…auf den Malediven…

Als Zweites muss man ein wenig auf die Kleidung achten, es gibt Bikini-verbot. Zumindest an den meisten Stränden.

Ab unserem Hotel links darf man, rechts nicht. Ist ein bißchen wie FKK an der Ostsee.

Was mich am meisten betrübt sind die fehlenden Sonnenuntergänge. Der Himmel und auch das Wasser sind immer etwas diesig. Keine zischende Sonne, die im Meer versinkt. Aber das ist ja, Jammern auf sehr hohem Niveau. Schön ist’s trotzdem.sis

Der magische Moment

14.01.2023 Dhigurah, heiß und windig

Jede Reise hat sie, ihre magischen Momente manchmal weiß man es gleich, manchmal merkt man erst später, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und dazu noch unheimliches Glück hatte.

Heute gehen wir auf die Suche nach dem Walhai. Der größte Fisch der Welt, ausgewachsene Exemplare können bis zu 15 Meter groß werden. Diese großen Riesen sind völlig friedlich und Pflanzenfresser. Im Ari- Atoll zu dem Dhigurah gehört liegt ihre Kinderstube. Nur hier sind junge Walhaie zu finden. Warum weiß keiner. Eines der vielen Rätsel, die die Wissenschaft noch nicht lösen konnte.

Unser Boot, besetzt mit 4 Schnorchlern( inkl. uns) und 4 Tauchern macht sich auf die Suche, die Fahrt soll ca 1 Stunde dauern, plötzlich sehen wir springende Delphine. Völlig verzück holen wir die Kamera raus und noch bevor wir Bilder machen können, ruft die Crew “ Whal Shark- Jump Now“ Also im Eiltempo Klamotten aus, Flossen und Schnorchel an und ….Da ist er…scheint mit seinem großen Maul einen anzugrinsen und zu sagen: Hi, da bist du ja.

Im Vorfeld hatte ich mir einige Gedanken gemacht und etwas Angst gehabt mit so einem großen Fisch zu schnorcheln.

Unter Wasser ist alles ganz ruhig, er schwimmt keine 3 Meter unter mir. Ein „kleiner“ 6 m langer, blauer Riese. Mit seinen weißen Punkten und seiner gemächlichen Art durch das Wasser zu gleiten, nimmt er mir jegliche Angst und Zeitgefühl. Keine Ahnung, wie lange wir zusammen schwimmen. Dann knattert er und fiebt als wolle er sich verabschieden und sinkt langsam in die Tiefe und aus unserem Sichtfeld. Boah. Gänsehaut.

Die Bilder vom Walhai sind nicht von unserer Kamera. Leider bekommen wir diese nicht auf den Blog geladen.

Wieviel Glück wir hatten, merken wir 1 Stunde später, als wir nochmals versuchen einen Walhai zu sehen. Dutzende Boote und Schnorchler sind hier schon im Wasser, ein wildes Durcheinander. Vor lauter Flossen und Luftblasen ist fast nichts zu sehen. Bei soviel Trubel ist es kein Wunder, dass er so schnell er da war, auch gleich wieder weg ist.

Für uns ist die Suche heute beendet. Besser als heute morgen, geht es, glaube ich sowieso nicht. sis

Manta, Manta

13.01.2023 29° sonnig, warm

Guten Morgen Sonnenschein, wir starten um 8.15 Uhr mit dem Tuk,Tuk zum Hafen.

Heute wollen und werden wir Manta’s sehen. Mit dem Boot geht es raus aufs Meer. Die Crew instruiert uns schnell zu sein, wenn das Go kommt.

Beim ersten Mal sind wir zu langsam. Mit den Füßen kaum im Wasser, kommt die Ansage wieder zurück. Ein paar Minuten später an einem neuen Platz heißt es wieder „Go“. Jörg verliert beim Reinspringen kurz die Orientierung und blickt beim Umdrehen genau in das große Maul des 1,50 breiten Mantas. Dont touch! wird da echt zur Herausforderung. Mit einem lauten Schreckensschrei lässt er uns an seinem Erlebnis teilhaben.

Wenig später haben wir dann unsere Körper und Schnorchel im Griff ( das letzte Mal ist auch schon 4 Jahre her) nur die Unterwasserkamera will noch nicht so wie gewohnt. So genießen wir die tollen Momente mit den Mantas, ohne Bilder für die Ewigkeit, sondern nur für uns.

