Kakadu Nationalpark und Camper in Not

3.09.2015 Lautes Lachen weckt uns am Morgen-der lachende Hans-ein großer ziemlich hässlicher Vogel macht laute lauchende Geräusche. Wir haben sehr gut geschlafen, verzichten auf das Bad im Naturpool (das Warnschild mit den Krokodilen macht doch etwas Angst) und machen uns auf den Weg zum Kakadu Nationalpark. Dort gibt es die ältesten Felsenmalereien der Aborigines zu bewundern. Wir müssen ein Stück zurück Richtung Darwin und damit wir nicht den gleichen Weg fahren haben wir uns eine alternativ Strecke herausgesucht. TOTAL ALTERNATIV ! Als erstes sehen wir Kängurus, wild und frei hoppeln sie am Straßenrand weg. Vor lauter Aufregung vergesse ich die kamera in di8e Hand zu nehmen und weg sind die wieder, schade. Nach einigen Kilometern hört die geteerte Straße auf und geht als Schotterpiste weiter. Nirgend steht ein Schild wie lang dieser Straßenabschnitt dauert und da auch kein Verbotsschild steht, fahren wir drauf los. Mir wird Himmel- Angst, alles holpert, das Geschirr im Camper macht laut Musik und Jörg pfeift vor Freude.

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Der M-Camper ist vor uns in eine rot-braune Wolke gehüllt, schmale Notstege über kleine Bäche und Krokodil-Tümpel…hoffentlich ist das bald vorbei. Nach ca. 40 km ist der Alptraum vorbei, die Camper sind leicht rot gepudert und 15 Minuten später kann ich auch wieder sprechen und lachen. Der restliche Weg (220 km) verlaufen problemlos. Wir halten kurz für einen Bootsausflug, sehen Krokodile, die für ein Stück Fleisch aus dem Wasser springen

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und kommen gegen 17.30 auf unserem Campground für die Nacht an. Der M-Camper parkt und wir wollen gemeinsam mit unserem Camper zu den Felsmalereien und den Sonnenuntergang vom Lookout beobachten. WOLLEN…denn unser Camper springt nicht mehr an…Zündung an…pup pup pup…sonst nichts. Alles gecheckt, haben wir etwas vergessen, was falsch gemacht? Nein, er springt einfach nicht mehr an. Okay, dann den Notdienst anrufen. Fehlanzeige…kein Netz. Wir beschließen, das die anderen zur Ranger-Station fahren sollen und nach Hilfe schauen und ich koche inzwischen das Abendbrot.
In der Station ist niemand zu finden, wir warten auf den Ranger der die Parkgebühren jeden Abend kassiert und dieser schickt uns 2 km in die andere Richtung zu einem Shop mit Telefon. Wir haben Glück, der Shop ist noch offen und man ist uns beim Anrufen behilflich. Der Monteur kündigt sich für eine Stunde später an und wir warten im Shop, damit er uns findet.
Leider kann er uns nicht helfen, der Camper ist nicht zu reparieren…zumindest nicht hier und auch nicht in der nächsten Stadt. Er hinterlässt auf dem Band der Hotline eine Nachricht und trägt uns auf am nächsten Morgen, erneut anzurufen um nach einer Lösung zu fragen.
Schöne Schei…. Wir sitzen wiedermal im Nirgendwo und müssen warten…auf was auch immer. Mit unseren letzten Weinreserven trinken wir uns im Camper den Abend schön und schwitzen wiedermal unendlich. Draußen geht ein laues Lüftchen und warten Millionen von Mücken.
Gute Nacht, Kakadu Nationalpark, gefühlte 35 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit sis

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Autor: sis

Hallo, ich bin Silke und ich liebe die Welt und das Reisen. Meine Reisen plane ich meist selber und genieße das Gefühl schon vorab gedanklich in das Land meiner Wahl einzutauchen. Gern benutze ich dafür Reiseblogs, freue mich über Infos aus erster Hand aber auch über Tipps zu Dingen, die man nicht machen sollte. So möchte ich hiermit auch allen helfen und mitnehmen auf meine Reisen.

Ein Gedanke zu „Kakadu Nationalpark und Camper in Not“

  1. Hallo,
    na, dass ist ja Abenteur pur. Danke für Teilhaben.
    Wünsche euch, dass ihr bald weiterkommt.
    Herzliche Grüße shei

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