Nach zwei erholsamen Tagen am Stand sind wir zurück in Ho Chi Minh Stadt , ehemals Saigon. 100 km lang, 40 Km breit, 10,2 Millionen Einwohner. Im alten Stadtteil Saigon sieht man auch hier noch den französichen Einfluss. Kathedrale Notre Dame , das alte Hauptpostamt und die Oper sind noch immer sehenswert.

Am Abend dann eine Streetfood Tour auf Rollern. Wir lassen uns von jungen Studet:innen gekonnt durch die Gassen fahren. Der Verkehr ist einfach unglaublich. Tausende von Rollern und Autos. Stop ist in verschiedenen Gassen. Wir probieren typisches Essen, welches auf der Straße zubereitet wird. Leckere Muscheln und frisches Gemüse. Garnelen und Glasnudeln . Wir laufen über Märkte die 24 St. geöffnet haben. Es gibt extra einen Flowermarkte. Dort kann man an hundert Ständen Blumen kaufen. Die Einheimischen nennen ihn Sorry Market. Für die Männer die sich bei ihren Frauen entschuldigen müssen. Wohnraum ist knapp und teuer. Hier teilen sich oft vier bis sieben Personen Wohnungen von 45 qm. Und da man für das Abstellen des Rollers Gebühren zahlen muss, wird er dann auch in der Wohnung geparkt


An nächste Morgen geht es zu einem Ausflug nach Cu Ci. Hier haben in Vietnamkrieg viele Guerilla Kämpfe stattgefunden. Das Gebiet liegt ca. 50 km aushalb der Stadt. Man hat Tunnelsysteme gebaut die bis zu drei Etagen tief in die Erde gehen. Oft gibt es geheime Ein- und Ausgänge. Von außen nicht sichtbar und sehr klein. Es gibt ein ausgeklügeltes Lüftungssystem. Sogar Lazarette und Küchen. Der Rauch wurde geschickt umgeleitet und kam an anderer, sehr versteckten Stelle nach oben.


Im ganzen Gebiet gab es Fallen. Man wollte die Amerikaner mit solchen Methoden nach Hause schicken . Gekämpft wurde oft nur mit zwei Mann. Sie tauchten auf einer Stelle auf und waren ganz schnell wieder verschwunden. Tasächlich sagt man hier wohl nicht das man den Krieg gewonnen hat sonder das man das Land behalten hat.

Für mich immer sehr bedrückend was Menschen anderen Menschen antun.
Der Abend endete dann sehr angenehm, mit einer Bootsfahrt incl. sechs Gänge Menue, langsam vorbei an den beleuchteten Hochhäuser.
BäM

