New York – Ostküste Kanadas

In 26 Tagen ist es soweit….wir starten zu unserer  nächsten Reise.

Mit dem Flugzeug vom Amsterdam nach New York mit dem Auto zu den Niragara Fällen, Toronto, 2 Nächte im Nationalpark Algonquin mit Kanufahren und Wandern, in 4 Tagen zurück nach New York und dann mit dem Schiff nach Montreal, Flug zurück nach Amsterdam.

Die Vorbereitungen sind getroffen, zum ersten Mal habe ich die Unterkünfte nicht alle gebucht, wir wollen uns treiben lassen,sehen wie weit wir kommen, spontan sein….irgendwie macht mir das Bauchschmerzen….na ja…no risk- no fun. sis

 

Letzte Stunden

23.09.-24.09.2015  Perth-groß, laut, viele Menschen, noch mehr Boote, blauer Himmel, blauer Swanriver, schöner Kingspark mit phantastischen Blick auf die Skyline und Baustelle an Baustelle. Ein Besuch lohnt sich, aber besser noch 2-3 Jahre warten.

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Wir genießen die Zeit, trinken German-Bier zum Abschied und stoppen den Bus…diesmal wirklich.

Es war eine super Zeit…danke an alle die virtuell mitgereist sind. sis

Wir haben viel gesehen und erlebt und werden immer gerne darüber reden. Bis bald in Deutschland. BäM

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Perth

22.09.2015
Die Nacht verbringen wir in der Hangover Bay. Einer sehr schönen Bucht mit Grill und Picknickmöglichkeiten. Nach dem Sonnenuntergang bei den Pinnacles, leider ohne green Flash, war das die nächste Parkgelegenheit. Dort sehen wir in der Abenddämmerung ein Känguru in den Dünen stehen und ganz versonnen auf´s Wasser blicken, viel besser wie ein grünes Licht am Himmel.
Morgens nehme ich das letzte Bad im Meer und wir brechen auf Richtung Perth. Zum Abschied liegt eine große Schlange auf der Straße und wärmt sich in der Morgensonne.

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Wir haben es nicht eilig und halten an mehreren Lookouts und in einem weiteren Nationalpark. Dort werden uns Koalas versprochen. Wir sehen sie dann auch. Zwei sind sogar wach und am Essen, verstecken sich aber hinter den Büschen oder drehen uns den Rücken zu, so dass wir nur mit viel Geduld ein gutes Bild bekommen.

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Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Perth. Wir wissen nicht wohin und schauen uns die Stadt auf der Suche nach einem Stellplatz durchs Autofenster an. Viele Autos, Straßen, Gewirr sind wir gar nicht mehr gewohnt. Der Zufall führt uns zum Strand, letztes Bad für Manni und BäM und wir sehen noch einmal der Sonne beim Untergehen zusehen. SchöÖÖn.
sis

Die Jäger des grünen Lichtes

21.09.2015
Wir verabschieden uns mit dem letzten gemeinsamen Einkauf dieser Reise von Geraldton und machen uns auf den Weg nach Perth. Nach der gestrigen Planbesprechung ist klar: wir wollen heute Abend die Pinnacles (große Kalksäulen) im Sonnenuntergang ansehen und das grüne Licht. Die Westaustralier versammeln sich bei Sonnenuntergang zum Sonnenuntergangsgetränk und warten auf den magischen Moment, wenn die Sonne komplett im Meer versinkt und beim letzten Verglühen ein grünes Licht erscheint: „the green Flash“. Dieses Licht gibt es nicht immer, es bedarf der richtigen Luftfeuchtigkeit, die Sonne muss direkt im Meer untergehen usw. : also magisch und wir wollen es erleben. Ein netter Kiwi, der jetzt in Perth lebt hat uns die Pinnacles ans Herz gelegt und von seinem green Flash dort berichtet.
Ansonsten führt der Weg jetzt direkt am Meer entlang, das Rot der Erde wird heller und es gibt riesige Sanddünen. Wir hoffen gegen Mittag an einem großen Areal mit Wildblumen vorbeizukommen und dort weitere schöne Blumen zu sehen. Die Landschaft hat sich sehr verändert, es gibt riesige Weizenfelder und plötzlich mehr als eine Straße. Die LKW werden kleiner, nur noch maximal 35 Meter lang. Mein Job als Beifahrer hat sich von Fahreranimation in Kartenleser geändert (Mist …das kann ich doch gar nicht)
Auch die Temperaturen haben sich geändert, nachts in kalte 16 Grad, tagsüber haben wir jetzt  23 Grad.
sis

