25.01./ 26.01.2023 kalt, windig, sonnig, unerwartet
Wir sind im Oman. Hier regiert kein Scheich sondern ein Sultan (wieder was gelernt). Uns zu Füßen liegt Muscat. Der Sultan mag es lieber traditionell, keine funkelnden Hochhausfassaden sondern arabischer Baustil, dezent nicht protzig. Nur bei seiner Jacht hat er wohl eine Ausnahme gemacht.

So wie wir Muscat besuchen, werden auch wir besucht. Gruppen von verschleierten Damen werden übers Pooldeck geführt und machen ganz verzückt Selfies an der Reeling.
Wir haben noch ein wenig Zeit und versuchen die spärlichen Sonnenstrahlen zu erhaschen. Unser Ausflug beginnt erst 15.00 Uhr. Panoramarundfahrt und Besuch im Souk (Markt). Besonders beim Marktbesuch gehen die freudigen Erwartungen weit auseinander.
Unser Wetter heute ist aber definitiv viel besser als gestern in Khasab.
Nach 5 Tagen platte Wüstenlandschaft bebaut mit Hochhäusern war der erste Blick aus dem Fenster in Khasab ungewohnt. Große raue Berge umringen die kleine Bucht mit der arabischen Siedlung.
Dicke Wolken hängen am Himmel als wir mit einer kleinen Gruppe von 15 Leuten in 4 Geländewagen auf den höchsten Berg der Halbinsel starten.

Hier gibt es nix außer Steine. Die Leute leben haupsächlich vom Fischfang und dem Handel mit Fischen. Auf 700m genießen wir den ersten schönen Blick in die Bucht.

Es wird der letzte schöne Ausblick bleiben. Auf 1100m kommen wir auf ein grünes Hochplateau, ab da geht es in die Wolken und es beginnt zu nieseln.

Bei 7°Grad, eisigem Wind und Nieselregen schauen wir uns noch Fosilien wie Muscheln und Fische im hochgeschleuderten erkalteten Vulkangestein an. Wibill unser Führer drängt zum Aufbruch. Wenn es schlimmer regnet wird der Rückweg gefährlich.



Am Nachmittag seht eine Dhaw Fahrt an, mit der Möglichkeit zu schnorcheln. Wir fahren mit dem Boot in die Fjorde der Berge. Trotz der großartigen Aussicht und den gesichteten Delphinen- OHNE Sonne wird die Fahrt zur großen Zitterpartie. Mit Sonne wäre es bestimmt ein richtig toller Ausfug geworden. sis



