
8.09.2015 5.30 geht die Sonne auf und wir stehen mit ihr auf. Gestern mussten wir zum 3. Mal die Uhr umstellen (1 ½ Stunden vor) doch unser Körper lässt sich nicht so leicht umstellen. Ich traue mich bei den ersten Sonnenstrahlen in das erfrischende Nass des Old River. Die Stelle ist als Badestelle ausgezeichnet, aber gestern beim Flug erzählte uns Sam, der Pilot, es gibt jede Menge Freschies (kleinere Frischwasserkrokodile) im Fluss und im Stausee. Nur kurz und nah am Ufer, zum Glück ist das Wasser glasklar, dauert die Erfrischung im Wasser. Der Wasserkessel pfeift schon als ich zurück komme und 7.00 Uhr sitzen wir alle abfahrbereit in den Campern. Heute stehen 650 km auf dem Plan, quer durch Westaustralien, damit wir hoffentlich morgen das Blau des Indischen Ozeans sehen.
Es läuft gut auf der Straße, während Jörg fährt, tippe ich diese Zeilen in den Computer. Es ist zwar ab und zu etwas holprig, aber die Straßen sind größtenteils Schnurgerade.

Rechts und links sehen wir viele Affenbrotbäume, sie wachsen hauptsächlich in Westaustralien und begrüßten uns schon an der Grenze. Ihre Stämme sehen aus wie dicke Flaschen mit einem Gewirr von langen Ästen auf dem Kopf, manchmal stehen zwei ganz dicht zusammen und sehen aus wie ein Liebespaar. Außerdem gibt es jede Menge Termitenhügel. Schon im Kakadu-NP haben wir viele gesehen, riesige Kathedralhügel- ähnlich wie die Sagrada Familia in Barcelona (nur nicht so hoch)-, dann welche die Grabsteinen glichen und streng nach der Sonne ausgerichtet waren. Später standen sie wie Säulen an der Straße und Witzbolde hatten hin und wieder welche mit T-Shirts verkleidet. Jetzt sind wir bei Hügeln, die eher wie ein großer Elefantenhaufen aussehen. Jörg meint: die hätten sich aber nicht viel Mühe gegeben.

Es ist jetzt 12 Uhr und die Sonne brennt. Seit 3 Tagen haben wir keine Wolke am Himmel gesehen, trotzdem ist die Temperatur etwas angenehmer, vor allem nachts. Heute Nacht haben wir die Decken heraus gekramt, bisher hatten wir sie noch nicht benötigt gehabt.
Wir werden hoffentlich morgen in Broome ankommen und dort auch eine Möglichkeit finden Internet zu nutzen. Wir sind alle gespannt auf den Verlauf der Bürgermeisterwahl, falls noch nicht geschehen, könnte uns das ja mal jemand mitteilen, und auch sonstige Nachrichten / Kommentare sind immer willkommen. Dann haben wir wenigstens das Gefühl nicht ganz so weit weg zu sein. Danke an alle die bisher geschrieben haben
15.00 Uhr immer noch on Tour, zwischendurch war uns das M-Mobil mal abhanden gekommen. Dort hat der Fahrer gewechselt und jetzt geht etwas schneller voran. Meist fahren wir zwischen 100-110 km, und wir müssen vorsichtig sein, da jede Menge Tiere unterwegs sind. Tote Kühe, Schweine und Kängurus sieht man immer wieder, dazu kommen oft freilaufende Pferde am Straßenrand. Vor 2 Tagen wollte sich sogar ein Esel von uns überfahren lassen, der überlegte sich erst kurzfristig vor unserem Camper über die Straße zu gehen.
Irgendwo im nirgendwo, 35 Grad , bis jetzt 530 km sis