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Monkey Mia – Kalbarri

19. Sep. Monkey Mia – Kalbarri
Wir verlassen die Delfine und fahren weiter Richtung Süden. In Denham sehen wir uns ein Ocean Park an. Der Name ist etwas hoch gegriffen. Es gibt Becken mit vielen verschiedenen Fischen, Schildkröten und Haien. Ein Guide erklärt recht ausführlich die Besonderheiten und das Leben dieser Tiere. Nächster Stopp ist Shell Beach. Ein Muschelstrand der durch die Meeresbrandung in vielen tausend Jahren entstanden ist. Es ist Ebbe. Das Meer weit weg . Nur weiße feine Muscheln so weit das Auge reicht. Unser Weg geht über den Highway nach Kabarri. Die Landschaft ändert sich immer mal wieder. Flaches Land mit Büschen und Sträuchern die in vielen Farben blühen. Ein schönes Bild. Dann rießige Getreidefelder ohne dass man auch nur ahnen kann wo eine Farm ist. In Kalbarri wollen wir eine Tour durch eine George machen um uns eine tolle Felswand mit einem Loch anzusehen. Wir sind etwas enttäuscht als wir feststellen müssen, dass es nicht möglich ist mit dem Auto dort hin zu fahren. Es gibt nur geführte Touren, ziemlich teuer . Na dann nicht. Also Campingplatz suchen. Warm anziehen, es ist sehr windig, und am Meer den Sonnenuntergang ansehen. Heute wollen wir mal Fisch essen gehen. Wir müssen uns beeilen, da um halb neun schon alles schläft. Zum Abschluß noch ein Glas Wein und eine Runde Stopp den Bus im Camper.
BäM

Delphine

18.09.2015 MonkeyMia- Bucht mit Campingplatz, Hotel und kleinen Strandhäusern und einem Info-center : hier soll es morgens 7.45 die Fütterung wilder Delphine geben.
Wir gehen gemeinsam mit vielen anderen Touristen morgens an den Strand. 7.30 alle Touristen versammelt mit suchenden Blicken auf das Wasser und die Bucht.
7.45 pünktlich erscheinen die ersten Rückenflossen im Wasser. Delphine.
Eine Rangerin des Nationalparks erzählt viel Wissenswertes über die Tiere, inzwischen sind es drei.

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Alle Besucher dürfen mit den Füßen in das Wasser und die Delphine kommen bis auf 1-2 Meter direkt an den Strand. Es gibt für jeden von den Delphinen 3 Fische (aus der Hand von Touristen) und dann ist das Spektakel vorbei und die Delphine weg.
Wir entschließen uns, entgegen den gestrigen Planungen doch noch hier zu bleiben und ein wenig zu baden. Am Pier gibt es Schildkröten und Rochen, mit denen wollen wir zusammen baden, was uns auch gelingt.

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Nach dem Frühstück geht es an den Strand und kurz bevor wir zum Nachmittagskaffee 13.00 in den Camper zurückwollen, passiert es. Die Delphine kommen mit der einsetzenden Flut in die Bucht zurück. Sie machen sich einen Spaß daraus zwischen den Badenden hin und her zu schwimmen und Jörg wir von Zweien eingekreist. Sie schwimmen so nah, das ich ihre kalte glatte Haut an meinem Bein spüren kann und Jörg einen Schreck bekommt, als ihn einer von hinten anstupst. Ich kann es nicht fassen: Gänze-Haut-Moment!!!!

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Später sitzen wir alle am Strand, lesen, relaxen und keine 2 Meter entfernt im Wasser, spielen die Delphine fangen. Irgendwie unwirklich. Um 16.00 Uhr sind alle Delphine weg. Die Bucht sieht wieder aus wie jede x-beliebige.
Wir starten kurz danach zu einer Katamaran-Fahrt um den Tag ausklingen zu lassen und noch ein wenig mehr Tiere zu beobachten. Das Gebiet gehört zur Shark-Bay, Weltnaturerbe und Lebensraum vieler Haie, Dungons usw. Diese wollen nicht gefunden werden, aber die Sonne färbt das Meer in schwerfließendes Silber, später in Göldtöne. Die Segel flattern über unseren Köpfen, aus den Lautsprechern ertönt: A Beautiful Day, die Sonne geht unter. Mehr geht nicht.

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Sprachlos, glücklich bei stürmischen 25 Grad am Abend, sis