Mal sehen welche tollen Fische uns noch über den Weg und dann hoffentlich vor die Linse schwimmen. sis

Malediven

12.01.2023  8.00 Uhr 28 ° schwül heiß

Male, die Haupstadt der Malediven begrüßt uns heiß. Beim ersten Schritt auf die Gangway schlägt uns schwüle, feuchtwarme Luft entgegen.

Der Flug mit Zwischenlandung in Doha verlief problemlos. Wir sind seit fast 24 Stunden unterwegs und noch nicht da.

Eigentlich sollen wir jetzt mit einem Speedboot auf „unsere Insel“ gebracht werden. Leider gibt es gefühlt 100 Personen mit Schildern aus den unterschiedlichsten Resorts, die auf die Flugankömmlinge warten, mit ihren Schildern winken und wild durcheinander schreien. Was für ein Chaos.

Da wir in ein Guesthouse und nicht in ein Resort wollen, gestaltet sich die Sache noch schwieriger. Wir sollen uns am Stand 34 melden, den gibt es aber garnicht mehr. Alle Stände wurden umbenannt. Hilfe…und nun?

Der Blick vor den Flughafen entschädigt schon mal. Türkisblaues Wasser und Sonnenschein.

Wir lesen unsere Unterlagen nochmal genau, finden die örtliche Agentur ( zum Glück steht der Name irgendwo ganz klein) bei der unser Bootticket hinterlegt ist und starten 11.00 nach Dhigurah.

Definitiv nichts für jemand mit Seekrankheit oder Rückenleiden. Wir werden gerüttelt und geschüttelt und mir wird ganz anders bei dem Gedanken, dass es jetzt 2 Stunden so geht. Keine 5 min später fordern die Anstrengungen der Reise ihren Tribut und wir fallen beide in einen tiefen Schlaf bis kurz vor Dhigurah.

Transport zum Guesthouse, Koffer und Meschen kommt alles auf die Ladefläche.
Weg von der Unterkunft zum Strand.

Badesachen an und reinspringen. Hurra, wir sind da. sis

Insel Traum

10.01.2023 5° Hessen, Deutschland

In meinem Traum sitze ich mit einer Blumenkette am Waikikistrand, fahre die gewundenen Straßen auf Maui entlang und sehe große Buckelwale vor den Küsten Hawaii’s.

Manchmal werden Träume wahr.

Aber nicht dieses Jahr.

Traum und Zeitmanagement passen einfach nicht. Also habe ich meine Bucketlist befragt und neu geträumt.

Einsame Inseln, weißer Sandstrand leuchtend blaues Wasser, bunte Fische, Schildkröten und Wale.

Dies alles hoffen wir auf den Malediven zu finden.

Morgen geht es los. Flug von Frankfurt über Doha nach Male, weiter mit dem Speedboot nach Dhigurah. Eine Einheimischen Insel mit kleinen einfachen Gästehäusern und hoffentlich guten Schnorchelmöglichkeiten.

Seit 2019, fast 4 Jahren die erste Flugreise. Ich bin super angespannt. Ach wären wir nur schon da. sis

Fazit…Deutschland unentdeckt…östliches Thüringen

Wir sind wieder zu Hause. Begeistert, erholt, ernüchtert…

Der Teil Thüringens weit ab der A4 hinter den Bergen des Thüringer Waldes hat mich mit seiner Schönheit begeistert: Grüne Wälder, viel Wasser, wenig Menschen. Die Septembersonne strahlte vom Himmel, es roch nach Kiefern, reifen Äpfeln und Heu… Kindheitserinnerungen wurden wach…der Duft der letzten Woche Sommerferien.

Stille Wanderungen, schwimmen im Stausee, paddeln, Boot fahren…vieles ist möglich. Fahrrad fahren würden wir wegen der Berge und den schlechten Wegen nur bedingt empfehlen.

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder campen möchte, findet an den Stauseen (besonders Hohenwarte) alles was er braucht. Auch Motorradfahrer werden die kleinen kurvigen Straßen lieben. Leider gibt es schöne Unterkünfte, einladende Restaurants oder Kneipen, nette Geschäfte zum Einkaufen… nur vereinzelt, verstreut.

Ernüchternd ist aber nicht die schlechte Infrastruktur, sondern mein Gefühl. Trotz dreimaliger Ortswechsel, naß-wackliger Kanutour, Wanderung fernab eingelaufener Wege bleibt die „Komfortzone Heimat“. Drei Autostunden Entfernung ist eben doch anders als 2 Flugtage, andere Sprache und andere Kultur….das Fernweh bleibt. sis