11.09.15 Heute müssen wir Kilometer machen. Von Broome geht es nach Port Hedland und weiter in den Karijine Nationalpark. Wir wollen fahren bis es dunkel wird und sehen, wie weit wir dann gekommen sind. Lange haben wir überlegt, ob wir überhaupt diesen Schlänker ins Landesinnere überhaupt machen sollen. Leider sind die Naturwunder immer mit harter Arbeit in Form von anstrengenden oft mehrstündigen Wanderungen verbunden. Bei 40 Grad in der Sonne will ich mir das nur antun, wenn es danach auch „WAU“ macht. Aber ein netter Italiener hat so viel vom Nationalpark geschwärmt und die freundliche Dame vom I-Site hat unsere Bedenken bezüglich der unbefestigten Straßen ausgeräumt. Also geht es 7 Uhr los. Dachten wir bisher die Gegend ist verlassen und einsam, so sollte es noch schlimmer kommen. Wir fahren seitlich an der großen Sandwüste vorbei, 610 km, mit genau 2 Roadhouses (Möglichkeiten zum Tanken und etwas zu Trinken) und sonst nichts. Eins hat den bezeichnenden Namen „Sandfire“, die Sandstürme sehen auch aus wie Feuer von weitem, rote Wolken verdunkeln den Himmel oder kleine Wirbelstürme von Sand fegen in der Ferne übers Land.
Danach kommt Port Hedland, der große Hafen zum Verladen aller Bodenschätze, die aus den Minen im Umland gefördert werden. Hier ist alles etwas größer. Wir müssen ca. 15 Minuten warten bis ein 3 Kilometer langer Zug über dem Bahnsteig gefahren ist, die Straßen haben Beleuchtung und es sind nur diese riesigen Roadtrains unterwegs, LKW`s mit bis zu 4 Anhängern.

Weiter geht’s bis die Dunkelheit uns auf einen Parkplatz am Straßenrand zwingt, ca. 760 km geschafft und fix und fertig. Bis zum Nationalpark sind es noch 150 km.
Gute Nacht aus den Irgendwo, warme 29 Grad, sis