Coral Bay und Carnarvon

Welcher Tag und welches Datum haben wir heute? Das ist eine der großen Herausforderungen, die uns als Camper und Dauerreisenden immer wieder gestellt wird. Da wir unseren Plan nur als Tipgeber betrachten und einen Tag vorraus sind, hilft uns dieser auch nicht weiter.
Also heute ist Donnerstag, der vorletzte in Australien. Gestern sind wir im Cape Range Nationalpark aufgebrochen und wir hatten große Sorgen. Eine Lampe im Cockpit unseres Campers leuchtete. Das hatten wir schon einmal und kurz danach fuhr er nicht mehr. Mehrere Anrufe bei der Hotline strapazieren unser „tolles“ Englisch und nach einigem hin-und her, kurz bevor der Mechaniker anrückt, ist sie wieder aus. Hoffentlich bleibt sie das auch.
Die gelbe Lampe trübt die Stimmung und wir bleiben nur kurz in Coral Bay, da wir eine größere Stadt mit einer Werkstatt vorziehen. So kommen wir am Abend in Carnarvon an, finden einen Grillplatz, schmeißen unsere Reste auf den BBQ und campen wieder mal wild im Bootshafen.
Genau hier wollen wir am frühen Morgen Fisch kaufen. 8.00 Uhr ist aber für die australischen Fischer zu früh und wir sehen nur ein paar Boote einlaufen, aber ohne Fisch.
In Carnarvon gibt es eine Jetty (Landungsbrücke, Mole, Bootsanleger) die historisch, sehr wackelig, aber mit einer Eisenbahn obendrauf ausgestattet ist. Nach einiger Suche finden wir diese und gehen die eine Meile auf der Jetty spazieren ohne die kleine Bimmelbahn auszuprobieren.
Gegen Mittag wird es Zeit wieder aufzubrechen und die nächsten 350 km bis nach MonkeyMia zu fahren.
Unterwegs halten wir noch kurz am Hamelin Pool an, dort sind Stromatoliten zu sehen, irgendwie erdgeschichtlich wichtig, aber nicht unbedingt sehenswert.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir das Resort MonkeyMia, dort soll es Delphine geben. Der Campingplatz ist hoffnungslos überfüllt. Wir quetschen unsere „schmalen“ Camper noch irgendwo hin und dank einer kleinen Sprachschwierigkeit und etwas Pragmatismus, wird das der günstigste und schönste Campingplatz unseres Urlaubs.
Zu später Stunde gibt es frische Garnelen und frisch gegrillten Fisch aus Carnarvon (gegen Mittag hatten wir dann doch noch ein Geschäft gefunden) und nette Gespräche mit Mitcampern in der Freiluftküche des Campingplatzes.
Tagsüber heiße 29 Grad, sis

Exmouth

14.9.-15.9.15
Die Nacht haben wir auf dem Parkplatz des Einkaufzentrums übernachtet.(hatten vorher einen schönen Platz gefunden, aber Wildcampen direkt vor der Polizeistation, das hat den Polizisten nicht gefallen. sis) Also gehen wir erst mal Vorräte auffrischen. Es ist alles ziemlich teuer. Also beschränken wir uns auf das Nötigste. Danach geht’s erst mal wieder zum Infocenter. Was kann man hier so alles sehen und erleben? Exmouth liegt direkt am Meer, mit dem Ningaloo Reef. Wir entscheiden uns in den Cape Range National Park zu fahren. Dort gibt es auch Campingplätze. Erster Stopp ist der Leuchtturm.

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Vor hier sehen wir in weiter Ferne Wale aus dem Wasser springen.

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Auch am Turtle Center wird Halt gemacht. Es ist allerdings nur ein Strandabschnitt an dem die Schildkröten ihre Eier ablegen. Zurzeit ist weit und breit nichts zu sehen, da sie die meiste Zeit im Wasser verbringen. Am Eingang des Nationalparks müssen wir schon einmal einen Campingpatz buchen. Wir ergattern den letzten des Tages. Wildcampen ist verboten. Im Park gibt es nur eine Straße mit vielen Abzweigungen zu wunderschönen Buchten. Aus den Büschen hüpfen Kängurus heraus und es laufen jede Menge Emus herum. In einer der Buchten legen wir uns in den warmen Strand. Beim Schnorcheln sehen wir die tollsten Fische. Es schillert in allen Farben. Große, kleine, lange, alles vertreten. Die Strömung ist ziemlich stark, so dass wir aufpassen müssen, wo wir hingetrieben werden. Wir genießen den Nachmittag am Strand.
Gegen Abend müssen wir unseren Campingplatz aufsuchen. Plötzlich läuft was Stacheliges direkt vor unser Auto und spielt totes Tier. Ein Echidna. Sieht aus wie ein großer Igel mit ganz langer spitzer Nase.

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Da wir schon so viele tote Tiere auf dieser Straße gesehen haben, fahren wir jetzt vorsichtig weiter. Der Campingplatz, nur ein Stellplatz für das Auto, liegt direkt am Meer, wir können aus dem Auto die Wellen sehen. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

DSCI1305 Auch Emus gibt es viele.
Die Nacht war stürmisch und kalt, aber schon am frühen Morgen klettern die Temperaturen und wir entscheiden uns, einfach noch einen Tag und eine Nacht hier zu bleiben. Wir genießen den Tag am und im Wasser. Lassen uns von der Sonne (fast) verbrennen und faulenzen. Erst nachdem die Sonne rot glühend im Meer verschwunden ist verlassen wir den Strand.
BäM