Welcher Tag und welches Datum haben wir heute? Das ist eine der großen Herausforderungen, die uns als Camper und Dauerreisenden immer wieder gestellt wird. Da wir unseren Plan nur als Tipgeber betrachten und einen Tag vorraus sind, hilft uns dieser auch nicht weiter.
Also heute ist Donnerstag, der vorletzte in Australien. Gestern sind wir im Cape Range Nationalpark aufgebrochen und wir hatten große Sorgen. Eine Lampe im Cockpit unseres Campers leuchtete. Das hatten wir schon einmal und kurz danach fuhr er nicht mehr. Mehrere Anrufe bei der Hotline strapazieren unser „tolles“ Englisch und nach einigem hin-und her, kurz bevor der Mechaniker anrückt, ist sie wieder aus. Hoffentlich bleibt sie das auch.
Die gelbe Lampe trübt die Stimmung und wir bleiben nur kurz in Coral Bay, da wir eine größere Stadt mit einer Werkstatt vorziehen. So kommen wir am Abend in Carnarvon an, finden einen Grillplatz, schmeißen unsere Reste auf den BBQ und campen wieder mal wild im Bootshafen.
Genau hier wollen wir am frühen Morgen Fisch kaufen. 8.00 Uhr ist aber für die australischen Fischer zu früh und wir sehen nur ein paar Boote einlaufen, aber ohne Fisch.
In Carnarvon gibt es eine Jetty (Landungsbrücke, Mole, Bootsanleger) die historisch, sehr wackelig, aber mit einer Eisenbahn obendrauf ausgestattet ist. Nach einiger Suche finden wir diese und gehen die eine Meile auf der Jetty spazieren ohne die kleine Bimmelbahn auszuprobieren.
Gegen Mittag wird es Zeit wieder aufzubrechen und die nächsten 350 km bis nach MonkeyMia zu fahren.
Unterwegs halten wir noch kurz am Hamelin Pool an, dort sind Stromatoliten zu sehen, irgendwie erdgeschichtlich wichtig, aber nicht unbedingt sehenswert.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir das Resort MonkeyMia, dort soll es Delphine geben. Der Campingplatz ist hoffnungslos überfüllt. Wir quetschen unsere „schmalen“ Camper noch irgendwo hin und dank einer kleinen Sprachschwierigkeit und etwas Pragmatismus, wird das der günstigste und schönste Campingplatz unseres Urlaubs.
Zu später Stunde gibt es frische Garnelen und frisch gegrillten Fisch aus Carnarvon (gegen Mittag hatten wir dann doch noch ein Geschäft gefunden) und nette Gespräche mit Mitcampern in der Freiluftküche des Campingplatzes.
Tagsüber heiße 29 Grad, sis