Wir sind wieder zu Hause. Begeistert, erholt, ernüchtert…

Der Teil Thüringens weit ab der A4 hinter den Bergen des Thüringer Waldes hat mich mit seiner Schönheit begeistert: Grüne Wälder, viel Wasser, wenig Menschen. Die Septembersonne strahlte vom Himmel, es roch nach Kiefern, reifen Äpfeln und Heu… Kindheitserinnerungen wurden wach…der Duft der letzten Woche Sommerferien.
Stille Wanderungen, schwimmen im Stausee, paddeln, Boot fahren…vieles ist möglich. Fahrrad fahren würden wir wegen der Berge und den schlechten Wegen nur bedingt empfehlen.

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder campen möchte, findet an den Stauseen (besonders Hohenwarte) alles was er braucht. Auch Motorradfahrer werden die kleinen kurvigen Straßen lieben. Leider gibt es schöne Unterkünfte, einladende Restaurants oder Kneipen, nette Geschäfte zum Einkaufen… nur vereinzelt, verstreut.
Ernüchternd ist aber nicht die schlechte Infrastruktur, sondern mein Gefühl. Trotz dreimaliger Ortswechsel, naß-wackliger Kanutour, Wanderung fernab eingelaufener Wege bleibt die „Komfortzone Heimat“. Drei Autostunden Entfernung ist eben doch anders als 2 Flugtage, andere Sprache und andere Kultur….das Fernweh bleibt. sis
