Zeitnot in Halifax

Diese Nacht fegte der Sturm über uns und die Küste. Nach der stürmischen und wackeligen Nacht liegt das Schiff im unruhigen Atantik kurz vor Halifax. Wir müssen warten bis der Hafen öffnet. Die Lotsenboote dürfen noch nicht rausfahren (zu gefährlich) und unser Liegeplatz ist durch ein anderes Kreuzfahrtschiff belegt. Also warten und weiter wackeln.

Mit 1 1/2 Stunden Verspätung fahren wir in die Bucht von Halifax ein und der Himmel wird klar. Wir genießen unser Mittagessen in der Sonne und freuen uns auf einen tollen Ausflug mit historischer Farm, Kanadas bekanntesten Leuchtturm und Stadtrundfahrt. Aber wie so oft kommt alles wieder anders.

Durch die Wartezeit vor der Bucht beginnt unser Ausflug erst 14.00 Uhr, anstatt 12.00 Uhr. Der Himmel hat sich verdunkelt, es regnet wieder. Unfassbar wie schnell sich das Wetter ändert.

Die Ross Farm liegt im Inneren des Landes, das erste Farmhaus welches 1870 hier gebaut wurde, noch erhalten im Originalzustand. Wir fahren mit der Kutsche, wärmen uns am offenen Feuer im Kamin und trinken Tee. Es ist sehr, sehr kalt geworden. Die Zeit ist knapp und wir müssen uns beeilen um den Leuchtturm und Peggys Cove im Hellen zu sehen.

Auf dem Highway bangen wir alle an einer Baustelle, dass es nicht so lange dauert in der Schlange. Es geht vorwärts bis ein Knall unsere Hoffnungen zerstört. Der Bus hat einen platten Reifen. Der Busfahrer versucht noch weiterzufahren, aber es rumpelt und stinkt….nix geht mehr.

Leuchtturm ade?

Eine gefühlte Ewigkeit später haben wir einen Ersatzbus und fahren weiter. Die Bäume rechts und links der Straße verlieren ihre Farbe, alles wird grau und duster und im letzten Licht des Tages erreichen wir Peggys Cove und den Leuchtturm. Dieser thront auf riesen Granitfelsen, das Meer peitscht dagegen und der Wind pfeift uns um die Ohren. Hier am Meer ist es noch viel viel kälter. Ich beeile mich ein paar gute Fotos zu machen und werde als letzte von Jörg vom Felsen gescheucht, bevor man Minuten später seine Hand nicht mehr vor den Augen sehen kann, stockfinstere Nacht, 19.00 Uhr.

Eine Stunde später gehen wir als Letzte an Bord, das Schiff hat auf unsere Gruppe gewartet. Jetzt kommen 2 Seetage und dann Quebec, dann melden wir uns wieder. sis

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Autor: sis

Hallo, ich bin Silke und ich liebe die Welt und das Reisen. Meine Reisen plane ich meist selber und genieße das Gefühl schon vorab gedanklich in das Land meiner Wahl einzutauchen. Gern benutze ich dafür Reiseblogs, freue mich über Infos aus erster Hand aber auch über Tipps zu Dingen, die man nicht machen sollte. So möchte ich hiermit auch allen helfen und mitnehmen auf meine Reisen.

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