Alte Autos

11.08.2025 Irgendwo an einem See, Schweden 18° Sonne, Wolken, Wind

Morgens 10.42 Uhr wir rollen wieder…immer weiter Richtung Trelleborg und Richtung Fähre. Die Morgenroutine dauert jetzt länger und wir kommen schwerer in Gang. Die Abenteuerlust lässt nach, man bummelt so vor sich hin, weil jedes Schneller, einen auch schneller an das Ende der Reise bringt.

Wir verlassen einen wunderbaren kleinen Platz in einem Örtchen im Nirgendwo. Gestern sind wir vom Meer nochmal ca. hundert Kilometer ins Landesinnere gefahren, influenzt von Berichten über einen „mystischen“ geheimnisvollen Ort mitten im Wald, einem alten Autofriedhof. Auf dem Weg dahin liegt Kosta. Die Gegend hat besondere Sandvorkommen und es gibt unzählige Glasbläserwerkstätten. Zu sehen bekommt man sie nicht, nur die Schilder rechts und links des Waldrandes weisen darauf hin. Wir fahren direkt nach Kosta, dort gibt es die gleichnamige Glasmanufaktur und alles, was das Shoppingherz begehrt. Ein Glasladen am anderen, aber auch Outlets für Damen, Herren, Sport usw.

Nach dem Besuch in der Glasmanufaktur, man kann sich selber im Glasblasen ausprobieren, oder bei den Vorführungen zusehen und einem leckeren Essen in der Fischräucherei, verlassen wir Kosta mit einem neuen Regenumhang und 2 Bratpfannen, sowie einem Messerblock. Die Männer hatten auch ein Outlet von Fiskars entdeckt.

Weiter geht der Weg eine Stunde durch dichte Wälder bis wir an einem unscheinbaren Parkplatz in der Nähe von Ryd ankommen. Der Torf-Sumpf-Wald gehörte einem Einsiedler, der nach dem 2. Weltkrieg begann alte, im Wald stehen gelassene, Autos einzusammeln und die Motoren für seine Torf Gewinnung zu nutzen. Die Karosserien blieben liegen und ihrem Verfall überlassen.

Das Gebiet ist sumpfig und es ist wirklich etwas mystisch. In einigen alten Autos wurden Soundboxen installiert und wenn man vorbeigeht, summt, klopft oder tönt es leise, wie ein letztes Aufbäumen, der dem Verfall geweihten.

Wir sind uns nicht einig über den Highlight-Wert des Autofriedhofs. Ich fand es toll. Bei Jörg fiel es in die Kategorie: Kann man machen, muss man aber nicht.

Passend zum Tag sehen wir ca 20 min später auf unserem ausgesuchten, kleinen Übernachtungsplatz ein Steckenpferd der Schweden. Die Schweden haben ein Faible für Oldtimer. Besonders Sonntags sieht man vermehrt Cadillac’s und Co über die Straßen schleichen. Gut restauriert werden sie aus den Garagen geholt und man trifft sich mit Gleichgesinnten zur Fika.

Ein Highlight kommt noch…die Männer angeln. Lange wurde darüber geredet und es immer wieder verschoben ( zu kalt, zuviel Wind, Wasser zu flach) endlich werden die Angeln herausgeholt und die Angelerlaubnis online beantragt. Drei Stunden später gibt es Rührei ohne Fisch, aber mit Muskelkater vom Lachen. Nicht so einfach, wie gedacht. sis

Alles im Blick.
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Autor: sis

Hallo, ich bin Silke und ich liebe die Welt und das Reisen. Meine Reisen plane ich meist selber und genieße das Gefühl schon vorab gedanklich in das Land meiner Wahl einzutauchen. Gern benutze ich dafür Reiseblogs, freue mich über Infos aus erster Hand aber auch über Tipps zu Dingen, die man nicht machen sollte. So möchte ich hiermit auch allen helfen und mitnehmen auf meine Reisen.

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