Das Schiff gleitet scheinbar geräuschlos durch endloses Grau. Die dunkle graue See verschmilzt mit den tiefen grauen Wolken am Himmel. Nur ab und zu flimmert das Meer silbern, da wo die Sonne mühsam ihre Stahlen durch die dicke Wolkendecke drückt. Dahingleiten macht müde, ein Übriges tut das übige Essen, man sucht sich einen ruhigen Platz mit Sicht aufs Wasser und entspannt. Natürlich hinter der Scheibe, draußen weht ein kräftiger Wind bei 7 Grad.


Heute ist die Welt um uns blau, blauer Himmel, blaues Meer und Sonne. Also raus aufs Deck. Gut eingepackt, wieder mit Blick aufs Wasser geht es Richtung Quebec. Der St. Laurenz Strom ist 200 km breit und Whalgebiet. Wir hoffen auf ein Blasrohr in der Ferne…ohne Erfolg. Ein schöner Sonnenuntergang krönt unseren Tag. Zitternd stehen wir am Bug des Schiffes und sehen die Sonne im Fluss versinken. 6 Grad Außentemperatur und steifgefrorene Finger: Nie wieder Kanada ohne Handschuhe.

Jörg hat eine Neuanschaffung getätig. Mit dieser kann er sogar romantische Sonnenuntergänge anschauen. Es erkennt ihn ja keiner…oder jetzt erst recht. sis
