Manchmal kann man an Dingen verzweifeln, die man sich vorher nie vorstellen konnte.
Die letzte Nacht in Thulhagiri ist kurz. Ich hab schlecht geschlafen unser Zeitplan bis zum Flieger ist eng bemessen. Unser Hauptproblem ( denken wir zumindest jetzt noch) besteht aus dem fehlenden Coronatest. „Mein Schiff“ verlangt noch für alle Kreuzfahrten bis Ende Januar einen offiziellen Schnelltest. Eigentlich wollten wir diesen im Resort machen und dort wurde es auch auf der Webseite angeboten, da es aber auf den Malediven keine Testpflicht mehr gibt, ist die Testung nicht mehr möglich.
Alternativ gibt es höchstwahrscheinlich am Flughafen eine Teststelle. Wo genau, kann uns keiner sagen. Das erste Boot zum Flughafen geht 7.30. Dann haben wir noch ca zwei Stunden Zeit bis der Flieger geht, sportlich.
Am Flughafen werden wir von der Drogerie, zur Apotheke bis in die Flughafenklinik geschickt. Hurra, hier klappt es. Der Test geht schnell. Der Ausdruck dauert ca 20 min. Wir können später wieder kommen um ihn zu holen.
Schnell durch die Kontrolle zum Checkin Schalter und die Koffer aufgeben.
Da warten sie unsere Probleme. Man braucht ein Ausreisevisa. Haben wir nicht. Das lässt sich aber schnell am Handy erstellen. Am Schalter kommt dann die verhängnisvolle Frage: Wo ist ihr Hotel in Doha? Wir brauchen die Buchungsbestätigung.
Haben wir nicht. Wir wollen ja aufs Schiff.
Geht nicht. Ohne Hotelbestätigung kein Flug. Unsere Papiere fürs Schiff helfen leider nicht weiter, sie sind in Deutsch. Es ist 9.00 Uhr in 15 Minuten schließt der Schalter. Panik macht sich breit. Die Dame vom Flughafenpersonal fotografiert gefühlt zum 10. Mal unsere Ausweise. Die Ausdrucke vom Test haben auch noch nicht geholt. Jörg macht sich auf den Weg, muss zurück, dann wieder duch die Kontrolle. Inzwischen versucht man nach Doha zu telefonieren. Keiner steht mehr vor dem Schalter. Langsam auch keiner mehr hinter dem Schalter. 9.15 dürfen wir endlich einchecken. Unsere vorgebuchten Plätze bekommen wir nicht mehr, egal Hauptsache im Flieger.
Im Eiltempo duch die nächste Sicherheitskonrolle, ab in den Flieger und irgendwie haben wir dem Mann am Schalter bestimmt leid getan.
Unsere Sitze sind in der Business Class. Langsam sinkt das Stresslevel wieder und als wir sechs Stunden später den ersten Drink an Bord nehmen, ist es nur noch eine verrückte Geschichte. sis

