Kein Ballon am Himmel

11.01.2025  von 11° bis 25° alles dabei, windig, sonnig

5.00 Uhr, pünktlich treffen wir uns mit Evelyn und unserem Fahrer Braulio am ausgemachten Treffpunkt. Die Straßen rund ums Hotel sind teilweise schon gesperrt, wegen der Feier. Die Idee ist heute morgen zum Sonnenaufgang über der größten Aztekenstadt, die es auf der Welt gibt, mit dem Heißluftballon zu fahren und so die Dimensionen besser begreifen zu können.

Etwas müde aber in freudiger Erwartung starten wir zur „Stadt wo die Götter gemacht werden“: Teotihuacan.  Die Fahrt durch die morgentlich verschlafene Stadt geht gut und pünktlich kurz vor 6.00 Uhr sind wir am Ballonflughafen. Außer uns sind noch mehrere Autos vorgefahren, doch keine Ballons weit und breit zu sehen. Nach einer Weile kommt ein Motorradfahrer und erklärt, dass heute keiner fliegt. Der Wind ist zu stark, also viel zu gefährlich zum Aufsteigen. Der Himmel ist zwar nur mit kleinen Wölkchen bestückt und dazwischen blinzeln die Sterne hervor, aber es ist arschkalt und der Wind bläst ekelhaft.

Wir tragen die schlechte Nachricht mit Fassung. Trotz unseres Zwiebellooks mit mehreren Schichten Kleidung ist es kalt und Jörg‘ s Schnupfen noch immer etwas vorhanden. Es sollte also nicht sein und so sehen wir von der Rückbank des Autos die aufgehende Sonne und nicht aus dem Ballon. Schade.

Es ist viel zu früh zur Besichtigung der Aztekenstadt und so gehen wir frühstücken. Futtern uns am warmen Buffet durch die Besonderheiten der mexikanischen Küche. Wenn wir weiter schlechtes Wetter mit Essen und Trinken kompensieren kommen wir kugelrund nach Hause.

Gut gestärkt tauchen wir ein in die Welt der Ureinwohner Mexikos. Bei uns als Atzteken bekannt, besteht Evelyn auf den Namen Mexicas (Mähschikas). Wir besuchen die größte bewohnte Siedlung Amerikas der Frühzeit mit bis zu 150.000 Einwohnern, Teotihuacan. Gut erhalten ist der Mond und Sonnentempel sowie die Straße der Toten.

Zu Fuß über die Straße der Toten und zwischen den Tempel läuft man mindestens 1 Stunde ( ohne Evelyns Erklärungen) und so sind wir froh, daß Braulio uns zwischendurch immer mal wieder ein Stück mit dem Auto fährt.

Evelyn ist voll in ihrem Element und gibt sich alle Mühe uns die Ausgrabungen gut zu erklären. Nach 4 Stunden Pyramiden sind tief beeindruckt, aber auch alle ( inkl. Evelyn) fix und fertig. Der Wind pfeift immer noch kalt durch das Tal.

Auf dem Rückweg erinnert uns Braulio ( er hat ja die meiste Zeit entspannt im Auto gewartet) an den Programmpunkt der Heiligen Maria von Guadelupe. Okay, kurz mal reinschauen, willigen wir völlig fertig ein.

Die Kirchen der Heiligen (insgesamt zähle ich 5) und das zugehörige Areal ist riesig. Die größte ist die neueste Kirche. Sie fast bis zu 10.000 Menschen. Hier findet jede Stunde ein Gottesdienst statt. Anschließend sollte jeder das Bild der Maria betrachten, ein Bild machen und/oder beten.

Damit das gelingt, keinen Stau gibt und der nächste Gottesdienst wieder beginnen kann, gibt es einen Gang hinter, unter den Altar dort fährt man auf 3 parallel verlaufenden Flughafenbändern an der Maria vorbei, kann fotografieren, beten oder was auch immer.

Am späten Nachmittag zurück im Hotel, heißt es kurz umziehen und nochmal los ins Getümmel. Aber dazu morgen mehr.

Hola.sis

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Autor: sis

Hallo, ich bin Silke und ich liebe die Welt und das Reisen. Meine Reisen plane ich meist selber und genieße das Gefühl schon vorab gedanklich in das Land meiner Wahl einzutauchen. Gern benutze ich dafür Reiseblogs, freue mich über Infos aus erster Hand aber auch über Tipps zu Dingen, die man nicht machen sollte. So möchte ich hiermit auch allen helfen und mitnehmen auf meine Reisen.

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